Tag Archive | "Herausforderung"

Sagt mir meine Fehler!


“Möge es immer jemanden geben, der mich auf meine Fehler aufmerksam macht”, resumierte ich heute mittag, “und möge es für andere leicht sein, meine Schwächen anzusprechen”.

Nicht die Hitze, sondern eine technische Panne hatte mich in Wallung gebracht. Regelmäßige Leser werden es bemerkt haben, dass seit einigen Tagen im Hintergrund gewerkelt wird. Es sind “nur” sogenannte “Kleinigkeiten”. Dazu gehörte planmäßig gestern das Schrauben am Newsletter-Tool, nicht jedoch das Ereignis des  heutigen Vormittags, das ich als “schleierhafte technische Verselbstständigung” oder “erfolgreiche Verwirrung meiner Newsletter-Abonnentinnen” bezeichnen möchte. Denn diese wurden ohne meine erklärten Willen über ein neues Posting (das in Wahrheit ein drei Tage altes war, das ich just überarbeitet hatte) per Mail informiert. Dank einer blitzschnellen Leserin wurde ich darauf aufmerksam gemacht und nahm meine spammenden Finger von der Tastatur… aaaahh! Denn zu diesem Zeitpunkt war für mich noch nicht erkennbar, ob “ich” in der letzten halben Stunde nur eine oder bereits 10 solcher Dinger verschickt hatte.

Dankbarkeit für das, was ist

Leider konnten der Spezialist und ich den Fehler unter quasi-kontrollierten Bedingungen nicht reproduzieren, sondern nur  im gegenseitigen Einvernehmen seinen “interessanten Charakter” anerkennen. Damit waren wir wieder in meinem Metier: Der interessante Fehler veranlasste mich zu einer spontanen dankbaren Andacht über all die Menschen, die mich in meinem bisherigen Leben auf meine Fehler (und ich meine nicht nur die technischen!) aufmerksam gemacht haben. Wo wäre ich heute ohne sie (also ohne die Rückmeldungen)?! Wie wichtig es doch ist, mit vielen verschiedenen Menschen Kontakt zu haben, denn jeder sieht etwas anderes. Außerdem dachte ich darüber nach, dass es manchmal die vermeintlich kleinen Sachen sind, die Schwierigkeiten – und Freude machen. Denn besagte Leserin schmunzelte über den unverhofften “Geburtstagsgruß”. Eigentlich biete ich diesen Service ebenso wenig an wie den vor einem Jahr angekündigten Schwungletter…

Die Wahrheit ist nämlich: Newsletter liegen mir nicht. In nahezu acht Jahren Selbstständigkeit habe ich keinen einzigen geschrieben. Schon wieder bin ich dankbar, nämlich dafür, dass es auch ohne geht. Ich schreibe wirklich gern. Seit dem letzten Relaunch im Herbst 2009 habe ich über 300 eigene Beiträge veröffentlicht, aber keinen einzigen Newsletter produziert. Am Schreibfluss kann es also nicht liegen, wohl aber daran, dass mir ein Newsletter nicht entspricht. Jedenfalls derzeit nicht. So. Nun ist die Katze ein paar Tage eher aus dem Sack.

Was gibt es Neues?

Ich erkläre also heute den Abschied vom nicht-existenten Schwungletter, und bei dieser Gelegenheit seien auch gleich die neuen Funktionalitäten dieser Website erläutert. Alle bisherigen Newsletter-Abonnenten erhalten ab jetzt Email-Benachrichtigungen, sobald neue Beiträge online sind. Das ist praktisch für die, die mit RSS-Feeds & Co nicht vertraut sind, und lästig für die, die nicht täglich, sondern nur sporadisch von mir lesen möchten. Man kann sich deshalb ganz einfach an- und abmelden: Entweder über den untersten Link in der Benachrichtigungsmail, über die Sidebar auf der Startseite oder einfach hier.

