Posted on 05 November 2010. Tags: Ethik, Fragen, Gerechtigkeit, Kriminalität, Schatten, Selbstjustiz, Selbstreflexion, Ungerechtigkeit
Was ist Kriminialität?
Was bezeichnen wir mit ihr?
Wo beginnt Kriminialität?
Worauf verweist sie?
Was erlöst sie?
Was ist Selbstjustiz?
Wo beginnt sie?
Worauf verweist sie?
Wann stimmen wir ihr (heimlich) zu?
Wann lehnen wir sie ab?
Simone Meller
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Posted on 01 Juni 2010. Tags: Abenteuerland, Anschauung, Arbeit, Aufklärung, Auftrag, Ausdruck, Bezogenheit, Biografie, Blog, Danke, Eigensinn, Erfahrung, Erfolg, Esoterik, Essenz, Ethik, Fließen, Form, formlos, Geborgenheit, Gefühl, heim, heimatlos, Herz, Ich bin, Integration, Klarheit, Kraft, Kunde, laut, Lernen, Leser, Methoden, Mystik, Orientierung, Pioniere, Position, Resonanz, Schatten, Sein, Selbstverwirklichung, Spiritualität, Sprache, Stille, Transformation, Transzendenz, Verstand, Vertrauen, Wahrheit, Wandel, Werteabwägung
Meine Biografie ist die Geschichte einer Heimatlosen, die mit Müh’ und Not lernte, in der Heimatlosigkeit zu Hause zu sein, und letztlich die Liebe in der Formlosigkeit entdeckte. Den einen zu intellektuell, den anderen zu gefühlsbetont. Wiederum anderen zu esoterisch oder zu aufgeklärt. Der Methode nicht treu genug und zu sehr den eigenen Werten verpflichtet. Jedenfalls immer zu eigensinnig, wenn auch stets erfolgreich auf ungewohnten Pfaden.
Dies alles niemals wählend, sondern einfach nicht anders könnend, als ich selbst zu sein. Erst später lernte ich darin die Figur der Selbstverwirklichung zu erkennen. Ich folgte meinem wandelnden Ich-bin durch die Vielfalt der Bezogenheit und fand Geborgenheit im mystischen Raum, im wechselnden Tanz von Selbsterfahrung und (sprachlichem) Ausdruck.
Zwischen allen Stühlen folge ich unablässig der Wahrheit meines Herzens, ertrage die immer kürzer werdende Halbwertzeit meiner Texte, wissend dass ohne den einen nicht der andere entstehen würde. Jeder Text entspringt der Klarheit, die Zug für Zug in meiner täglichen (Schatten-)Arbeit mit mir und anderen entsteht, und fließt an nächster Stelle wieder dort ein. Während ich mit Menschen und Situationen fließe, werde ich eine andere. Ich gebe mich meinen Aufträgen hin und empfange über die Bezahlung hinaus eine Begegnung, die mich wandelt. So webe ich zwischen meinen Terminen einen Mantel aus Sprache, den ich mit dem Unbekannten teile.
Er ist ein echtes Patchwork, jeder der mein Leben berührte, hat Anteil an ihm, empfängt meinen Dank. Dieser Mantel aus Sprache ist nichts als eine Hülle für das Erfahrene und das zu Erfahrene. Er ist eine Form in beständiger Wandlung, und seine länger werdender Schleppe zeugt vom eingeströmten Bruchteil der überwältigenden Essenz. Obwohl die Zahl der veröffentlichten Texte manchmal rasant steigt, vermehrt sich numerisch auch das nicht Gesagte. Ich sehe ab vom Veröffentlichen weißer Blätter, doch strömt durch mein offenes Herz mehr als mir Worte gegeben sind. Immer öfter ergebe ich mich dem Anschaubaren in meiner Erfahrung, dessen Kraft mich und meine Kunden in stiller Weise zu neuen Ufern trägt. Immer schwingt es sanft zurück, so wie auch das Unbekannte, dem ich mich bloggend anvertraue.
So ist dieser Blog ein Ort, an dem ich Einblicke gewähre in mein mystisches Abenteuerland und Ausblicke auf mein integrierendes Verstehen. In der Aneinanderreihung meiner Texte zeige ich mich als eine Lernende und Reisende, aber auch als eine, die auf ihre Werte achtet und bei aller Offenheit um eine balancierte Darstellung bemüht ist. Mir geht es um das Erzählen vom Möglichen, um die Einordnung des Schrecklichen und die Transformation zum Herrlichen.
