Tag Archive | "Hohelied"

Der Prüfung standhalten


Immer wenn ich etwas gelernt habe, kommt jemand, der mich prüft. Im ersten Moment fühlt sich das unangenehm an, als ob sich das Alte noch einmal aufplustert und mich einverleiben möchte. Im zweiten Moment erkenne ich die Chance und nehme sie an. Ich singe mein gelerntes Lied und beobachte, wie sich dabei das Alte in einen Fluss kanalisiert, der in meinem Herzen, dem inneren Ort der Allverbundenheit, mündet. Ich fühle Erleichterung und Kraft. Jetzt weiß ich, was ich kann und was mir bleibt. Jetzt kann ich dem, der mich prüfte, danken. Still. Denn zumeist ist der jeweiligen Person die Rolle des Prüfers nicht bewusst gewesen. Sie war einfach sie selbst und diente damit mir in hervorragender Weise.

Simone Meller

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Als die Schwärze weich wurde


Du und ich
wurden weich
wie noch nie zuvor
Neue Frau und Neuer Mann
in einer himmelweichen Kugel

Das Hohelied der Liebe
erklingt über die ganze Erde

Wir ließen die unerträgliche Schwärze
hinein in unsere weichste Mitte
und fanden ihn
im großen einen Sein

Alles sinkt in Anmut
in weiche Ewigkeit ein
Ein Ton singt

Simone Meller
Foto: Pixelio, gpalm

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Das Hohelied der Liebe


Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, /
hätte aber die Liebe nicht, /
wäre ich ein dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Und wenn ich prophetisch reden könnte /
und alle Geheimnisse wüßte /
und alle Erkenntnis hätte; /
wenn ich alle Glaubenskraft besäße /
und Berge damit versetzen könnte, /
hätte aber die Liebe nicht, /
wäre ich nichts.

Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, /
und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, /
hätte aber die Liebe nicht, /
nützte es mir nichts.

Die Liebe ist langmütig, /
die Liebe ist gütig. /
Sie ereifert sich nicht, /
sie prahlt nicht, /
sie bläht sich nicht auf.

Sie handelt nicht ungehörig, /
sucht nicht ihren Vorteil, /
läßt sich nicht zum Zorn reizen, /
trägt das Böse nicht nach.

Sie freut sich nicht über das Unrecht, /
sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, /
glaubt alles, /
hofft alles, /
hält allem stand.

Die Liebe hört niemals auf. /
Prophetisches Reden hat ein Ende, /
Zungenrede verstummt, /
Erkenntnis vergeht.

Denn Stückwerk ist unser Erkennen, /
Stückwerk unser prophetisches Reden;
wenn aber das Vollendete kommt, /
vergeht alles Stückwerk.

Als ich ein Kind war, /
redete ich wie ein Kind, /
dachte wie ein Kind /
und urteilte wie ein Kind. /
Als ich ein Mann wurde, /
legte ich ab, was Kind an mir war.

Jetzt schauen wir in einen Spiegel /
und sehen nur rätselhafte Umrisse, /
dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. /
Jetzt erkenne ich unvollkommen, /
dann aber werde ich durch und durch erkennen, /
so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; /
doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

(1 Korintherbrief 13,1-13)

Das Hohelied der Liebe

(1 Korintherbrief 13,1-13)


Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, /
hätte aber die Liebe nicht, /
wäre ich ein dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.

Und wenn ich prophetisch reden könnte /
und alle Geheimnisse wüßte /
und alle Erkenntnis hätte; /
wenn ich alle Glaubenskraft besäße /
und Berge damit versetzen könnte, /
hätte aber die Liebe nicht, /
wäre ich nichts.

Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, /
und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, /
hätte aber die Liebe nicht, /
nützte es mir nichts.

Die Liebe ist langmütig, /
die Liebe ist gütig. /
Sie ereifert sich nicht, /
sie prahlt nicht, /
sie bläht sich nicht auf.

Sie handelt nicht ungehörig, /
sucht nicht ihren Vorteil, /
läßt sich nicht zum Zorn reizen, /
trägt das Böse nicht nach.

Sie freut sich nicht über das Unrecht, /
sondern freut sich an der Wahrheit.

Sie erträgt alles, /
glaubt alles, /
hofft alles, /
hält allem stand.

Die Liebe hört niemals auf. /
Prophetisches Reden hat ein Ende, /
Zungenrede verstummt, /
Erkenntnis vergeht.

Denn Stückwerk ist unser Erkennen, /
Stückwerk unser prophetisches Reden;

wenn aber das Vollendete kommt, /
vergeht alles Stückwerk.

Als ich ein Kind war, /
redete ich wie ein Kind, /
dachte wie ein Kind /
und urteilte wie ein Kind. /
Als ich ein Mann wurde, /
legte ich ab, was Kind an mir war.

Jetzt schauen wir in einen Spiegel /
und sehen nur rätselhafte Umrisse, /
dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. /
Jetzt erkenne ich unvollkommen, /
dann aber werde ich durch und durch erkennen, /
so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; /
doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

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Luzifer III


Luzifer
unser Spiel
erreicht
sein Ziel

Wir
erreichen
die Hohe Zeit
es ist soweit

Vernimm das
Hohe Lied der Liebe
trinke mit uns
aus einem Gral

Ich überwinde meine
Angst und Scham
Ich stehe zu dir
erzähle von dir

Du bist wie ich
ein Teil vom
großen Sein

Trete ins Licht
fürchte dich nicht

Gleißend hell
umfängt es dich
Wir alle sind Zeugen
und ehren dich

Mit unendlicher Liebe
hast du deine Pflicht
erfüllt
Danke

Du wirst geschätzt
geliebt und geachtet

Das Sein segnet dich

Weinend entlassen
wir dich
in Freiheit und Liebe

Gemeinsam
wandeln wir uns
im Heiligen Gral
werden lichte Essenz
zu ergießen im
großen einen Sein

Du bist wahre Liebe

Danke

Simone Meller
Foto: Pixelio, Michael Ottersbach

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Welle