Tag Archive | "Blühen"

Zur unbändigen Wildheit erwacht


Zur unbändigen Wildheit erwacht
das hat der Herbst gebracht
Tief verwurzelt in fester Erde
auf dass jeder sein Höchstes werde

Sterben durfte was längst bereit
erblühen in einer freien Zeit
Mit feuriger Sonne im Herzen
zünden wir an die hellen Kerzen

Ins Leben drängt mit unserer Nacht
der Wandel dunkler Macht
Was zum Erlösen geboren
hat der Winter für uns auserkoren

Nehmen wir an ein jeder sein Geschick
mit zärtlich liebendem Blick
Zur Wahrheit der Herzen
lädt ein das Leuchten der Kerzen

Simone Meller

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ausstieg aus dem geldsystem?


ausstieg aus dem geldsystem
flattert mir per newsletter ins haus
wieder einmal staune ich
ich bin sicher das wird kommen irgendwann
allmählich und natürlich – keine revolution
ich fühle es ist ein schritt der evolution
doch ob ich simone ihn erleben werde?
ich weiß es nicht – bin offen
ich fühle ich genieße geld
die freiheit mir mittels einer kleinen karte
alles kaufen zu können was mein herz begehrt

mit geld übe ich  freiheit und verantwortung
ich übe geld fließen zu lassen zu mir von mir weg
da ich viele spiele nicht mehr spiele viele aufträge ablehne
kontinuierlich geld ausgebe also weniger sammle als früher
gibt es keine sicherheit mehr außer der gereiften gewissheit
dass da immer genug ist zu erfüllen meine herzenswünsche
und vor allem unschätzbar dieser reichtum
tue ich rund um die uhr nur was mir entspricht

ich erfahre
in meiner wahrhaftigkeit
ist für mich vollkommen gesorgt
ich bekomme jetzt wonach mein herz verlangt
es liegt nicht abstrakt auf meinem konto für später
sondern blüht mit mir lebendig hier und jetzt
was davon ist nun kapital und was sind die zinsen
ich weiß es nicht und spreche schlicht von fülle

fülle meint leben wie es mir entspricht jetzt
im moment entspricht mir vertrauensvoller umgang mit geld
geld ist eine wunder-volle hilfe auf meinem weg
wenn ich sie nicht mehr brauche lasse ich sie los
aber jetzt brauche ich sie und bin dankbar dass es sie gibt

simone meller

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neuland


1
dort wo menschen
sich nicht zur einigkeit zwingen
erblühen zwei, drei… wege
in wilder schönheit
von denen keiner
nicht in liebe gedeiht

2
eine liebe die loslässt
meint gleich-gültigkeit ohne kälte
im scheiden an der unterscheidung
gibt es wärme für alle die eint

3
in der unterscheidung erlebe ich
das einende in der trenung
erfahre das wesen bedingungsloser liebe
die wahllos liebt was ihr begegnet

4
so bedingungslos die liebe
so berechtigt meine präferenz
ich wähle was mir entspricht
stimmigkeit zeichnet meinen weg
wieder und wieder neu
zu üben die freiheit der liebe

5
war es kleinod romantischer liebe
wird es zur unendlichen welle
in jeder begegnung die sich
öffnet wie eine blume zum himmel

simone meller

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Meine Sommerhymne


Weder den Duft der englischen Rosen
noch das Zirpen der Grillen im Garten
kann ich bebildern oder in Worte kleiden

Mir bleibt der Genuss von Sommerfreuden
und eine Spur von Buchstaben zum Zeigen
der Spinnennetze im Haar und Krabbelgetier

Schon musste ich lassen die Rosen – verblüht
kürzer werden die Tage die Füße abends kühl
erstmals vergessen zu bewässern die Beete

Versunken in der Exotik des Moschusbocks
leuchten die satten Farben des Sommers
wohin ziehen die Schnecken und mein Herz

Wie gerne hielte ich die Wärme dieser Zeit
geborgen in der Umarmung des Sommers
barfüßig und leicht durch Schatten tanzend

Simone Meller
Foto: Irene Lehman, Pixelio

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