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Wie im “echten” Leben: Selbsterfahrung in der Meditation


Die Brille unserer Biografie

Jede Biografie hinterlässt Spuren und Prägungen. Nur weil wir den transzendenten Raum betreten, hören diese Wahrnehmungsfilter und Projektionen nicht auf. Im Gegenteil, sie präsentieren uns Täuschungen und Gaukeleien, die in Resonanz zu unseren unbewussten Wünschen und Ängsten stehen. Dieses Phänomen der unterschiedlichen Ausdeutung von Energien beschert uns die bunte Landschaft an widersprüchlichen Channelings und letztlich auch die Religionskriege (s. Die Vielfalt Gottes).

Wollen wir klar werden, ist es hilfreich, sich immer wieder neu auf die bedingungslose Liebe zu zentrieren. Mit diesem Anker können wir achtsam unsere psönliche Wunsch- und Angstparade beobachten und der Transformation anvertrauen. Aber auch hier können wir uns täuschen: In der Meditationsbegleitung beobachte ich, wie Menschen ihre Absicht erklären, in die Klarheit zu gehen oder etwas ins Herz zu nehmen, ohne dabei in ihrem Wort zu sein. Ich kenne das auch aus meiner eigenen Entwicklung. Es geschieht unbewusst, weshalb es hilfreich ist, von Zeit zu Zeit gemeinsam zu meditieren und sich in den Wahrnehmungen zu ergänzen.

Nicht alles, was glänzt, ist auch Gold

Oft ist das, was wir derzeit noch “Medialität” oder “Channeln” nennen, zwar durchaus geistige Kommunikation (offen gesagt: ich kenne nichts, was nicht geistige Kommunikation wäre), aber mit unseren lichtvoll verkleideten dunklen Anteilen. Nicht alles, was glänzt, ist auch Gold. Wenn ich das in einer Meditationsbegleitung wahrnehme, stelle ich meine Sicht als eine ergänzende Wahrnehmung zur Verfügung. Ich rege an, das vermeintlich Glanzvolle ins Herz zu nehmen und achtsam zu spüren, was geschieht. Manchmal ist dieser Schritt der Transformation eine Kleinigkeit (dann war das Persönlichkeitsthema in der Regel bekannt und schon zu großen Teilen bearbeitet). Manchmal werden Schmerzen frei gesetzt, die überhaupt erst Zugang zu einem lange verdrängten Thema schaffen.

Lässt sich das Thema im transzendeten Raum bearbeiten, bleiben wir dort. Manchmal ist es der Erschütterung angemessener, in ein “normales” Gespräch zu wechseln. Dies ist fallweise auch deshalb sinnvoll, weil die bestehende Wahrnehmungsverzerrung vermehrt zu eingetrübten Bildern und Falschinformationen in der Meditation führt. In  den Herzensgesprächen schwingen wir oft auch fließend hin und her, da gibt es kein Dogma, sondern nur “Freistil” und stete Orientierung an deinem Heilungs- und Entwickungsprozess.

Eine allgemein bekannte Herausforderung in der Meditation besteht darin, wahrgenommene Bilder, Empfindungen und Texte nicht vorschnell mit eigenen Konzepten zu überformen. Das ist leichter gesagt als getan. Denn wie willst du beispielsweise Licht oder einen Engel wahrnehmen, wenn du kein Konzept davon hast? Auch die, die angeblich konzeptfrei durchs Leben gehen, sind nicht frei von Bewertungen. Ein Bekannter von mir, mit dem ich gelegentlich gemeinsam meditiere, kommentiert viele unserer gemeinsamen Bilder mit “Schööön!”. Wenn seine  Schön-Bewertungen versiegen, weiß ich, dass ihm die aktuellen Bilder gerade gegen den Strich gehen. Wiederum nimmt er manchmal Geschehnisse wahr, die mir durch die Maschen gerutscht sind.

