Tag Archive | "Geld"

Wie Kundenbindung entsteht


Wenn die Telefongesellschaften das Geld, das sie für ihr aggressives Marketing aufwenden, in menschlichen Service investieren würden, wäre beiden Seiten geholfen. Es wäre der Übergang vom scheinheiligen Kundenfang hin zu einer echten Kundenorientierung. Zufriedene Kundinnen bleiben und empfehlen das Produkt von allein an Freunde, Bekannte und Kolleginnen weiter. Sich einem Unternehmen verbunden fühlen, das nenne ich echte Kundenbindung. Unternehmensseitig setzt dies voraus, den Kunden wahrzunehmen und wirklich in Kommunikation zu treten. Man nennt es Beziehung.

Simone Meller

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Ein einfaches Leben führen


Ein einfaches Leben zu führen hat viel mit Loslassen zu tun. Es bedeutet aber nicht in Armut zu leben. Du lässt Ballast und Schwere los. Du öffnest dich für den beständigen Wandel der Formen. Du fühlst und lebst dein wahres Selbst. Einfach zu leben bedeutet auch nicht, kulturelle Errungenschaften über Bord zu werfen, denn Evolution geht vorwärts, nicht rückwärts. Jedoch kannst du alles, was dir als eng und hinderlich erscheint, transzendieren. Armut auf dem spirituellen Weg entsteht, wenn du Teile von dir an den Nagel hängst, bevor du sie transzendiert hast. Das passiert, wenn du dich selbst zu überholen versuchst, anstatt liebevoll authentisch mit dir Schritt zu halten. Geldmangel kann auch entstehen, wenn du an dem festzuhalten versuchst, was du gestern eigentlich schon – und zwar berechtigterweise – an den Nagel gehängt hast. Manchmal ist es verwirrend, das eine vom anderen zu unterscheiden (s. Spürst du den Unterschied…). Der Fokus auf dein Herz hilft dabei. Im Herzen werden die Impulse aus Kopf und Bauch harmonisch in den Strom der wahren Liebe integriert.

Alles, was dir schwer und kompliziert erscheint, kann von dir erleichtert und vereinfacht werden. Auch hier gilt: Nach vorne entwickeln, nicht nach hinten. Hinten wartet die Alte Energie, sie nährt sich von deinen Missverständnissen und Verwechslungen. Das darf sein und dient deinem Lernen, wenn du dich dafür entscheidest. Sei achtsam für offensichtliche und subtile Phänomene von Idealisierung und Entwertung. Verdrängen und Verflachen von  komplexen Zusammenhängen macht es nur kurzfristig leichter, während du in Wirklichkeit dein Problem weiter mit dir herum schleppst.  Einfach leben bedeutet den einfachen Schritten deines Herzens zu vertrauen, auch wenn sie bescheidener oder größer als die Normen deines Umfelds daher kommen. Du kannst sie still oder singend gehen, ohne sie künstlich aufzubauschen oder zu verkleinern. Einfachheit und Fülle sind Schwestern in der Neuen Energie.

Simone Meller

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Das Sein trat herein


Der Hass dieser Welt
in der regierte das Geld
Er war schwarz, klebrig und zäh
klumpte im Herzen und tat weh
Doch fühle, das Sein trat herein
mit den Menschen in Liebe zu sein
Frau und Mann in neuer Balance
Neue Energie ist deine Chance

Simone Meller
Foto: Pixelio, Rainer Sturm

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Moderne Kriege und Ausblicke auf beseeltes Wirtschaften


Maschinerie

Man könnte meinen, mittlerweile sei die E-Plus-Story mit drei Blog-Beiträgen (I und II und III) ausgelutscht. Doch da das Unternehmen wie eine verselbstständigte Maschinerie agiert, flatterte heute wieder eine Überraschung ins Haus. Diesmal eine SMS:

Wir möchten Sie als Kunden behalten! Leider konnten wir Sie nicht persönlich erreichen – wir melden uns! Ihr E-Plus Team.