Allen RSS-Nutzerinnen sei gesagt, dass man nun auch Kommentare abonnieren kann (im URL-Feld von Firefox anklickbar oder auf meiner Startseite im dynamischen Menue (oben rechts) unter dem Reiter “RSS”. Allen anderen bleiben zum Mitverfolgen von Diskussionen wie gehabt zwei Wege:

  1. Selbst einen Kommentar schreiben und beim Absenden das Kästchen anklicken, das man über Folgekommentare benachrichtigt werden will.
  2. Auf der Startseite im dynamischen Menue (oben rechts) ab und zu unter dem Reiter “Kommentare” vorbeischauen.

Komfortables Kommentieren

Das Kommentieren und Diskutieren ist jetzt etwas komfortabler. Die Fotos (“Gravatare”) sind größer, so dass man sich besser sehen und wiedererkennen kann. Auch nach Abschicken des Kommentars besteht noch 15 Minuten lang die Option, ihn nachträglich zu überarbeiten. Außerdem ist es ab sofort leichter, den Text zu formatieren und mit Emoticons zu beleben. Über Permalinks (kleine blaue Rautezeichen) können Kommentare leichter direkt angesteuert werden. Sollte etwas noch nicht einwandfrei funktionieren, bitte ich um Nachsicht und vor allem Feedback! Denn ein paar Optimierungsarbeiten laufen im Hintergrund derzeit noch weiter.

Standardmäßig werden seit heute hinter jedem Posting “Verwandte Beiträge” angezeigt, so dass nicht nur für neue Leser das Stöbern im Blog erleichtert wird. Ich bin schon sehr gespannt, was der Algorithmus zu diesem Post produzieren wird…

Wer länger nicht mehr auf dieser Website war, mag sich vielleicht mein überarbeitetes Profil anschauen, dort verlinke ich auf Texte, die zentral für das Verständnis meiner Arbeit sind.

Dank den Kunden und Leserinnen

Damit bin ich für heute am Ende. Ich danke meinen Kundinnen und Lesern (ja richtig bemerkt, ich schreibe gerne abwechselnd von Weiblein und Männlein) für Vertrauen, Mut und Aufrichtigkeit. Ohne diese Ingredenzien könnten weder Begegnung, Veränderung noch Wachstum entstehen. Egal, ob das Thema die eigene Gesundheit oder eine gemeinsame Herausforderung im Unternehmen ist, immer geht es darum, dass wir uns trauen, ganz wir selbst zu sein (s. Was sind die Wurzeln von Gesundheit, Freude & Erfolg?) Denn nur dann stehen wir in unserer vollen Kraft.

An manchen Tagen fällt uns dies leichter, an anderen schwerer. Doch immer sind nur wir es, die etwas bewegen können. Nämlich uns selbst. Dieses Blog ist ein Raum der gegenseitigen Unterstützung und Inspiration, aber auch ein Ort, an dem Reibung, Kritik und Diskussion sein dürfen. Lernen ist ein vielschichtiger Prozess.

Heute bewegt mich die Frage: Warum wird im Rahmen der technischen Panne von 10 angefassten Postings ausgerechnet das Zitat von Khalil Gibran über das Ungehörte versandt? Was verlangt da nach Gehör?

Auf jeden Fall wäre es ohne Missgeschick nicht zu diesem Posting gekommen. Und wofür es gut ist? Na, das werden wir schon sehen…

Mit herzlichen Grüßen

Simone Meller

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Ohne Manifestation gibt es nichts zu schauen


Ich setze nicht den erfahrbaren Zustand der Nondualität als absolut, sondern das hinter allen erfahrbaren Zuständen unmanifestierte Gewahrsein. Ob man das nun Quelle, Nichts, Ewigkeit oder Gott oder noch anders nennt, ist eine Frage des augenblicklichen Geschmacks und bei mir sehr oft auch eine Angelegenheit der Grammatik (“göttlich” geht leichter als “quellig”).

Die Kunst des spirituellen Weges scheint mir die zu sein, sich von keinem Zustand vereinnahmen zu lassen, also weder vom Streit noch einem Kratzer am Auto noch von nondualen Erfahrungen (s. Spiritueller Alltag: Ausdehnung von Erleuchtung). Göttlich (“quellig”) sind alle drei genannten Zustände, die als Beispiel für unendlich viele dienen. Ein Zustand ist sehr leicht daran zu erkennen, dass er Anfang und Ende hat. Er kommt, ist und geht vorüber. Er ist ein abgrenzbares Ereignis in Zeit und Raum. Verschiedene Zustände erhellen einander.