Den Bildern ihren Lauf lassen

Wie können wir das Problem der Überformung vermeiden? Indem wir den Bildern, Empfindungen und Texten ihren Lauf lassen, anstatt mit eigenen Vorstellungen dirigierend einzugreifen. Das ist nicht immer einfach. “Channeln” wir beispielsweise eine uns positiv stimmende Nachricht, ist es ein Leichtes, unbemerkt Teile unseres persönlichen Wunschkonzerts (Perfektionismus!) mit einfließen zu lassen. Aber auch die Zweifler auf der ewigen Hut vor der “Verdunklungsgefahr” haben ein Problem: Sie resonieren in ihrer Angst vor einer fehlerhaften Wahrnehmung (Perfektionismus!) ebenfalls stärker mit der Dunkelheit als mit dem Licht. Im transzendenten Raum besteht also das Risiko, dich entweder blenden zu lassen oder zu sehr an dir zu zweifeln. Beides sind Spielarten der Dunkelheit. Erst in der liebevollen Mitte werden die Spielarten des Perfektionismus erlöst, nämlich dort, wo alles sein darf und in seiner Vollkommenheit anerkannt wird.

Auch hier geht es nicht um Lippenbekenntnisse. In Meditationsbegleitungen beobachte ich, wie Szenen zugunsten einer Idealvorstellung von Frieden u.ä. aufgelöst oder unverbundene Fragmente mutwillig zusammengefügt werden. Das ist heikel, weil es unerkannt das Persönlichkeitswachstum hemmt, und eine Chance, wenn die eigenen Projektion erkannt und zurückgenommen werden kann. Ein Beispiel: Im transzendenten Raum begegnen wir nicht nur schönen Bildern, sondern auch solchen, die uns schrecklich vorkommen. Dazu zählen teuflische Archetypen, also fratzenhafte, aber auch herrlich ausschauende Seelenbilder, die für die destruktiven Kräfte in uns stehen. So wie wir uns im Täglichen gerne vom Hässlichen abwenden, geschieht das auch reflexhaft in der Meditation. Der zweite Impuls ist häufig eine vorschnelle Befriedung, da wird der Fratze eine Nuckelflasche aus Liebe gereicht oder eine alles versöhnende Umarmung inszeniert. Die dahinter stehenden Motive sind ehrenwert, doch verschleiert solches “Dazwischenfunken” die tatsächliche Dynamik der Bilder. In der Meditationsbegleitung ermutige ich dazu, sich den Bildern zu stellen und abzuwarten, was geschehen möchte. Dadurch erhellt sich vieles auf überraschende Weise. Es entstehen tiefe, nonverbale Gewissheiten. Wiederum gibt es auch viele Meditationssituationen, in denen wir aufgefordert sind, uns mit unseren Impulsen, Wissen und Absichten aktiv einzubringen.

Es geht nicht um Technik, sondern um Liebe

Wir brauchen also nicht nur Sensibilität für die Selbsttäuschung im transzendenten Raum (der keineswegs objektiver ist als unsere äußere Welt), sondern auch ein Gefühl für prozessorientierte Angemessenheit. Ich rege dort zur Skepsis an, wo die allerschönsten Meditationserfahrungen erzählt und die Schatten im transzendeten Raum ausgeblendet werden. Ich bin zuversichtlich, wenn Menschen den Eindruck haben, in ihrer meditativen Entwicklung zu stagnieren. Zumeist liegt es daran, dass sie an ihrem Schatten nicht vorbei kommen. Ich begleite sie beim Erlösen dieses Schattens in der bedingungslosen Liebe. Dabei entsteht Klarheit.

In der Meditation erfahren wir uns selbst als spirituelles Wesen. Wir werden konfrontiert mit Spiegelungen unseres Seins. Wir lernen, uns einerseits dem Strom der Bilder zu ergeben, ohne der Verblendung zu verfallen; andererseits das Geschehen zu reflektieren, ohne es durch perfektionistische Überformung zu zerstören. Was in Worten kompliziert scheint, ist in korrekter Praxis einfach zu erfahren. Korrekt bezieht sich nicht auf die richtige Anwendung einer  (traditionellen) Technik, sondern auf die permanente Ausrichtung des Prozesses auf die bedingungslose Liebe. Wir werden tausende Male vom Weg abkommen und ihn tausende Male wieder finden im Glauben, ihn jetzt nicht mehr zu verlieren. Denn das ist der Weg.

