Tag Archive | "Ergriffenheit"

Was die Ungeduld nicht weiß


So vielen Menschen fällt es schwer, sich auf Prozesse einzulassen. Die wenigsten würden es so ausdrücken. Aber es äußert sich in Form von Ungeduld. Ungeduld ist die Weigerung sich auf einen Prozess einzulassen. Dem gegenüber steht meine Ergriffenheit beim Begleiten von Prozessen. Immer wieder ergreift mich diese wunderbare Anmut, wenn sich ein Prozess in seiner vollen Schönheit entfaltet. Daneben verblasst das, was ich, hilflos nach Sprache suchend, als “herkömmliche Ästhetik” bezeichnen möchte.

Simone Meller

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Melodram am Mittag


Gib mir Flügel zu fliegen mit den Fahnen im Wind
denn schon wiege ich im Rhythmus des einen Atems
wenn das graue Meer stürmt gewaltig zum Fluss herein
und unsere Grenze zwischen Nordsee und Elbe vergeht

Bin ich die Möwe die da schreit so gell am Wolkenberg
wie auch die Fliege auf der Suche nach einem Fenster
so weht mein Schleier mit dem Rosenstrauch am Haus
pulsend und wiegend, alles schmiegt sich in eins hinein

Sind es meine Tränen oder ist es das Meer das rollt
Ergreift es mich oder ergreife ich das nicht zu Ergreifende
Immer sind es Wehen die bringen und holen das Eine
als Gischt als Regen als Lachen als Tanz als Gnade herein

Simone Meller
Foto: Johannes Vortmann/Pixelio

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Es ergreift mich


Es ergreift mich
trägt mich
hält mich

Es lässt mich
nicht los
und doch so frei

Es ist das
Größte und Kleinste
im einen

Es lässt mich
sprachlos nach
Ausdruck verlangen

Es macht satt
und still

Es ist
was es will

Es lässt mich
zittern und lachen

Es ergreift mich
trägt mich
hält mich

Simone Meller

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Welle