Ich vermute, dass das Telefonat mit der Kundenrückgewinnung vor wenigen Tagen diese SMS ausgelöst hat. Der Mitarbeiter hatte mich zwar erreicht, aber nicht sein Ziel. Ob es dafür nur ein Ankreuzkästchen in der Datenmaske gibt?

Wie dem auch sei: Diese Pseudokommunikation ist peinlich. Da werden serienmäßig Textbausteine versandt, ohne sich wahrhaftig mit dem kommunikativen Input vom Markt auseinanderzusetzen. Nur scheint das im Unternehmen selbst niemandem peinlich zu sein – außer der damit beauftragten Pressestelle, die aber wiederum die anderen Abteilungen nicht unter Kontrolle haben kann. Das zeigt, dass Arbeitsteilung dann scheitert, wenn sie mechanisch betrieben wird. Das Herz ist ausgemerzt worden. Von einem E-Plus-TEAM kann nicht die Rede sein. Beseeltes Wirtschaften, beseeltes Arbeiten – das wären Stichworte, die ich E-Plus gerne zurufen würde. Doch solche Rückkoppelungen vom Markt sind in deren Kundenmanagementsystem nicht vorgesehen.

Erzählungen anderer zeigen mir, dass dies kein Einzelfall ist. Weder bei E-Plus noch – und das ist fairerweise zu betonen – bei anderen Telefongesellschaften. Obendrein könnte ich eine ähnliche Story zu Alice (Hansenet) oder zu Kabel Deutschland schreiben. In unzähligen Telefonaten mit Callcentern habe ich so viel Ohnmacht erlebt, bei mir, aber auch bei den überwiegend wirklich freundlichen Mitarbeitern. Es ist frustrierend, miteinander über etwas zu telefonieren, was jenseits dieser Gespräche ein unbeeinflussbares Eigenleben fristet. Das kostet nicht nur Kraft, sondern auch Zeit und die Unternehmen in Summe damit richtig viel Geld. Die durch einseitige Rationalisierung eingesparten Kosten kehren durch die Hintertür zurück. Von klassischen Unternehmensberatern wird dies bei ihrer Strategieempfehlung nicht vorgerechnet. Kein Wunder, denn die Information vom Markt erreicht sie ja aufgrund der Pseudokommunikation überhaupt nicht.

Ich blicke auf den Krieg am Telefonmarkt, die Preisschlachten, den Kampf um Marktanteile, die Fixierung auf schnelle Zahlen… Ich sehe Menschen, die täglich entscheiden, mehr desselben zu tun, anstatt etwas anderes zu versuchen, anstatt eine Alternative zu den vermeintlichen Konkurrenten zu sein. Die Telefongesellschaften richten sich gegenseitig zugrunde, weil sie die Perversität der Maschinerie nicht durchschauen, sondern kontinuierlich auf die Spitze treiben. Das ist eine moderne Form von Krieg, die zwar keine Menschenleben mehr fordert, aber Arbeitsplätze, Arbeitsfreude, tolle Produkte, begeisterte Kunden u.v.m.

Man könnte dies für einen düsteren Artikel halten. Nein, ich bin froh. Ich bin froh, dass unsere menschliche Evolution bereits so weit fortgeschritten ist, dass wir in Mitteleuropa nur noch von solchen milden Formen des Krieges betroffen sind. Meine Vorfahren wurden noch zwischen den Mühlsteinen der zwei Weltkriege zerrieben. Ich strapaziere nur meine Nerven, aber andere verlieren aufgrund des unbeseelten Wirtschaftens ihren Arbeitsplatz. Der zugegebene Fortschritt ist also  kein Freibrief. Die Entwicklung unseres Bewusstseins als Kollektiv schreitet voran. Ich bin davon überzeugt, dass künftig die Unternehmen die Nase vorn haben werden, die sich für beseeltes Wirtschaften öffnen. Moderne Unternehmen, die das Herz in der Wirtschaft wieder neu entdecken, werden sich rasch und wohltuend von den alten Unternehmen abheben. Sie brauchen nur Mut, neue Wege zu wagen. Und dieser Mut kommt von Menschen. Von jedem einzelnen.

Simone Meller

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