Tag Archive | "Hand"

Geformt in neuem Ton


meine augen schauen deine
meine hand fühlt meinen bauch
ich schmecke deinen kuss
und sinke ins explodierende feuer der erde
ich zergehe wie einst die hexen
und ersteige wie der phönix
doch all dies fühlen ist eins eins eins
tränen und schreie entspringen meinem sein
zerberste stampfend zur sonne
lande geformt in neuem ton
ich bin bin bin bin bin bin

simone

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erneuerung von hier nach dort


deine frage führt in deine zukunft
ich antworte auf deine gegenwart

deine frage antwortet auf mein sein
meine antwort fragt nach deinem sein

dein und mein fragendes wort
sind ein antwortendes sein

zwei hände die sich reichen
zu bleiben all-ein

im sich erneuernden wort
von hier nach dort

simone meller

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Ich bin


Ich lebe mein Wort
du wirfst es fort

Ich öffne mein Herz
du fühlst Schmerz

Ich berühre die Nacht
die Leben zur Hölle macht

Ich reiche meine Hand
du lässt sie unerkannt

Wahrlich, ich bin, was ich bin,
und gebe mich der Flamme hin

Simone Meller

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Kritisches Statement zum Kreationismus


Ich sah einen Fernsehbericht über den Kreationismus (s. Wikipedia). Demnach sollen 45% der US-Amerikaner und 15% der Deutschen Anhänger dieser Strömung sein, die wissenschaftsfeindlich eine konkretistische Auslegung der Bibeltexte dogmatisiert. Sogar in Schulen wird diese Denke bereits gelehrt. Dahinter steht ein Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit, der Wunsch nach etwas, das über allem steht und klar sagt: “Das ist richtig, das ist falsch. Das will Gott, das will er nicht.”

Der Kreationismus ist ein Beispiel dafür, wie ein Zurückfallen in die Prärationalität persönliche und spirituelle Entwicklung hemmt (s. Transrationalität ist ein Tor). Anstatt das Wagnis eigener Erfahrungen und Werteabwägungen einzugehen, bleiben die Anhänger des Kreationismus im regressiven Bedürfnis nach einer autoritären Macht verhaftet (s. Punkt 1 Pilzsuche im psycho-spirituellen (Esoterik-)Wald).

So bedenklich mir diese Entwicklung aus psychologischer Perspektive erscheint, darf diese Spielart aus Sicht des Seins natürlich sein.

Ich persönlich sage “Nein” zum Kreationismus und akzeptiere auf Seins-Ebene seine Existenz (s. Was Nein-Sagen bedeutet). Sie ist der Ausdruck eines Teilkollektivs, das sich auf seinen eigenen Weg nach Hause macht.

Auch ich habe mich einst auf meinen Weg gemacht und jede Information ignoriert, die noch nicht zu meinem Sein passte (s. Entwicklung von Neuem Bewusstsein). Auch ich habe die Spiele der Idealisierung und Entwertung gespielt und schrittweise zu einer gesunden Mitte gefunden.

Wenn Menschen Spiele spielen, die nicht mehr meine Spiele sind, bleibt mir nur, ihnen im Herzen die Hand zu halten. Ich lasse los und bleibe offen für Neubegegnung zur rechten Zeit. Es ist Liebe, die bleibt.

Simone Meller

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