Posted on 27 Januar 2011. Tags: Abhängigkeit, absichtslos, Alkohol, Angebot, Arbeit, Arbeitslosigkeit, Ausdehnung, bedingungslos, Begegnung, Bejahung, caritativ, Drogen, Dunkelheit, Entwicklung, Fallmanager, Freiheit, Fremdheit, Freude, Gefühl, Gesellschaft, Grenzen, Helfersyndrom, Herz, Hoffnung, Klarheit, Krankheit, Kreativität, Langzeitarbeitslose, Liebe, Lust, Mitgefühl, Mitleid, Nachrichten, natürlich, obdachlos, Öffnung, Pädagogik, Persönlichkeit, Politik, Projekt, Prozess, Rettungsethos, Rhythmus, sanft, Sein, Sonderaktion, Sozialarbeiter, Sternenklar, Totalitarismus, Transformation, Verantwortung, Verschuldung, Wagnis, Wandel, Weltverbesserung, wohnungslos
Die erste Projektphase von Sternenklar war vor allem eine persönliche Kärungshilfe. Sie hat anstehende Entwicklungen meiner Persönlichkeit katalysiert. Ich habe mich über vier Monate lang mit dem Thema Arbeitslosigkeit und dem dazu ins Leben gerufenen Projekt auseinandergesetzt. So groß die inneren Ausläufer dabei waren, äußerlich war es in gewohnter Weise ein weitgehend unsichtbarer Transformationsprozess, dessen Resultate still in mein tägliches Handeln und in meine Blogbeiträge einflossen.
Wenn du heute oder zu einem späteren Zeitpunkt Lust auf solche Selbsterfahrung verspürst, dann kannst du dich in deinem persönlichen Rhythmus für das Thema Langzeitarbeitslosigkeit öffnen und beobachten, was geschieht. Damit du dich in dieser Öffnung nicht selbst verlierst und vom Mitgefühl ins Mitleid fällst, empfehle ich die Beachtung der im September 2010 veröffentlichten Herzensprinzipien. Sternenklar ist weder ein politisches noch ein caritatives Projekt. Es trägt auch keine pädagogische oder reformerische Handschrift, sondern setzt sein Vertrauen in die Eigenverantwortlichkeit eines jeden Menschen. Sternenklar ist ein Projekt der bedingungslos freigebenden Liebe, in dem alle Beteiligten üben können, bei sich zu bleiben (s. Klarheit im Herzen: Ich bin bei dir und bleibe bei mir).
Sternenklar rettet andere Menschen nicht, sondern begegnet ihnen absichtslos. Sternenklar bekämpft nicht die Langzeitarbeitslosigkeit, sondern bejaht sie als einen möglichen Seins-Ausdruck. Langzeitarbeitslosigkeit und mit ihr einhergehende Probleme wie Drogen- und Alkoholabhängigkeit, Verschuldung, Wohnungslosigkeit, Krankheit, mangelnde Deutschkenntnisse dürfen sein. Sternenklar zementiert diesen Seins-Ausdruck nicht, sondern begegnet ihm sanft und ohne Veränderungsdruck. Sternenklar ist ein Projekt der natürlichen Wandlung, in dem Reste von Helfersyndrom, Rettungsethos und Weltverbesserungstendenzen heilen können. Sternenklar steht für freiwillige Begegnung und in dieser natürlichen Ausdehnung von Herzenslust gibt es keinen Grund, persönliche Grenzen zu überschreiten.
Ich verfüge nicht über die Qualitäten einer Sozialarbeiterin oder eines Fallmanagers. Deshalb bin ich froh, dass es diese Fachleute und viele mehr gibt. Auch existieren bereits viele Angebote für Arbeitslose. Sternenklar tritt nicht in Konkurrenz zu Fachleuten und (über-)regionalen Angeboten, sondern ergänzt diese durch absichtslose Begegnung. Sternenklar ist ein Projekt der Hoffnung, das die Dunkelheit erträgt. Sternenklar ist eine kreative Ausdehnung, die sich in das Fremde hinein wagt. Sternenklar ist ein freudiges Wagnis für alle, die zu einem für sie persönlich angemessenen Zeitpunkt dabei sein wollen. Es gibt keinen Grund zur Eile.
