Posted on 16 September 2010. Tags: Agenda, Angestellte, Antwort, Arbeit, Coaching, Erscheinung, Führung, Hektik, Hetze, Lauschen, Organisation, Selbstaufgabe, Selbstmanagement, Selbstverwirklichung, Stille, Stress, Überlastung, weise, Wirtschaft
Wenn ich mich gehetzt fühle, so liegt das immer daran, dass ich gerade etwas anderes tue, als ich tun sollte. Das “sollte” bezieht sich dabei nicht auf eine äußere Norm. Vielmehr gibt es in mir eine weise Führung, die alles Notwendige in spielerischer Leichtigkeit zu realisieren weiß – wenn ich ihr folge.
Wenn ich mich gehetzt fühlte, so ist das also immer ein Zeichen dafür, dass ich mich dieser inneren Führung gerade widersetze. Ich stelle ein scheinbares Müssen (“Aber ich muss doch jetzt diese Aufgabe erledigen!”) über das mögliche Sollen (“Jetzt will diese Aufgabe erledigt werden…”). Dabei ist beides nur ein “Können”. Zwei Varianten meines Seins, zwischen denen ich auch und gerade bei der Arbeit wählen darf.
Auch wenn du angestellt bist, einen Chef und eine volle Agenda hast, kannst du JETZT still werden. Setze deinen Fokus auf dein Herz, die bedingungslose Liebe, deinen Atem etc. und erlausche, was jetzt wirklich dran ist. Tue es sofort und beobachte, was geschieht. Und wenn du dann wissen willst, was als nächstes zu tun ist, wirst du wieder still und lauschst nach innen, wo es auch für dich einen weisen Plan gibt. Und wenn du nicht weißt, wie du etwaige Abänderungen deinem Vorgesetzen oder Kunden erklären sollst, dann werde still und lausche deinem inneren Vorschlag. Für alles gibt es eine Antwort in dir. Diese Antworten stetig zu empfangen und durch dein Handeln fortlaufend zu realisieren, das nenne ich Selbstverwirklichung.
Sollte dir die Wahrnehmung und/oder das Befolgen deiner inneren Führung Schwierigkeiten bereiten, unterstütze ich dich gerne in einem (Telefon-)Coaching oder – wenn ihr mehrere seid – auch bei einem Gruppencoaching in deiner Stadt.
Simone Meller
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Posted on 04 Juli 2010. Tags: Absolute, Alles & Nichts, Allgegenwart, Anhaftung, Anschauung, Atheismus, Dualität, Erleuchtung, Erscheinung, Evolution, Ewigkeit, Geist, Gewahrsein, göttlich, Herausforderung, Ideal, Identifikation, Illusion, infantil, Leben, manifestieren, Neues Bewusstsein, Nondualität, pur, Quelle, Raum, Setzung, Spiritualität, Welt, Weltflucht, Zeit, Zustand
Ich setze nicht den erfahrbaren Zustand der Nondualität als absolut, sondern das hinter allen erfahrbaren Zuständen unmanifestierte Gewahrsein. Ob man das nun Quelle, Nichts, Ewigkeit oder Gott oder noch anders nennt, ist eine Frage des augenblicklichen Geschmacks und bei mir sehr oft auch eine Angelegenheit der Grammatik (“göttlich” geht leichter als “quellig”).
Die Kunst des spirituellen Weges scheint mir die zu sein, sich von keinem Zustand vereinnahmen zu lassen, also weder vom Streit noch einem Kratzer am Auto noch von nondualen Erfahrungen (s. Spiritueller Alltag: Ausdehnung von Erleuchtung). Göttlich (“quellig”) sind alle drei genannten Zustände, die als Beispiel für unendlich viele dienen. Ein Zustand ist sehr leicht daran zu erkennen, dass er Anfang und Ende hat. Er kommt, ist und geht vorüber. Er ist ein abgrenzbares Ereignis in Zeit und Raum. Verschiedene Zustände erhellen einander.
Alles, was mir erscheint (einschließlich der vielfältigen geistigen Welt), verschwindet auch wieder. Das einzige, für das dies nicht gilt, ist das unmanifestierte Gewahrsein. Es ist das, was ewig ist.
