Posted on 14 April 2010. Tags: Abhängigkeit, Aha-Erlebnis, Anspruch, Demut, Erde, Erinnerung, Erwartung, falsch, Geburt, heim, Herz, Hier & Jetzt, Himmel, Impuls, Konflikt, kosmische Gesetze, Liebe, Lust, Menschenspiel, Resonanz, richtig, Schatten, Schmerz, Sein, Spiegelung, Stimmigkeit, Ungerechtigkeit, Vertrauen, wahres Selbst
Wenn ich meinem wahren Selbst vertraue, das sich von Augenblick zu Augenblick wandelt, bin ich nicht mehr davon abhängig, ob ich richtig oder falsch behandelt werde. Ich kann jeden Anspruch, jede Erwartung an den anderen loslassen und den freien Strom von Liebe fühlen. Mein wahres Sein nimmt jeden stimmigen Impuls auf und weist Unstimmigkeit zurück. Die Zurückweisung funktioniert nur begrenzt, dient der Geburt eines Aha-Erlebnisses. Denn die an mich herangetragene Unstimmigkeit steht in Resonanz mit meinem Schatten. Sie spiegelt mir eine vergessene oder noch nicht vollständig erlöste, aber einst erlittene Ungerechtigkeit. Nicht der andere kann Wiedergutmachung leisten, sondern nur ich allein. Siehe auch:
Ich nehme das einstige Unrecht, meinen Schmerz und den Boten der Erinnerung (den Träger der aktuellen Unstimmigkeit) in mein Herz und schaue himmelwärts. Von dort kommt das Thema erneut und gewandelt auf die Erde und ich spiele meine Spiele noch etwas demütiger und lustvoller weiter.
Mein wahres Selbst führt mich heim in das große eine Sein.
Simone Meller
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Posted on 07 April 2010. Tags: Abwertung, Akzeptanz, Anhänger, autoritär, Bedürfnis, Begegnung, Bibel, Deutschland, Dogma, Entwicklung, Erfahrung, falsch, Fernsehen, gesund, göttlich, Hand, heim, Herz, Idealisierung, Ignoranz, Kollektiv, konkretistisch, Kreationismus, Kritik, Liebe, Loslassen, Macht, Machthierarchie, Menschenspiel, Mitte, Nein, Neues Bewusstsein, Orientierung, persönlich, prärational, Psychologie, Regression, richtig, Schule, Sein, Sicherheit, Spiritualität, Statement, Strömung, Teilkollektiv, transrational, USA, Vertrauen, Werteabwägung, wissenschaftsfeindlich, Wünsche
Ich sah einen Fernsehbericht über den Kreationismus (s. Wikipedia). Demnach sollen 45% der US-Amerikaner und 15% der Deutschen Anhänger dieser Strömung sein, die wissenschaftsfeindlich eine konkretistische Auslegung der Bibeltexte dogmatisiert. Sogar in Schulen wird diese Denke bereits gelehrt. Dahinter steht ein Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit, der Wunsch nach etwas, das über allem steht und klar sagt: “Das ist richtig, das ist falsch. Das will Gott, das will er nicht.”
Der Kreationismus ist ein Beispiel dafür, wie ein Zurückfallen in die Prärationalität persönliche und spirituelle Entwicklung hemmt (s. Transrationalität ist ein Tor). Anstatt das Wagnis eigener Erfahrungen und Werteabwägungen einzugehen, bleiben die Anhänger des Kreationismus im regressiven Bedürfnis nach einer autoritären Macht verhaftet (s. Punkt 1 Pilzsuche im psycho-spirituellen (Esoterik-)Wald).
So bedenklich mir diese Entwicklung aus psychologischer Perspektive erscheint, darf diese Spielart aus Sicht des Seins natürlich sein.
Ich persönlich sage “Nein” zum Kreationismus und akzeptiere auf Seins-Ebene seine Existenz (s. Was Nein-Sagen bedeutet). Sie ist der Ausdruck eines Teilkollektivs, das sich auf seinen eigenen Weg nach Hause macht.
Auch ich habe mich einst auf meinen Weg gemacht und jede Information ignoriert, die noch nicht zu meinem Sein passte (s. Entwicklung von Neuem Bewusstsein). Auch ich habe die Spiele der Idealisierung und Entwertung gespielt und schrittweise zu einer gesunden Mitte gefunden.
Wenn Menschen Spiele spielen, die nicht mehr meine Spiele sind, bleibt mir nur, ihnen im Herzen die Hand zu halten. Ich lasse los und bleibe offen für Neubegegnung zur rechten Zeit. Es ist Liebe, die bleibt.
Simone Meller
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