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Dies ist eine Unterseite meines Informationsangebots über Psychotherapie. Ich biete Heilungs- und Meditationsbegleitung am Telefon (überregional), Kurz-/Langzeit- und Intensivtherapie (in Hamburg) sowie Krisenintervention bis hin zu 24-h-Begleitung in besonderen Notfallsituationen (vor Ort).

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Text: Simone Meller | Foto: Ren, Pixelio

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Heilung ist Kunst


Heilung ist fließende Kunst
ein liebender Tanz in Dualität
ein Bild das zwischen Dunst
und Klarheit in Tupfen entsteht
ein Lied in dessen Inbrunst
alles Leid anmutig vergeht
ein Schauspiel voller Gunst
in den Rollen Demut steht
Heilung ist ganz stille Kunst

Text: Simone Meller
Foto: Pixelio, Werner David

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Zum Nichts, das Alles ist


Der geschenkte Diamant ruht tief in meinem Bauch
und die Goldmünze aus Kälte gewandelt auch
Jetzt endlich bin ich schwer genug für diese Reise
sinke hinab ins tiefe Meer auf vertrauende Weise

Da sind meine treuen Riesen, schweben am Meeresgrund
schwimme zum liebsten Wal, hinein durch seinen Schlund

Ich fühle mich wohl im großen Bauch
aber etwas langweilig wird es auch.
Will wieder hinaus, doch soll ich bleiben
zu durchschauen quirlig-buntes Treiben

Die Illusionen wechseln rasch ihre Plätze
auch diese Bilderflut birgt ihre Schätze.
Der liebe Gott erscheint noch kurz vor Schluss,
mit weißem Bart, so dass ich lachen muss.

Ich umarme diesen alten Mann und werde eins mit ihm
Schau wieder hin, was bleibt – ein leerer Stuhl interim

Auch diesen Stuhl nehm ich in meiner Weite auf
mach freudig meine Augen für das Nächste auf
Ich sehe NICHTS und will es noch nicht fassen
ALLES in bilderloser Stille SEIN zu lassen

Simone Meller
Foto: Pixelio, Rainer Sturm

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Ein wahrer Traum von Frau und Mann


338675_R_by_Bernd-Wachtmeister_pixelio.deIch träume seit jeher luzide. Luzides Träumen oder Klarträumen bedeutet, dass man beim Träumen merkt, dass man träumt. Im Labor wird dies zum Beispiel dadurch nachgewiesen, dass die träumende Versuchsperson leicht den Zeigefinger hebt. Für Menschen, die sich morgens nicht einmal an ihre Träume erinnern können, mag das unvorstellbar sein. Sie zweifeln daran, ob sie überhaupt träumen. Diesen Zweifel kann ich leicht zerstreuen, jeder Mensch träumt nachts. Anderenfalls würde er erschöpfen und erkranken. Das weiß man aus Experimenten im Schlaflabor, in denen man Versuchspersonen immer dann weckte, wenn sie zu träumen begannen (an EEG und Augenbewegungen erkennbar). Träumen ist lebenswichtig. Warum das allerdings so ist, darüber gehen die Fachmeinungen erheblich auseinander.

Ich deute dieses Faktum so, dass nachts ein besonders nährender Kontakt zur Seele besteht. (Meine These geht noch wesentlich weiter, nämlich dass wir nachts u.a. auf Seelenebene untereinander Absprachen über weitere Lebenswege treffen. Aber das würde jetzt in diesem Beitrag zu weit führen.) Ich komme zu dieser Aussage aufgrund meiner langjährigen Beschäftigung mit meinen eigenen Träumen.

Träume helfen beim Verarbeiten von Lebensereignissen, spülen Konflikte hoch, liefern Lösungen oder weisen humorvoll daraufhin, dass das Problem doch nicht so schlimm oder sogar längst gelöst ist. Bilder, die meine Seele mir schickt, berühren mich inniglich, weil ich mich durch sie in meiner tiefsten Tiefe verstanden und auf meinem Weg bestärkt fühle.