Alles, was mir erscheint (einschließlich der vielfältigen geistigen Welt), verschwindet auch wieder. Das einzige, für das dies nicht gilt, ist das unmanifestierte Gewahrsein. Es ist das, was ewig ist.

Die Herausforderung der Bewusstseinsevolution besteht also in einer Gratwanderung zwischen zwei Polen. Der eine Pol ist die Verhaftung in einem personifizierten oder anderweitig dualem Gottesbild, der andere Pol ist die Identifikation mit einem vergegenständlichten nondualen Zustand (s. Erleuchtungsfalle: Identifikation mit dem Nichts).

Wenn ich von dieser Herausforderung der Bewusstseinsevolution schreibe, so impliziert das keinesfalls, dass ein personifiziertes oder vergegenständlichtes Gottesbild weniger göttlich wäre. Jede Manifestitation einschließlich des atheistischen Erlebens entspringt derselben Quelle. Deshalb ist das zwanghafte Niederreißen des illusionären Schleiers genauso wenig erleuchtend wie die infantile Anbetung singulärer Manifestationen. Wiederum sind beide Strebungen derselben Quelle entsprungen und genauso göttlich wie alles andere. Es sind eben auch nur Zustände.

Das einzige, was ohne Zustand ist, ist das unmanifestierte Gewahrsein. So verstehe ich meinen Entwicklungsweg als einen der permanenten Gewahrwerdung. Mit der “Permanz” verweise ich auf das über Zustände hinausgehende und mit der “Werdung” auf das den Zuständen noch anheim gegeben sein. Zugleich wissend, dass ich das “Angestrebte” (hilflose Sprache!) bereits bin.

Gewahrsein bedeutet weder Anhaftung noch deren Gegenteil im Form von Weltflucht. Gewahrsein ist kein anstrebbares Ideal, denn damit wäre es wieder Zustand. Reines Gewahrsein ist das unmanifestiert Absolute, das die manifestierten Zustände schaut. Anschauung pur.

So schaue ich jetzt…

und lebe zugleich saftig weiter, denn sonst würde das Schauen unmöglich.

Ohne Manifestation gibt es nichts zu schauen.

Das meint mein Reden vom Nichts. Doch muss ich nicht davon reden, um mir der Welt gewahrzusein.

Simone Meller
Foto: Albrecht E. Arnold, Pixelio

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Selbstfürsorge und Vermeidung unterscheiden


Eine wiederkehrende Herausforderung des Lebens besteht darin, zu unterscheiden, ob du etwas sein lässt, weil es dir nicht mehr dient (Selbstfürsorge) oder weil du vor einem Reifungsprozess zu flüchten versuchst (Vermeidung). Über dein Herz kannst du diese Unterscheidung vornehmen. Gelingt dir das gerade nicht, so lebe den Impuls, den du am klarsten wahrnehmen kannst. Er führt dich zu deinen nächsten Erfahrungen, mit Hilfe derer du dich weiter erkennen lernen kannst.

Simone Meller

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Von der Schwierigkeit, auf der Erde zu SEIN


Es gibt ein gemeinsames Thema zwischen dem, der übermäßig Ablenkung (“Lärm”) und dem, der übermäßig Stille sucht: Beide vermeiden die Auseinandersetzung mit sich selbst. Beide haben Schwierigkeiten, ganz auf der Erde zu SEIN. Während sich der erste Typ in den Fangärmen der Materie verliert, neigt der zweite Typ zum Entschweben ins Geistige (Spiritual Bypassing). Beide versuchen auf ihre Weise, der Herausforderung “Lebenstüchtigkeit” zu entkommen. Auch Mischformen sind weit verbreitet, d.h. Menschen fallen von dem einen Extrem ins andere. Das Ziel für alle drei Typen besteht darin, zu einer gesunden Mitte zu finden: Sich aufgespannt zwischen Himmel und Erde dem Menschenspiel zu stellen. Durch Meisterung all der anstehenden Lebensaufgaben entsteht eine Heimfindung zu sich selbst.

Simone Meller

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