Die Herausforderung der Bewusstseinsevolution besteht also in einer Gratwanderung zwischen zwei Polen. Der eine Pol ist die Verhaftung in einem personifizierten oder anderweitig dualem Gottesbild, der andere Pol ist die Identifikation mit einem vergegenständlichten nondualen Zustand (s. Erleuchtungsfalle: Identifikation mit dem Nichts).
Wenn ich von dieser Herausforderung der Bewusstseinsevolution schreibe, so impliziert das keinesfalls, dass ein personifiziertes oder vergegenständlichtes Gottesbild weniger göttlich wäre. Jede Manifestitation einschließlich des atheistischen Erlebens entspringt derselben Quelle. Deshalb ist das zwanghafte Niederreißen des illusionären Schleiers genauso wenig erleuchtend wie die infantile Anbetung singulärer Manifestationen. Wiederum sind beide Strebungen derselben Quelle entsprungen und genauso göttlich wie alles andere. Es sind eben auch nur Zustände.
Das einzige, was ohne Zustand ist, ist das unmanifestierte Gewahrsein. So verstehe ich meinen Entwicklungsweg als einen der permanenten Gewahrwerdung. Mit der “Permanz” verweise ich auf das über Zustände hinausgehende und mit der “Werdung” auf das den Zuständen noch anheim gegeben sein. Zugleich wissend, dass ich das “Angestrebte” (hilflose Sprache!) bereits bin.
Gewahrsein bedeutet weder Anhaftung noch deren Gegenteil im Form von Weltflucht. Gewahrsein ist kein anstrebbares Ideal, denn damit wäre es wieder Zustand. Reines Gewahrsein ist das unmanifestiert Absolute, das die manifestierten Zustände schaut. Anschauung pur.
So schaue ich jetzt…
… und lebe zugleich saftig weiter, denn sonst würde das Schauen unmöglich.
Ohne Manifestation gibt es nichts zu schauen.
Das meint mein Reden vom Nichts. Doch muss ich nicht davon reden, um mir der Welt gewahrzusein.
Simone Meller
Foto: Albrecht E. Arnold, Pixelio
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Posted on 12 Juni 2010. Tags: Abenteuer, Ausdruck, Beobachten, Biografie, Erlösung, Erscheinung, Erwachen, Ewigkeit, Geist, Gewahrsein, Materie, Menschenspiel, Mystik, Perspektive, Phänomen, Realität, Staunen, Ursprung, Wahl, Welt
Kein mystisches Abenteuer ist ungeheuerlicher als ein Nagel in einer Wand. Keine Erscheinung der geistigen Welt ist unglaublicher als ein Flugzeug in der Luft. Kein Erwachungserlebnis ist schillernder als ein gelungenes Experiment im Labor.
Ich sehe nichts als verschiedene Realitäten ein und desselben Ursprungs.
Weder bete ich die Materie an, noch sehe ich mich determiniert durch eine geistige Welt. Ich staune einfach über eine Welt, deren geistige und materielle Phänomene gemeinsamen Ursprungs sind.
Mehr und mehr falle ich in das Staunen eines unverletzten Kindes.
Und ich staune, wie selbstverständlich dies nach einer schweren Biografie und deren Erlösung (» mehr) möglich ist.
Ich staune, wie ich mir meine Realitäten wählen darf. Und du dir deine. Wie wir uns treffen und verfehlen.
Ist unsere Erde nicht ein unglaublicher Spielplatz? So viel Raum für alle möglichen Spiele! Und das Tolle daran ist, dass sich immer nur die begegnen, die an einem gemeinsamen Spiel teilhaben. Die anderen kommen sich nicht in die Quere oder wissen vielleicht nicht einmal von einander. Zugleich ist alles nur vielfacher Ausdruck eines gemeinsamen Ursprungs. So ein großer Abenteuerspielplatz für alle, wie wundervoll ist das denn!?
Ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Wie erstaunlich…
Im ewigen Gewahrsein beobachte ich: Simone staunt und staunt…
Simone Meller
Foto: Martina Taylor/Pixelio.de
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Posted on 03 Juni 2010. Tags: achtsam, Adamus St. Germain, Alles & Nichts, Allgegenwart, Alltag, Angst, Annahme, Anschauung, Antwort, Atheismus, Atmen, Ausdehnung, Begriff, Bereitschaft, Bezeichnung, Beziehung, Bezogenheit, Buddha, Dualität, Ego, Einheit, Einlassen, Elfen, Erkenntnis, Erleuchtung, Ernsthaftigkeit, Erscheinung, Essenz, Form, Gefäß, Geschenk, Gnade, göttlich, Ich, Ich bin, Jeshua, Jesus Christus, Körper, Kosmos, Kuthumi, Leben, Licht, Liebe, linear, Logik, Loslassen, Menschenspiel, Mohammed, Müll, Neues Bewusstsein, Öko-Markt, Orgasmus, Quelle, Raum, Schatten, Schein, Schmerz, Schneider, Sein, Sexualität, Sophia, Spiegelung, Spiritualität, Teufel, Tiefe, Tod, Transformation, unendlich, Verstand, Wandel, Widerspruch, Zeit, Zynismus
“Ich” sehe “mich” und “die Quelle” als zwei sich gegenüber stehende Spiegel, zwischen denen sich eine unendliche Zahl an Spiegelbildern ergibt. Diese innere Bilderreihe umfasst alle lichtvollen und finsteren Erscheinungen, alle möglichen Spielarten des Lebens. Jedes Spiegelbild ist eine Variante des Seins. Jeder Augen-Blick ist ein gewähltes Spiegelbild.
Dieses vor Monaten aufblitzende Bild der unendlichen Spiegelungen ist ein Erkenntnisgefäß, in dem ich als erfahrende Simone alle Erlebnisse, Erscheinungen und Verwirrungen bergen kann. Diese unendlichen Spiegelungen umfassen alle Krankheiten, alle Schmerzen, alle wunderbaren Erfahrungen von Liebe, alle Erlebnisse von Dualität und Einheit. Sie umfassen die Reiche Gottes und die Reiche des Teufels, die Existenzen Jeshuas, Mohammeds und Buddhas genauso wie die der Atheisten, Agnostikerinnen und Nihilisten.
Alles, was erscheint, entspringt dem Nichts und kehrt auch wieder dorthin zurück. Das einzig Beständige ist das Nichts, das vorübergehend als Alles erscheint. Das Nichts ist nicht gegenständlich zu sehen, die oben beschriebene bildhafte Erkenntnis ist loszulassen. Sie ist nichts weiter als eine Bezeichnung, als eine Spiegelung in der unendliche Reihe, die es nicht gibt.
“Ich” erlebe “mich” als etwas auf “mich” Schauendes und über “mich” Sprechendes, als etwas Weises und Wissendes, das viele Drehbücher kennt. Mal höre ich “mich” daraus vorlesen, mal erlebe “ich” mich darin agierend. – Schwer zu beschreiben. Viele andere formulieren in ihren Worten ähnliches. Wir spielen uns unsere Bezeichnungen zu, finden in ihrer Vielfalt eine Bestätigung des Unfassbaren. Kein Gefäß taugt für unsere Essenz, doch in jedem Gefäß leuchtet sie auf. Wir sind es, die von Form zu Form anders erscheinen, um uns selbst zu demonstrieren, was wir wirklich sind.
In der konkreten Erfahrung ist das hier Angerissene mühelos und leicht anzuschauen. So auch in der spontanen lyrischen Beschreibung. Erst in der verstandesmäßigen Darlegung mit begrenzten Begriffen wird es schwerfällig und mühsam. Zeit und Raum erfordern eine lineare Anordnung, ein Nacheinander der Gedanken und Erfahrungen. So sehr ich mich um logische Nachvollziehbarkeit bemühe, widerspricht ein Satz dem nächsten.
Soll ich nun keine Sätze mehr sprechen, keine Coachings mehr geben, mich nicht mehr streiten oder meiner Sexualität entsagen? Dem Leid zynisch begegnen, weil es das ja überhaupt nicht gibt? Mich nicht auf Beziehungen einlassen, weil es uns alle nicht gibt? Genau das meint Erleuchtung nicht. Schaue ich, wohin mich meine Erfahrungen und Erlebnisse lenken, so geht es um die kontinuierliche Ausdehnung der Erleuchtung auf alle erfahrbaren Zustände unseres Daseins.
