Tag Archive | "Erleben"

Zumuten: Transformation von Sprache


Dort, wo meine Wahrnehmung nicht in der gleichen Selbstverständlichkeit wie andere gilt,
bleibt Sprache hilflos. Misslingt Verständigung wieder und wieder.
Ich rede nicht von misslingender Einigung auf eine Wahrheit,
sondern vom Scheitern dialogischer Verständigung über subjektive Wahrheiten
und vom anstrengenden Austausch von Impulsen.

Dort, wo meine Wahrnehmung zwar gilt, aber nicht geteilt wird,
ist Sprache hilfreich. Gelingt Verständigung durch Bemühen.
Ich rede nicht vom Bemühen um eine Wahrheit,
sondern von Zugewandtheit in der Unterscheidung
und von Bereitschaft miteinander zu wachsen.

Dort, wo meine Wahrnehmung mein bisheriges Verstehen übersteigt,
ringe ich um Sprache. Suche ich Wort für Wort ein neues Verstehen.
Ich rede nicht vom Eingemeinden der Wahrnehmung,
sondern von einer ihr angemessenen Be-Zeichnung
und dem Vorrang des Erlebten vor dem Wort.

In allen drei Fällen dürfen meine mitgebrachten Worte sterben,
um sich der jeweiligen Situation angemessen neu zu gebären.
Manchmal geschieht das rasch, manchmal brauche ich Spürzeit und Stille.
Immer öfter mute ich diese meine Art zu sein all meinen Gesprächspartnern zu.
Ich kann nicht mehr anders, das alte Sprechen stirbt mir auf der Zunge oder schon früher.

Die neuen Worte sind diesselben, durch Spüren nur anders gesetzt.
Die Transformation von Sprache geschieht im Herzen und lässt
meinen Gegenübern Raum, ob sie bleiben oder gehen, ablehnen oder genießen,
was sich zwischen uns verändert und ereignet in wagender Begegnung.
Dort, wo Sprache sterben durfte, beginnt sie sich einzufinden in jeder Situation neu.

Simone Meller

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Wird es schlimmer oder besser?


Manche sagen
Alles wird schlimmer!
Ich erfahre
Alles wird besser!
Manche meinen
unserer Gesellschaft gingen
Humor und Mitgefühl verloren
Ich erlebe das Gegenteil
So lebt jeder in seiner Welt
und manchmal kommen
wir uns gegenseitig besuchen

Simone Meller
*

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Ich mach’ dir keine Lösung


Alle Spielzüge, Erfahrungen und Erlebensweisen sind gleichwertig. Doch nicht immer fühlen wir uns dabei gleich wohl. Dieser Unterschied im Wohlbefinden ist in meinen Augen die einzige Legitimation für meine Interventionen, sofern ich zuvor durch Privatpersonen und Unternehmen dazu per Auftrag aufgefordert wurde. Ich weiß nicht, was richtig für andere ist. Aber ich weiß, wie wir im Herzensgespräch gemeinsam herausfinden, was der nächste stimmige Schritt ist.

Ich kann nicht einmal sagen “Wähle mich als Therapeutin, Coach oder Unternehmensberaterin“. Denn weiß ich, welche Spielzüge als nächstes bei dir anstehen? Nein. Spiele, von denen ich mich verabschiedet habe, kannst du mit mir nicht mehr spielen, aber mit anderen Beratern durchaus. Und auch hier gibt es nichts zu werten, nur das jeweils Stimmige zu wählen. So zeige ich mich im persönlichen Gespräch, in öffentlichen Auftritten und hier auf der Website, damit du wählen kannst, ob ich zu deinem nächsten Schritt passe.

Ich identifiziere mich nicht mit Methoden, sondern schaue mit dir auf das, was du brauchst. In dieser unseren Verbündung mit deiner augenblicklichen Wahrheit entsteht deine Antwort. Wenn du es wählst, begleite ich dich dabei, sie zu empfangen und zu integrieren. So entsteht mehr Wohlbefinden für Menschen und Unternehmen. Es ist ganz einfach. Wenn wir es zulassen.

Ich mach’ dir keine Lösung, sondern unterstütze dich im Zulassen deiner Lösung.

Text: Simone Meller | Foto: Sonja Winzer, Pixelio


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