Viele meiner Träume sind Wahrträume. Das kann bedeuten, dass ich mich am nächsten Morgen nur wundern kann und erst drei Wochen später beim Eintritt eines neues Lebensereignisses plötzlich den Traum dekodiere und ihn BRAUCHE, um meinen nächsten Schritt tun zu können. Bildlich gesprochen sind solche Träume wie ein formloser Schlüssel, der erst in dem Moment Form annimmt, wenn ich vor der richtigen Tür stehe.

Tröstende Kraft durch transzendente Botschaften

Manchmal haben solche Träume auch ein enorm tröstende Kraft. Ich erinnere, wie ich einst in einen Sarg gelegt wurde. Über mich senkte sich der Sargdeckel und eine geschlechtsneutrale Stimme sagte sanft: “Es wird sich anfühlen, als ob du stirbst.” Ich wachte auf – und rätselte. Es folgten weitere Träume mit merkwürdigem Ausgang. Wochen später passierte es. Es trat ein Lebensereignis ein, das mich zutiefst erschütterte und so sehr schmerzte, dass ich dachte, daran sterben zu müssen. In dem Moment erinnerte ich mich an den Traum (“Es wird sich anfühlen, als ob du stirbst”) und fiel in die tröstende Umarmung des Himmels, der mir in weiser Vorausschau alles Wesentliche vorausgesagt hatte, damit ich in dieser akuten Phase sicher sein konnte: “So schlimm es sich auch anfühlt, ich bin auf dem richtigen Weg. Auf meinem Weg.”

In den autobiographisch geprägten Büchern der amerikanischen Psychiaterin Judith Orloff habe ich ähnliche Berichte gefunden. Für sie ist die Geschlechtsneutralität einer Stimme zumeist Anzeichen für eine transzendente Botschaft (im Unterschied zur Trauminszenierung von inneren Konflikten durch verschiedene Rollenspieler mit Gesicht). Meine Seele scheut aber auch nicht vor personenbezogenen, handfesten, fast komisch anmutenden Bildern zurück, um mir ihre Nachrichten auf einfachste Weise zu vermitteln. Auch dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.

Während ich und viele praktizierende Therapeut/innen und Lebensberater/innen also von einem nächtlichen, hochgradig nährenden Kontakt zur Seele ausgehen, vertritt die akademische Mainstreampsychologie die Hypothese, dass das alles reine Phantasie ist. Die Bilder werden weder als Symbole und Archetypen noch als individuelle Botschaften gedeutet, sondern als Abreaktionen des Gehirns verstanden. Das Gehirn wird als höchste Instanz gesehen und gilt als biologisches Korrelat unseres Bewusstseins. Immerhin kann man es anfassen (natürlich nur bei Schädelöffnung) und fotografieren (bildgebende Verfahren) und durch Substanzen manipulieren (Medikamente, Drogen).

Nächtliche Dialoge zwischen menschlichem und höheren Selbst

Beim Klarträumen verändert sich die Aktivität im Stammhirn, was im psychologischen Mainstream gedeutet wird als “Ein Teil des Gehirns wacht auf, der Rest schläft weiter”. Jüngste Forschungen weisen darauf hin, dass sich luzides Träumen trainieren lässt, was als bedeutsam für Alpträume angesehen wird und möglicherweise auch für die Behandlung von Psychosen. In dieser Sicht wird die Unterscheidung zwischen “Traum”, “wahr” und “Wahn” auf eine rein kognitive Fertigkeit reduziert, die bei einigen Menschen mehr, bei anderen weniger ausgeprägt ist. Als ob Menschen mit Wahnvorstellungen einen Defekt haben. Ich schaue lieber, wofür das Symptom Wahn steht, welch lang verdrängter Schatten da ins Licht drängt.

Meine Vermutung ist übrigens, dass jeder Mensch luzide träumen kann. Dies setzt einen ähnlichen Bewusstseinsentwicklungsprozess voraus wie das Erinnern von Träumen. Das, was im Mainstream als Träumen und Klarträumen unterschieden wird, erlebe ich als Dialoge zwischen menschlichem und höherem Selbst. Etwas Neues will einströmen, das Alte beboachtet es und kommentiert es auf bisherigem Bewusstseinsniveau, manchmal wird daraus auch Kritik oder Abwehr. Als Vergleich fallen mir die Systemupdates beim Computer ein. Manche schnurren einfach durch und bei anderen zickt das System.