Der kosmische Orgasmus, der Bettler am Straßenrand, die kristalline Maximalkörpererfahrung, die versäumte Steuerklärung, die weiche Ewigkeit, der wegzubringende Müll, die sanfte Liebe Jeshuas, der abgestorbene Lorbeerbaum im Garten, das unbändige Lachen, die fassunglose Trauer etc. – das alles und alles weitere sind nichts als mögliche Zustände einer sich selbst erfahrenden Quelle. Jeder dieser Zustände ist Sein, ist eine Spiegelung aus der unendlichen Bilderreihe. Da tauchen Kuthumi und Elfen, Sophia und St. Germain genauso auf wie der Schneider, der meine Hose kürzt statt sie zu verlängern, und die über mein versehentliches Vordrängeln erboste Frau auf dem Öko-Markt.
Zwischen den beiden Spiegeln erscheint eine unendlich illustre Welt, die jedem das Seine schenkt. Da ist das Geschenk genauo Gnade wie die Erfahrung des Dahinterschauens. Wer schaut? Auch mit dieser rhetorischen Frage könnte ich alle hier vorgebrachten Gedanken zusammenfassen.
Ich begreife Erleuchtung zunehmend als die Fähigkeit oder besser: die Bereitschaft, sich auf jeden Moment vollständig einzulassen, während er gleichzeitig losgelassen wird. Es bedeutet, sich selbst als eine augenblicklich manifestierte Spielart des Einen zu sehen, ohne deshalb auf Bezogenheit, Tiefe und Ernsthaftigkeit der jeweiligen Erfahrung zu verzichten. Es bedeutet permanente Achtsamkeit für die inneren Abläufe. Jeder alltägliche (Interaktions-) Schritt will im Neuen Bewusstsein gesehen werden, dass er nichts ist als eine vorübergehende Erscheinung und doch so wichtig dem Ganzen.
Oft gelingt mir diese Kunst, und sehr, sehr oft gelingt sie mir noch nicht. Ich erkenne darin meine Angst vor Kontrollverlust, Angst vor dem Unbekannten. Auch diese Angst ist nichts als eine Erscheinung der Spiegelbildreihe. Ich erleuchte diese Erfahrung der Angst, indem ich sie bedingungslos annehme, zugleich wissend, dass es eine illusionäre Selbsterfahrung ist. Es geht darum, um das Spiel zu wissen und es zugleich ernst zu nehmen. Es geht darum, das dem Tod anheim gegebene zu leben. Die Angst verschwindet aus der gewandelten Situation und kehrt wieder in die neu zu wandelnde Situation. Weder schneide ich die Angst noch meine Trauer über das Verschwinden der Welt aus meinem menschlichen Leben, sondern lebe sie als das, was sie sind, Spiegelungen meiner selbst.
Ich bin unzufrieden über meine hinterher hinkenden Worte, zweifle an der Verständlichkeit, ja an der Möglichkeit des Kommunizierbaren, wie viel leichter entsteht ein zierliches Gedicht. Auch das ist eine Erfahrung, die um Erleuchtung bittet, die angenommen und losgelassen sein will. Dieses Annehmen und Loslassen entspricht dem Einatmen und Ausatmen. Während ich danach frage, was uns atmet, finde ich die Antwort in mir, einer sich beständig wandelnden Form für das Eine. Was ich auch bin von Moment zu Moment, immer nur finde ich das zu Suchende in mir. Ich bin es, wenn ich mit zerzausten Haaren und fleckiger Hose den Herd schrubbe. Ich bin es, wenn ich nicht verstehe, was du mir sagen willst. Ich bin es, wenn wir uns ohne Worte verstehen. Ich bin meine Antwort, so wie du deine Antwort bist, so wie wir eine Antwort auf das Eine sind, so wie wir alle nicht sind und doch sind, was wir sind.
Simone Meller
Foto: Henning Hraban Ramm/Pixelio
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