Ich will mit meinen transzendenten Erfahrungen nicht wie mit Trophäen winken, denn es geht nicht um den vermeintlichen Glanz, sondern um die still gelebte Integration im Alltäglichen. Zugleich bedarf es in einer Welt, in der die spirituelle Szene boomt, auch einer öffentlichen Positionierung und des Angebots von Orientierung. Doch obwohl ich deshalb seit 2009 in meiner Stille immer lauter werde, bleibt vieles noch in einem Raum der Andeutung, den ich nach individuellen Bedarf und ethischer Abwägung im persönlichen Kontakt gerne erhelle. Ich freue mich über die Resonanzen meiner Leserinnen und das Vertrauen meiner Kunden. Es sind Geschenke, die mich berühren und inspirieren.
Simone Meller
Foto: Silke Theidel
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Posted on 30 April 2010. Tags: Ahriman, Authentizität, Ego, Erde, Ethik, extrem, Hier & Jetzt, Hingabe, Khalil Gibran, Konzept, Leben, Mitte, Moral, Pendel, Ping Pong, Satan, schwingen, Sein, Skepsis, Teufel, wahres Selbst, Werteabwägung
Ich bin skeptisch bei Sätzen wie diesen:
“Ich führe ego-freie Beratungsgespräche”
“Ich handle befreit von Moral und Ethik”
“Ich mache mich völlig frei von Konzepten”
Denn ich nehme dabei wahr:
Das Pendel ist von einem Extrem (“Engstirnigkeit”) nur in ein anderes Extrem (“Großspurigkeit”) geschwungen. Ich sehe diese Menschen scheinbar befreit von irdischer Mühsal (“nackig”) mit dem Rücken (“aus dem Blick”) vor unbewältigten Transformationsaufgaben (“Kleiderhaufen im Schatten”) stehen.
Eine Anti-Haltung, so subtil sie auch daher kommen mag, schwingt niemals höher als das, was sie zu überwinden glaubt. In energetischen Bildern ausgedrückt spielen sich Satan und Ahriman zwischen den beiden teuflischen Extrempolen den Ball zu.
Oben ist nicht besser als unten. Oben wie unten wird das Leben verneint. Sowohl das überschießende als auch das unterdrückende Extrem entstehen, wenn man versucht, anders als man selbst zu sein.
Die Schwingung erhöht sich erst in der gesunden Mitte, die hier und jetzt stets aufs Neue entsteht:
Wenn ich authentisch das bin, was ich gerade bin, bin ich in der Mitte. Mit Ego, mit Wertvorstellungen, mit Konzepten etc. in der gerade aktuellen Form. Ich vertraue dem beständigen Wandel der Form, während ich zu der Form stehe, die ich gerade bin.
Fazit:
Ich vertraue dem Wandel der Form, aber nicht der Person, die die Formwandlung hinter sich wähnt. Denn auch dieser Selbstausdruck ist nur eine Form der Essenz auf dem Weg nach Hause.
Ich bejahe das Leben auf der Erde und gebe mich hin mit den Worten Khalil Gibrans:
Zu geben, um leben zu dürfen,
denn zurückhalten, heißt zugrunde gehen.
Siehe auch: Hingabe an das Leben
Simone Meller
Foto: Pixelio, Renate Franke
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Posted on 14 März 2010. Tags: auslachen, Chance, Demütigung, Ethik, Freunde, Kreativität, Kritik, Logik, Mobbing, Philosophie, Polarität, Projekt, Qual, Schule, Selbstverwirklichung, Talente, Überzeugung
Ich bin in der Schule ausgelacht, gedemütigt und gemobbt worden. Anlässe gab es viele: meine damals weißblonden Haare, meine helle Haut, meine Sommersprossen, meine Kleidung, meine Intelligenz, meine Emotionalität. Zugleich war die Schule der Ort, wo ich mein Elternhaus kritisch hinterfragen konnte, wo ich neue Einflüsse kennenlernte, meine Talente erfahren und ausbauen konnte und wo ich Freunde fand.
Damals gab es noch kein Internet, geschweige denn Blogs, also schrieb ich in den Pause Gedichte an die Tafel. Ich gründete eine Schülerzeitung und engagierte mich in sozialen und politischen Projekten. Ich hatte Freude an Logik und ließ in den sprachlichen Fächern meiner Kreativität freien Lauf. Oft teilten die Lehrer meine dargelegten Überzeugungen nicht, aber aufgrund meiner Stringenz erteilten sie mir dennoch sehr gute Noten. Ich liebte Ethik und Philosphie und danke den Lehrern, die mir zeigten, dass das alles bereits in mir steckte.
Nein, ich sehne keinen einzigen Tag zurück. Aber ich möchte auch keinen einzigen Tag meiner Schullaufbahn missen.
Simone Meller
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