Wenn mein System Zicken macht, wache ich mit sehr schmerzhaften Muskelverspannungen auf, was ein Zeichen für das Festhalten von Energie ist. Besonders heftig habe ich dies in der Nacht zum 09.08.09 erlebt, als die letzte Etappe meines 9jährigen Wachstums- und Entfaltungsprozesses eingeleitet wurde, die am 09.09.09 enden sollte (über datierte Punktlandungen zu schreiben, wäre sicher auch mal lohnenswert). Jene Nacht war ein steter Wechsel von Schlafen und Wachen, von Krampfen und Atmen, von Kämpfen und Loslassen. Immer wenn ich vor Schmerz aufwachte, hörte ich es in mir singen “Lass es gehen… in Liebe weiterziehen…”. Also von dieser Nacht hätte mich die EEG-Auswertung auch brennend interessiert ;-) !

331227_R_B_by_Dieter-Schütz_pixelio.deEine Vollendung – ohne Perfektion

Solche Erfahrungen, meinen eigenen Widerstand (Angst!) gegen wundervolle Systemupdates (wachsendes Einheits- bewusstsein!) zu spüren, haben mich im Laufe der Jahre sehr weich werden lassen.

Sie ermöglichen mir in meiner Arbeit ein geduldiges und verständnisvolles Mitgefühl, wenn ich Zeugin werde, wie mein Gegenüber qualvoll auf der Stelle tritt, das Neue herbeisehnt und zugleich voller Angst davor alle Energiekanäle verschließt. Meine unermüdliche Hoffnung speist sich aus meinem eigenen Heilungs- und Selbstverwirklichungsprozess.

Meine größten Brocken sind gelöst, so dass ich nun in meiner vollen Kraft stehe und befreit auf meinem Weg voranschreiten kann. Natürlich endet meine Entwicklung nicht nach der jüngst überschrittenen Schwelle. Wie kann ich es beschreiben? Es fühlt sich an, als ob ich voll und ganz bei mir angekommen bin, als ob ich laut und deutlich “Nein zu allem Leid” und “bedingungslos Ja zu Simone” gesagt habe. Es fühlt sich an wie ein qualitativer Ebenenwechsel. Ich habe in den letzten 9 Jahren unzählige Häutungsprozesse durchlaufen und eine Transformation nach der anderen erlebt. DAS hier fühlt sich anders an, es ist wie das Zusammenlaufen aller bisheriger Entwicklungsstränge in einem Höhepunkt. Ich fühle eine Vollendung – ohne damit Perfektion zu meinen.

Hätte mir vor 9 Jahren jemand gesagt, was alles passieren würde und wo ich in Zukunft einmal stehen sollte, ich hätte nur abwinkend gelacht und mich gewundert, was es für komische Leute gibt. Selbst vor 4 Jahren noch, als auch auf bewusster Ebene eine Rückverbindung zur Quelle einsetzte, hatte ich nur vage Vorahnungen. Heute erinnere ich mich lächelnd an einen Traum aus jener Zeit, in dem eine lange Reise mit einem wunderschönen Gefühl von “Wiedervereinigung” (so hieß das Bild) endete. Heute weiß ich, dass diese Szene die Hochzeit mit meiner Seele meinte, die harmonische Vereinigung mit Anima und Animus, mit Yin und Yang, mit femininer und maskuliner Energie. In einem steten Wechseltanz entwickelten sich meine innere Frau und mein innerer Mann zu ihrer jeweils vollen Kraft und sind mittlerweile gemeinsam ein erlöstes Liebespaar.