Simone Meller
Fortsetzung lesen? Sternenklar sein
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Posted on 26 Januar 2011. Tags: bedingungslos, Chakra, Clearing, Dämonen, drittes Auge, Dualität, Einheit, Elemente, emotional, Energie, Erde, Esoterik, Farben, Feuer, göttlich, Herz, Herzchakra, Ida, Kehlchakra, Klarheit, Kraft, Kronenchakra, Kundalini, Licht, Liebe, Materie, Michèle Caffin, mondän, Persönlichkeit, Pingala, rot, Sakralchakra, Scheitelschakra, Schlange, Schwärze, Sexualität, Solar Plexus, Sonne, Spiritualität, Stirnchakra, Teufel, Transformation, weiß, Wirbelsäule, Wurzelchakra
In der esoterischen Überlieferung ist von drei Feuern die Rede: dem Ur- oder Schlangenfeuer, welches in seiner außerordentlichen Kraft an der Basis der Wirbelsäule zusammengerollt liegt, diese hinaufklettert und, beim Herzen angelangt, über die Arme mit den beiden anderen Feuern in Verbindung tritt – mit der Energie der Sonne, Ida, und mit der brennenden Materie, Pingala. Die brennende Materie ist das Zeichen Gottes auf Erden. Alles wird aus ihr geboren.
Durch das ansteigende Feuer wird das Werk am Schwarzen, das Werk am Roten und das Werk am Weißen bestimmt. Das Werk am Schwarzen bezieht sich auf die ersten beiden Chakras, d.h. auf die Lebenskraft, die Sexualität und die Gefühlswelt und auf alles, was die Dualität eskalieren lässt und Konflikte vermehrt. (…)
Wenn man alle Farben mischt, entsteht daraus das Schwarz. Das weiße Licht hingegen enthält alle Farben, d.h. es ist zugleich Einheit und Transparenz. So beginnt jeder spirituelle Weg mit dem Werk am Schwarzen, mit der Reinigung der Persönlichkeit, welche die egoistischen Kräfte transformiert, damit das Werk am Roten beginnen kann. In jener Zeit verwandelt sich menschliche Liebe in spirituelle Liebe.
Die menschliche Liebe ist von Emotionen in all ihren Höhen und Tiefen bestimmt. Gerade sind wir noch mit der geliebten Person zusammen, und sie versichert uns ihre Zuneigung, da kehrt ein Blick, ein falsches Wort oder eine Geste die Situation um und stellt das Gefühl der Einheit in Frage. (…)
Im Gegensatz dazu wird die spirituelle Liebe auf der Ebene des Herzens erfahren. Sie zeichnet sich nicht nur durch ihre zeitliche Unbegrenztheit aus, sondern auch dadurch, dass sie jeder Probe mit Gleichmut standhält.
Die Umwandlung durch die steigenden Feuer findet ihre Vollendung in der Reinheit des Werkes am Weißen.
Dieses Werk betrifft die drei letzten Chakras: das Halschakra, das Stirnchakra, das auch als drittes Auge bekannt ist, und das Scheitel- oder Kronenchakra.
Nun hat der Mensch Einheit und Transparenz erlangt. Er kann als reiner Kanal dienen, welcher das göttliche Licht in die Welt strahlt (nicht zuletzt ist “mondän” fast ein Anagramm von “Dämon”), während er die Gefühle, die in ihm wohnen, bewältigt und beherrscht.
aus: Caffin, Michèle (2005). Was Zähne zeigen. Hamburg: Aurum. (S. 91-93, Fettdruck durch mich)
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Posted on 20 Januar 2011. Tags: Akzeptanz, Annahme, Anteilnahme, bedingungslos, Bejahung, Danke, Distanz, Erfahrung, Freiheit, Frieden, Herz, Konflikt, Menschenwürde, Nähe, Tohuwabohu, Trennung, Unterscheidung, Vereinigung, Wille
Wenn du etwas tust, was mir gegen den Strich geht, erlebe ich ein inneres Tohuwabohu. Sobald ich dein Tun akzeptiere, finde ich Frieden. In der bedingungslosen Bejahung meines Seins und deines davon unterschiedenen Seins, kann ich deiner Eigen-Willigkeit in Würde begegnen. Das ist eine wunder-volle Erfahrung. Plötzlich erlebe ich mich in unserem Getrenntsein als verbunden. Ich finde im Unvereinbaren die Vereinigung. Vielleicht können wir diese Erfahrung sogar teilen, dann haben wir beide trotz oder gerade wegen unserer Unterschiedlichkeit Anteil an derselben Erfahrung! Und dort, wo das nicht möglich ist, lebe ich sie lautlos in meinem Herzen, ohne dass dir oder mir etwas verloren ginge. In der äußeren Distanz kann ich dir innerlich nah sein und dem Himmel für unsere Freiheit danken.
