Tag Archive | "Danke"

Ade meine geliebte Tasche


Danke, dass ich mir diese Tasche kaufen konnte, als ich sie brauchte.
Danke, dass ich sie nicht behalten muss, jetzt, da ich sie nicht mehr brauche.
Möge sie anderen Menschen gefallen und mir mein Neues zufallen wie einst diese Tasche.

Simone

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Das Rad des Lebens


leben
ohne festung

begegnung
ohne rüstzeug»

sein
ohne aufruhr

das rad des lebens
drehte sich weiter

dankbar lasse ich
los los los

was kommt?
das göttliche kind ist

simone

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Dem Himmel sei Dank für unsere Freiheit


Wenn du etwas tust, was mir gegen den Strich geht, erlebe ich ein inneres Tohuwabohu. Sobald ich dein Tun akzeptiere, finde ich Frieden. In der bedingungslosen Bejahung meines Seins und deines davon unterschiedenen Seins, kann ich deiner Eigen-Willigkeit in Würde begegnen. Das ist eine wunder-volle Erfahrung. Plötzlich erlebe ich mich in unserem Getrenntsein als verbunden. Ich finde im Unvereinbaren die Vereinigung. Vielleicht können wir diese Erfahrung sogar teilen, dann haben wir beide trotz oder gerade wegen unserer Unterschiedlichkeit Anteil an derselben Erfahrung! Und dort, wo das nicht möglich ist, lebe ich sie lautlos in meinem Herzen, ohne dass dir oder mir etwas verloren ginge. In der äußeren Distanz kann ich dir innerlich nah sein und dem Himmel für unsere Freiheit danken.

Simone Meller

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In der Kränkung: Mir und nicht dir zuliebe vergeben


Mit “Kränkung” bezeichne ich die emotionale Destabilisierung des Selbstwertgefühls eines Erwachsenen. Auslöser (nicht Ursachen!) für Kränkungen sind zum Beispiel Abgrenzungen, Kritik, Ablehnung und Ignoriertwerden. Solche Auslöser bewirken nicht in jeder Situation eine Kränkung. Zu einer Kränkung kommt es erst, wenn ich das Ereignis als Abwertung meiner selbst interpretiere (s. “Das ist doch völliger Quatsch” oder: Wege zum Frieden). Infolge fühle ich mich als Mensch entwertet bzw. verunsichert. Die Verantwortung für solches Erleben liegt in mir – nicht in dir und deiner Meinungsäußerung.

Dann unterbreche ich den Kontakt zu dir vorübergehend, um mich zu heilen. Das mache ich der Situation entsprechend transparent (s. Streit konstruktiv auflösen). Ich will meine Kränkungsreaktion nicht an dir entladen, sondern mich selbst mit meinen Emotionen wie Scham, Wut, Verachtung und Groll in die Arme schließen. Ich will meine aufgescheuchten Introjekte ent-decken, meine selbstabwertenden (“Ich bin nicht liebenswert”) sowie meine perfektionistischen (“Ich muss mich mehr anstrengen”).

Wenn ich öffentlich darüber spreche, scheine ich manchmal die einzige Person im Raum zu sein, die solche Probleme kennt. Das liegt daran, dass unangenehme Introjekte und Emotionen häufig automatisch ablaufen, unbewusst bleiben und mittels Streit, Kontaktabbruch, Schimpfen, Lästern etc. ausagiert werden. Da mir das in meiner Selbsterfahrungsgeschichte nicht fremd ist, offenbare ich mich hier und da mit meiner Schattenarbeit.

Ich konnte erst heilen, als ich mit dem Ausagieren aufhörte und Verantwortung für meine Gefühle zu übernehmen begann. Wenn ich mir nicht anschaue, welcher wunder Punkt in mir berührt wird und nach Heilung verlangt, trage ich dir im wahrsten Sinne des Wortes etwas nach. Dann bin ich auch Jahre nach dem Vorfall innerlich noch intensiv damit beschäftigt. Dann kette ich mich mit meiner Kränkung an dich. Dann fühle ich mich als abhängiges Opfer und sehe dich als schuldigen Täter.  Ich tue so, als ob ich nicht verantwortlich für mein Gefühlsleben wäre.

Dabei kann ich dir für das danken, was du in mir an Kränkung auslöst. Denn es ist ein Hinweis auf eine unerlöste Schattengestalt in meinem Sein. Mein Schmerz mahnt mich, auch sie ins Licht zu holen. So heile ich dank dir, indem ich die volle Verantwortung für das übernehme, was du in mir auslöst. Du bist einfach jemand, der mich erinnert, mich zu lieben wie ich bin. Und zwar mit allem Drum und Dran. Die natürliche Folge davon ist Vergebung. Vergebung geschieht von allein, sobald ich meinen Schatten in Liebe heimgeholt habe. Vergebung ist nichts anderes als bedingungslose Liebe. Solange ich dir nicht vergeben kann, gibt es in mir noch Verbanntes zu entdecken. Vergebung geschieht von allein, wenn ich meine emotionalen Hausaufgaben gemacht habe. Dann fühle ich mich wieder wohl und frei. Deshalb sage ich: Ich vergebe mir und nicht dir zuliebe.

Simone Meller

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