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Abgetriebene und verlorene Kinder annehmen


Frauen schulden ihren abgetriebenen oder verlorenen Kindern nichts. Ihre ungeborenen Kinder schlagen dies vor: Ich bin dein Kind. Und du bist meine Mutter. Eine solche Annahme des ungeborenen Kindes setzt Gefühle frei. Im Zulassen dieser erlösen sich Frauen von bislang unerkannter Last. Sie schenken sich Mutterschaft, Würde und Freiheit: Ja, du bist mein Kind. Und ich bin deine Mutter.

Und wenn eine Frau den einstigen Todeskampf ihres ungeborenen Kindes fühlt, so darf sie inmitten ihrer Tränen sagen: Ich bin ich. Und du bist du. Jede Mutter-Kind-Beziehung steht irgendwann vor der Auflösung der Symbiose. Auch die zwischen Mutter und ungeborenem Kind. Jede Seele darf ihre eigenen Erfahrungen machen. Ich bin ich. Und du bist du. Du gehst deinen Weg. Und ich gehe meinen Weg.

Im Ertragen und Annehmen dieser Dualität liegt die Chance zur seelischen Reifung. Wie könnte Einheit erfahren werden, wenn sie niemals verlassen würde? Wie könnte Leben erfahren werden, wenn nicht gestorben würde? Jedes Leiden endet in der bedingungslosen Annahme des zu Erfahrenden. Annehmen ist leicht. Nur sich dagegen wehren und sträuben ist schwer. Wie könnte das Leichte ohne das Schwere erfahren werden?

Simone

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Gemeinsam Knoten lösen


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Widerstand gegen Dualität erlösen


dort bist du
hier bin ich

schöpfen beide
aus einem sein

dürfen zwei
und jeder in sich

vollends
eins sein

widerstand
gegen dualität

widersteht
der einheit

alle dürfen
all-ein sein

widerstand
erlösen

eins und zwei
hier und dort

zwei mal eins
eines seins

simone

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Erlösen das Wort


eben noch eins
wieder schon zwei

wir spulen zurück
das ganze stück

wir lassen uns ein
auf wunder zu sein

kehren dort an
wo alles begann

erlösen das wort
am stillsten ort

*

text: simone meller | foto: harmonieoase, pixelio

*

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