Posted on 15 Februar 2011. Tags: Ablenkung, absichtslos, Erfahrung, Fremdheit, Geben, Geschenk, Handeln, Herz, Kreise, Lachen, Lauschen, Liebe, Mitgefühl, Seele, Singen, Sprechen, Stille, Weinen
ich bringe dich nicht
zum weinen oder zum lachen
mit mir darfst du
jede erfahrung in liebe machen
gern lausche ich mit
was tief in deinem herzen klingt
wenn meine seele mit
deiner ein liedchen in stille singt
manchmal möchte ich
dir gerne was schönes schenken
was kann ich geben
ohne von dir zu mir zu lenken
ich halte den mund
bis das herz hebt zu sprechen an
ich lasse die gesten
bis das herz setzt zum handeln an
mich berührt dein sein
auf vertraut wie fremde weise
suche nach wegen
zu schließen immer neue kreise
simone
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Posted on 28 Januar 2011. Tags: absichtslos, Ausdruck, Begegnung, Ergebung, Geschenk, Ich bin, Sein
du kannst mir nichts schenken
doch der ausdruck deines seins
ist mir geschenk für mein ich bin
simone meller
Posted in Lyrik
Posted on 27 Januar 2011. Tags: Befreiung, Co-Abhängigkeit, Fülle, Geburt, Gedenken, Geschenk, Helfersyndrom, Lassen, Leben, leicht, Liebe, Retten, Schuld, Sein, Tod, Transformation, Untergang, Weinen
ich gedenke der zeit
als ich dich nicht
dein leben leben
deinen tod sterben
lassen konnte
zum einen dachte ich
ohne dich kann ich nicht existieren
zum anderen glaubte ich
ich bin schuld wenn ich dich nicht rette
alles ist anders
alles ist leichter
nie niemals hätte ich das für möglich gehalten
eine solche unglaubliche befreiung in liebe
tränenüberströmt das geschenk unserer geburt annehmend
fülle bis in den untergang und den tod hinein
alles aber auch wirklich alles darf sein
simone meller
Posted in Klartext
Posted on 25 Dezember 2010. Tags: Abenteuer, Abhängigkeit, Angst, Ausdehnung, Bedürfnis, Begegnung, Besetzung, Bewusstsein, Beziehung, bleiben, Burnout, Clearing, Co-Abhängigkeit, Demokratie, Distanz, Dunkelheit, emotional, Energie, Energiesauger, Erwachsene, Feiern, Freiheit, Freiwilligkeit, Fremdenergie, Fremdheit, Fülle, Geschenk, Hamburg, Helfersyndrom, Herz, Innigkeit, Kind, Klarheit, Kontakt, Kraft, Leid, Liebe, Menschenwürde, Mitgefühl, Mut, Mutter, Nähe, narzisstischer Missbrauch, Opfer, Persönlichkeit, reich, Resonanz, Schatten, Schönheit, Schutz, schwingen, Sein, Symbiose, Überforderung, Überverantwortung, Unterscheidung, Vater, Verantwortung, Verausgabung, Vereinigung, Wachstum, Wahrnehmung, Weite, Welt, wild, Zusammenfassung

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1 Verantwortung in Freiheit
Mit einem geklärten Herzen kann ich mich intensiv auf Begegnungen einlassen, ohne mich in dir zu verlieren. Ich lasse den Wechsel von Nähe und Distanz zu, ohne dabei in emotionale Bedrängnis zu geraten. Ich suche in dir nicht mehr Mutter und Vater und stehe auch dir für solche Rollenzuweisungen nicht zur Verfügung (s. “Das ist doch völliger Quatsch” oder: Wege zum Frieden). Du und ich, wir sind nicht mehr abhängiges Kind, sondern mündige, freie Erwachsene. Wir sind frei, wir selbst zu sein und die Verantwortung dafür zu tragen. Unter einem mündigen, freien Erwachsenen verstehe ich eine in demokratischen Verhältnissen lebende volljährige Person, die körperlich und geistig in der Lage ist für ihr menschenwürdiges Dasein zu sorgen.
2 Mitfühlen und bei sich bleiben
Mit einem geklärten Herzen resoniere ich klärend auf das Leid der Welt. Ich lasse mich nicht in die Verantwortung für deine emotionalen Schmerzen ziehen (typische Phänomene dafür wären: Überforderung, Überverantwortung, Co-Abhängigkeit, Helfersyndrom, Angst vor Energiesaugern, Probleme mit Fremdenergie, Besetzungen, Verausgabung, Burnout, narzisstischer Missbrauch etc.). Ich fühle zwar mit dir und achte deine Bedürfnisse, aber ohne in die Verantwortung ihrer Erfüllung zu gehen, indem ich bestimmte Dinge für dich (nicht mehr) sage oder tue. Ich dulde nicht die Auslagerung deiner Kraft bei mir, sondern begleite dich (sofern es dein Wunsch ist) beim Kommen in deine Kraft (Selbstklärung/Clearing). So werde ich dir und mir gerecht. Ich bin bei dir und bleibe bei mir.
3 Von der Symbiose zur Vereinigung
Mit einem geklärten Herzen kann ich Energien und Menschen begegnen, von denen ich mich früher aus Selbstschutz abgrenzen musste. Ich bin ihnen gewachsen. Die Gefahr von gestern ist der Reichtum von heute. Es dient meinem Wachstum, dir zu begegnen, wie du bist. Der (neu) gelingende Kontakt mit dir bereichert mich, weil sich dort das Wort des freien Herzens erfüllt. Es ist ein inniger Moment, in dem sich das vereinigen darf, was sich zuvor in das Unterscheidbare hatte trennen müssen. Der Symbiose mutig entwachsen feiern wir schrittweise die Vereinigung der Herzen in dem einen Herz.
4 Freiwillig miteinander schwingen
Mit einem geklärten Herzen entfessle ich meine Beziehungen und lasse ihre wilde Schönheit frei. Warum? Weil ich sein darf. Weil Raum entsteht für dein Sein, du darfst eben mehr sein als eine rücksichtsvolle Kompensation meiner Persönlichkeitsstruktur, nämlich du selbst! Weil ich dich von mir unterscheiden und deine Sicht auf die Welt zunehmend unverzerrt wahrnehmen kann. Weil ich mit dir schwingen kann, ohne meine Schwingung zu verlieren. Weil das, was ich für dich sage und tue, kein Opfer mehr ist, sondern ein Geschenk! Mein Wunsch mit dir zu sein, wird nicht mehr von unbewusster Abhängigkeit getragen, sondern von bewusster Freiwilligkeit. Ich will dich nicht mehr verändern. Da ich mich liebe, wie ich bin, kann ich deine Liebe annehmen und dich lieben, wie du bist.
5 Ausdehnung in die Fremde und erneute Klärung
Mit einem geklärten Herzen lasse ich mich ein auf das Abenteuer unbekannten Wachstums. Es wartet dort auf mich, wo ich ausziehe, um Anstoß zu nehmen an der Welt. Wo mir unangenehme Empfindungen zu schaffen machen. In der Ausweitung meines Seins in die Fremde hinein, da bekomme ich es mit mir selbst zu tun! Das sind die neuen, dunklen Flecken meines sich ausdehnenden Herzens. Über meine Emotionen drängen sie zur rechten Zeit in mein Bewusstsein. In der Verantwortung für diese meine dunklen Flecken klage ich deren Klärung nicht bei dir ein, sondern treibe sie in mir voran. Bis ich der Welt erneut geklärten Herzens begegnen kann.
Text & Bild: Simone Meller
Posted in Ansichten, Klartext