Posted on 03 Dezember 2010. Tags: Anrufung, Antwort, Bewusstsein, Entscheidung, Erde, Erdung, Erfahrung, Erkenntnis, Freiheit, früh, Fuß, Gaia, Heilen, Herzensgespräch, Impuls, Inneres Kind, Intensivtherapie, Körpertherapie, Lauschen, lebendig, Öffnung, Schmerz, Sein, Stille, Verletzung, Wahl, Zeit
Wenn du früh verletzt wurdest und auf der Suche nach Heilung für das Unaussprechliche bist, dann kennst du vielleicht das Gefühl, nicht ganz da zu sein.
Eine bewundernswert tapfere Frau, die ich diese Woche im Rahmen einer Intensivtherapie begleitet habe, sagte in einem Herzensgespräch: “Ich weiß nicht, ob ich hier sein will, weil ich gar nicht weiß, wie es ist, hier zu sein!”- Daraufhin formte sich in mir der Impuls, sie anzuregen mit ihren Füßen Mutter Erde zu fragen, wie es ist, wirklich hier auf der Erde zu sein: “Bitte zeig es mir!” Die Antwort strömte in Form einer tief berührenden Erfahrung von Lebendigkeit ein, in der sie alles – auch das Schmerzliche – stärker fühlte. Damit war die Entscheidung, hier zu sein, zwar noch nicht gefallen. Aber nun wusste sie, worum es geht, und sie genoss ihre Freiheit. Ihre Freiheit, entscheiden zu können, ob sie hier sein möchte oder nicht.
Vielleicht magst auch du einen Moment still werden, mit deinen Füßen Mutter Erde fragen, wie es ist hier zu sein, und lauschend deine persönliche Antwort erfahren. Antwort kommt immer, wenn du dich öffnest und dir Zeit nimmst. Vielleicht spürst du ihr Einströmen sofort oder erst später. Anschließend weißt du, wie es ist, auf der Erde zu sein. Du entscheidest, ob du es willst.
Wenn es dir während dieser Selbsterfahrung schwer fallen sollte, bestimmte (schmerzliche) Gefühle auszuhalten, dann wende dich wieder vertrauensvoll an Mutter Erde: “Bitte zeig mir, wie es leichter wird.” Auch wenn du unsicher bist, ob eine bestimmte spirituelle Praxis oder der Umgang mit bestimmten Menschen gut für dich ist, kannst du mit deinen Füßen Mutter Erde nach deinem Weg fragen: “Zeige mir meinen Weg!”
Vielleicht magst du ein tiefes Mitgefühl für das früh verletzte Kind in dir entwickeln. Für dieses Kind ist es ein Wagnis, ganz auf der Erde zu sein. Es darf an deiner Hand ausprobieren, wie es ist, wieder mehr zu fühlen und sich mit allem von dir angenommen zu wissen.
Text: Simone Meller | Foto: Dieter Schütz, Pixelio
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Posted on 09 November 2010. Tags: Borderline, Ende, Feuer, früh, Frustration, Haut, Heilen, Lust, Persönlichkeit, Schmerz, Seele, Störung, Suizid, Trauma, Trost, Verletzung
Wenn die Seelenhaut heilt
kommt eine geborgene Zeit
Du wirst die Stille brechen
frei von Schmerzen sprechen
Auch für dich kommt der Tag
an dem verbrennt dein Sarg
Und in dem Feuer lodert Lust:
Ich will! Dein Ende vom Frust.
Simone Meller
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Posted on 02 Oktober 2010. Tags: Angst, Borderline, Dilemma, Dissoziation, Erde, Existenz, früh, Heilen, Interaktion, Kommunikation, Lernen, Persönlichkeit, Regression, Säugling, Schweigen, Störung, Trauma, Verletzung, Widerspruch, Wut
ich möchte lernen das echte sprechen
ich möchte lernen das schweigen zu brechen
ich möchte lernen mit menschen verbunden zu sein
ich möchte lernen auf der erde glücklich zu sein
ich möchte lernen in liebe zugewandt
ich möchte lernen an deiner hand!
ich habe angst sprechend zu brechen das schweigen
ich habe angst an mensch und erde gebunden zu sein
ich habe angst an deiner hand zu leiden
ich will liebe ich will heim!
wenn du mich anblickst schau ich fort
mein gefängnis ist hier an diesem ort
wenn du von mir gehst lauf ich dir nach
hörst du mich weinen wenn ich lach’
siehst du tiefer wenn ich wütend bin
erkennst du meiner handlungen sinn?
simone meller
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Posted on 03 Mai 2010. Tags: Abstumpfung, Baby, Beziehung, Beziehungsabbrüche, Chaos, Dualität, Eltern, Erde, Existenz, früh, Gefühlsausbruch, Heilen, Herz, Hölle, Kälte, Kind, Kommunikation, Leere, Liebe, Lust, Narzissmus, Säugling, Schmerz, Seele, Sehnsucht, Symptome, Tod, Ungewissheit, Verletzung, Vermischung, Verwirrung
Die beständige Liebe der eigenen Seele ist die erste Liebe beim Eintritt ins Leben. Das Erleben dieser tragenden Liebe vermischt sich mit der fremden Liebe, nämlich der der unzuverlässigen Liebe der Eltern. Es ist verwirrend: Beides fühlt sich nach Liebe an, doch so oft ist da Schmerz und Ungewissheit, ob die Liebe wieder kommt. Das Baby fürchtet den Schmerz, der zugleich als “gut” erlebt wird, weil er immerhin eine Antwort auf die eigene Existenz, die Sehnsucht nach Liebe ist.
Durch die Vermischung beider Lieben, die das Leben auf der Erde mit sich bringt, kann das Baby die eine Liebe nicht mehr von der anderen unterscheiden. Es adaptiert seinen “Begriff” von Liebe an sein Erleben “Liebe/Schmerz” und beginnt sein Herz zu schließen. Es will sterben. Es ist am tiefsten Punkt der Dualität angekommen, der Hölle auf Erden.
Der spätere Erwachsene versteht nicht, was mit ihm los ist: Chaos und Verwirrung prägen seinen Alltag. Die Kommunikation fällt schwer, ist anfällig für Missverständnisse. Typisch sind auch anhaltende Beziehungsschwierigkeiten bis hin zu -abbrüchen, diffuse Schmerzen bis hin zu Lust am Schmerz, innere Kälte im Wechsel mit Gefühlsausbrüchen, dann wieder Leere, Abgestumpftheit und Todeswünsche. Am nächsten Tag ist plötzlich alles prima, bis der nächste Einbruch folgt.
Wie kann ihn sein Umfeld verstehen, wenn er nicht einmal sich selbst versteht? Während er allen Verpflichtungen und Verantwortungen eines erwachsenen Daseins unterliegt, schmort sein Säugling noch in der Hölle.
Alle genanntenn Symptome und viele mehr sind ein einziger Schrei des kleinen hilflosen Wesens:
W a n n h o l s t d u m i c h e n d l i c h h i e r r a u s ?
Simone Meller
Foto: unopaella/Pixelio
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