Tag Archive | "Feind"

Transformation von Religion


Ich nahm gestern abend alle Religionen der Welt in mein Herz, blickte himmelwärts und spürte, was in meinem Innersten geschah.

Nach und nach schaue ich die Filme, die sich mir innerlich zeigen, nehme daraus erwachsende Erkenntnis wiederum in mein Herz.

Erkenntnis entsteht nicht durch Worte, sondern nur durch Erfahrung. Worte sind Ordnungshelfer, um die Vielfalt von Erfahrungen zu sortieren.

Frieden beginnt in absichtsloser Begegnung.

Frieden beginnt hier und jetzt, wenn ich in mir selbst ruhe.

Dieses Selbst, in dem ich ruhe, ist mal kleiner, mal größer. Wichtiger als das Ausmaß der damit bezeichneten Bewusstseinsweite ist, dass ich in mir selbst RUHE.

Ruhe ich in mir selbst, genüge ich mir selbst. Ich brauche keine Bestätigung durch Menschen, Geistwesen und Umstände. Ich brauche keine Verbündeten, keine Feindbilder und kein Idol. Weder muss ich siegen noch verlieren, denn ich ruhe in mir selbst.

Ich bin weiterhin all meine Überzeugungen und Gefühle und stehe zu meinem derzeitigen Sein. Ich bewahre meine IDENTITÄT (die je nach Bewusstseinsweite mal mehr, mal weniger Seins-Aspekte integriert), allerdings ohne die Absicht, andere zu verändern. Denn ich vertraue, dass aus dieser freien Begegnung heraus mein, dein, unser Wachstum in völliger Leichtigkeit geschieht (s. Miteinander sein)

Einheitsbewusstsein kann nicht gemacht, sondern nur durch inneren Frieden erreicht werden. Der äußere Frieden folgt uns, denn er ist das Spiegelbild unseres Bewusstseins.

Würde in diesem Moment jeder Mensch auf der Welt in sich ruhen, wären augenblicklich sämtliche Kriege und Konflikte beendet.

Manchmal falle ich aus dieser Ruhe heraus und fühle den Unterschied. Ich erinnere mich und kehre zu mir selbst zurück.

Simone Meller

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Wenn Karma zergeht


Dem ockerfarbenen Muskat meiner Spinatnudeln nachschmeckend
leuchtet der Himmel plötzlich im zart glühenden Rot
Unbeirrt weht der Ostwind
der Fluss fließt gen Meer
Eric Clapton singt Let it grow, let it blossom, let it flow
Plötzlich verstehe ich dich, meinen Feind
Ich muss dich nicht mehr töten
Plant your love and let it grow
Kann mit dir tanzen durch die Polaritäten
in spiralförmigen Kreisen auf oder auch ab
Alles ist anders
Es zieht mich hinauf
Welch Wunder nach tausenden von Jahren
Gefühlt leichter als getan
Was heißt das für meinen nächsten Schritt
Karma zergeht wie Muskat im fließenden Fluss
treibt mit den Eisschollen gen Meer
Möwen lachen am eisblauen Himmel
Die Sonne strahlt unbeirrt
schickt ihre Wärme in die Kälte
Plant your love and let it grow
Let it grow, let it blossom, let it flow

Text: Simone Meller
Kursivtext: aus Eric Clapton: “Let it grow”
Foto: Pixelio, Rike
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Soldat, ich ehre dein tapferes Herz


Soldat, ich ehre dein tapferes Herz
und fühle deinen stillen Schmerz.
In dir erklingt ein einsames Lied
das sich durch die Jahrtausende zieht.

Ich war Geliebte, dein Feind und vieles mehr
darum rührt mich dein Schicksal so sehr.
Ich hab’ gezielt und oft geschossen,
getroffen und Tränen vergossen.

Die sterbende Hand in Erde gekrallt
wenn unerhört mein Schrei verhallt.
Gerettet die Mütter und ihre Kinder,
verhungert, erfroren im bitteren Winter.

Soldat, ich trommle dir ein zärtliches Lied
das dich in and’re, neue Leben zieht.
Spüre dein Herz, auch wenn es Leid dir klagt.
Wisse, ich singe dein Lied ganz unverzagt.

Sei sicher, es wendet sich die Zeit
nach einst gewählter Ewigkeit.
Ich singe dein Lied immer weiter
bis es uns alle erfüllt – laut und heiter.

Sterben auch Menschen von deiner Hand,
wird deine Seele in Liebe neu erkannt.
Lieber Soldat, du bist nicht allein,
fühl’ dich umarmt von unserem Sein.

Simone Meller
Foto: Pixelio, Thomas Max Müller
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