Ein Traum im Sommer diesen Jahres kurz vor meinem Geburtstag bestätigte mir dies: Ich fuhr in einem Zug in Richtung Italien, in den aus Versehen eine männliche (und von früher sehr vertraute) Person mit eingestiegen war, die mich eigentlich nur bis zum Bahnhof hätte bringen sollen. Ich sagte dem Schaffner (einem Mann!) Bescheid und tatsächlich hält die Lokführerin (eine Frau!) auf offener Strecke an, so dass die Person (Symbol für eine alt-energetisches Konzept, in dem die maskuline Energie die feminine Energie unterdrückt) sang- und klanglos aussteigen konnte. Beim Aufwachen schmunzelte ich über dieses treffende Bild: Meine innere Frau (Intuition) führt, weil nur sie weiß, wo der Weg lang geht (Lokführerin), mein innerer Mann ist ihr mit voller Kraft liebevoll zu Diensten (Schaffner).

Grenzenlose Fülle als Geschenk der Neuen Energie

In einem glücklichen Leben (Italien-Symbol) – egal ob wir dem männlichen oder weiblichen Geschlecht angehören – führt die innere Frau und führt damit den inneren Mann einer neuen Bestimmung zu. Beide sind happy! Damit ist ein Paradigmenwechsel beschrieben, nämlich der Übergang von der Alten in die Neue Energie. Diesen Wandel vollziehen immer mehr Menschen (Zeitenwende), jeder in seinem Tempo und auf seine individuelle Weise. Kürzer und einfacher drücke ich es in meiner Arbeit gerne so aus: In einem glücklichen Leben führt das Herz, dem all unsere Kräfte folgen. Daraus erwächst eine nie zuvor dagewesene Mächtigkeit, die – und das ist das Wunderbare – auf Liebe ausgerichtet ist. Nicht mehr der Kampf um Macht bestimmt dann das Leben, sondern eine Fülle, die keine Grenzen mehr kennt.

Übrigens: Die aus dem Zug gestiegene Person (aus Frankfurt) hat an meinem Geburtstag nicht angerufen. Ich verstand es nicht, bis ich mich an meinen Traum erinnerte. Dem wahr gewordenen Traum von Frau und Mann.

William Shakespeare sagte einst:

“Es gibt viel mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als sich unsere Weisheit träumen läßt.”

Ich finde, er hat recht.

Simone Meller
Fotos: Pixelio, Bernd Wachtmeister, Dieter Schütz

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Nachbemerkung zur Veranschaulichung der Teamarbeit von Lokführerin und Schaffner:

Meine Pläne für diesen Nachmittag und Abend waren andere. Aber es zog mich unwiderstehlich zu diesem Artikel hin. Alles andere hatte zu warten. Während ich schrieb, fielen mir meine Postings der letzten Tage ein. Um diese Bezüge für mich persönlich festzuhalten, habe ich eben all diese Links nachträglich eingefügt. Ich konnte daran erkennen, wie mich die Lokführerin durch das 09-09-09-Tor gezogen hat und der Schaffner an den verschiedenen Stationen stets eine kleine Dokumentations-Marke setzte. Mehr war bei der Geschwindigkeit und Ladung des Zuges nicht drin! Heute war Nachbearbeitung angesagt. Das hat viel Zeit und Kraft gekostet. Doch die Lokführerin hat nicht eher locker gelassen, bis der Schaffner seinen Zugebericht fertig getippt hatte. Und trotz aller Mühe und Überstunden hat er es gerne für sie getan. Weil er weiß, dass er durch jeden Schritt, den er für sie tut, glücklicher wird. Deshalb kann sich die Lokführerin zu 100% auf ihn verlassen und unbeschwert zu JEDEM Ziel aufbrechen, dessen Ruf sie vernimmt. Das macht auch sie noch glücklicher. Aus beider Glück entsteht sagenhafte Fülle – in Leichtigkeit.

Ich glaube, jetzt bin ich fertig.

Der Schaffner hält inne und schaut hinüber zur Lokführerin. Beide atmen tief durch, spüren ihre neueste gemeinsame Schöpfung, ein Kind der Liebe. Lächeln sich an. Sie nickt. Da steht er auf und bittet sie zum Tanz. Es erklingen die Takte von “Oh Königin, wie eine Feder”. Überglücklich wirbeln sie durch Zeit und Raum. Sterne werfend.

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