Posted on 31 Januar 2011.
1. das wort des freien herzens
achtet jede grenze und ist grenzenlos zugleich
denn es wurzelt im ewigen wandel des wortlosen seins
2. das wort des abhängigen herzens
missachtet grenzen und sucht die anerkennung
denn es ist haltlos im ewigen wandel des verkannten seins
3. das wort des freien herzens
entspricht dem archetyp des göttlichen kindes
und damit der einheit von feminin und maskulin von yin und yang
4. das wort des abhängigen herzens
entspricht dem archetyp des verletzten kindes
und damit seiner verlassenheit durch mann und frau
5. das wort des freien herzens
entsteht aus der transformation des verletzten kindes
aus der heilung von mann und frau hin zum göttlichen kind
6. das wort des freien herzens
entspringt der selbstklärung eines erwachsenen menschen
der seine verantwortung nicht delegiert und keine fremde verantwortung übernimmt
7. das wort des freien herzens
lässt sich geduldig auf alle realitäten ein
denn weder verliert es seine energie im anderen noch folgt es fremder energie
8. das wort des freien herzens
entspringt der vereinigung von agape und eros
diese herzenslust entspricht dem archetyp der erotikblüte
9. das wort des freien herzens
grenzenlos und verwurzelt zugleich
entspricht den chakren von den sohlen bis zum scheitel vereinigt in einem punkt
10. das wort des freien herzens
ist wechselnder ausdruck lebendiger dualität
ohne polarität zu verstärken und ohne zur einheit zu zwingen
11. das wort des freien herzens
entspringt zwischen ich und du sowie zwischen leib und seele
es ist die zeitliche bewegung des sich ausdehnenden geistes im multidimensionalen raum
12. das wort des freien herzens ist leicht
das wort des abhängigen herzens ist schwer
traurig stimmende begegnung ruft neu zu klären das eigene herz
simone meller
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Posted on 25 Januar 2011.
ich schaute dem löwen fest in die augen
und sagte mehrmals eindringlich:
ich vertraue dir
ich vertraue dir
ich vertraue dir
da geschah etwas mit seinen augen
sie wurden groß weit hell und menschlich
der löwe ging und ich tat was zu tun war
text: simone meller | foto: rosemarie spies, pixelio
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Posted on 03 Januar 2011.
GIB MIR DEN ANBLICK DEINES SEINS, O WELT…
Den Sinnenschein laß langsam mich durchdringen…
So wie ein Haus sich nach und nach erhellt,
bis es des Tages Strahlen ganz durchschwingen -
und so wie wenn dies Haus dem Himmelsglanz
noch Dach und Wand zum Opfer könnte bringen -
daß es zuletzt, von goldner Fülle ganz
durchströmt, als wie ein Geisterbauwerk stände,
gleich einer geistdurchleuteten Monstranz:
So möchte auch die Starrheit meiner Wände
sich lösen, dass dein volles Sein in mein,
mein volles Sein in dein Sein Einlaß fände -
und so sich rein vereinte Sein mit Sein.
Christian Morgenstern
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