Simone Meller
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Posted on 30 Dezember 2010. Tags: Abhängigkeit, ablehnen, Abwertung, agieren, bedingungslos, Beziehung, Beziehungsabbrüche, Danke, Dynamik, emotional, Erfahrung, Erinnerung, Freiheit, Groll, Heilen, Ignoranz, Introjekt, Kollektiv, Kommunikation, Konflikt, Kontakt, Kränkung, Lästern, Licht, Liebe, nachtragend, Opfer, Perfektionismus, Problem, Scham, Schatten, Schimpfen, Schmerz, Schöpferkraft, Schuld, Selbstwertgefühl, Streit, Täter, unbewusst, Unsicherheit, Verachtung, Verantwortung, Vergebung, Verzeihen, Wohl, Wunde, Wut
Mit “Kränkung” bezeichne ich die emotionale Destabilisierung des Selbstwertgefühls eines Erwachsenen. Auslöser (nicht Ursachen!) für Kränkungen sind zum Beispiel Abgrenzungen, Kritik, Ablehnung und Ignoriertwerden. Solche Auslöser bewirken nicht in jeder Situation eine Kränkung. Zu einer Kränkung kommt es erst, wenn ich das Ereignis als Abwertung meiner selbst interpretiere (s. “Das ist doch völliger Quatsch” oder: Wege zum Frieden). Infolge fühle ich mich als Mensch entwertet bzw. verunsichert. Die Verantwortung für solches Erleben liegt in mir – nicht in dir und deiner Meinungsäußerung.
Dann unterbreche ich den Kontakt zu dir vorübergehend, um mich zu heilen. Das mache ich der Situation entsprechend transparent (s. Streit konstruktiv auflösen). Ich will meine Kränkungsreaktion nicht an dir entladen, sondern mich selbst mit meinen Emotionen wie Scham, Wut, Verachtung und Groll in die Arme schließen. Ich will meine aufgescheuchten Introjekte ent-decken, meine selbstabwertenden (“Ich bin nicht liebenswert”) sowie meine perfektionistischen (“Ich muss mich mehr anstrengen”).
Wenn ich öffentlich darüber spreche, scheine ich manchmal die einzige Person im Raum zu sein, die solche Probleme kennt. Das liegt daran, dass unangenehme Introjekte und Emotionen häufig automatisch ablaufen, unbewusst bleiben und mittels Streit, Kontaktabbruch, Schimpfen, Lästern etc. ausagiert werden. Da mir das in meiner Selbsterfahrungsgeschichte nicht fremd ist, offenbare ich mich hier und da mit meiner Schattenarbeit.
Ich konnte erst heilen, als ich mit dem Ausagieren aufhörte und Verantwortung für meine Gefühle zu übernehmen begann. Wenn ich mir nicht anschaue, welcher wunder Punkt in mir berührt wird und nach Heilung verlangt, trage ich dir im wahrsten Sinne des Wortes etwas nach. Dann bin ich auch Jahre nach dem Vorfall innerlich noch intensiv damit beschäftigt. Dann kette ich mich mit meiner Kränkung an dich. Dann fühle ich mich als abhängiges Opfer und sehe dich als schuldigen Täter. Ich tue so, als ob ich nicht verantwortlich für mein Gefühlsleben wäre.
Dabei kann ich dir für das danken, was du in mir an Kränkung auslöst. Denn es ist ein Hinweis auf eine unerlöste Schattengestalt in meinem Sein. Mein Schmerz mahnt mich, auch sie ins Licht zu holen. So heile ich dank dir, indem ich die volle Verantwortung für das übernehme, was du in mir auslöst. Du bist einfach jemand, der mich erinnert, mich zu lieben wie ich bin. Und zwar mit allem Drum und Dran. Die natürliche Folge davon ist Vergebung. Vergebung geschieht von allein, sobald ich meinen Schatten in Liebe heimgeholt habe. Vergebung ist nichts anderes als bedingungslose Liebe. Solange ich dir nicht vergeben kann, gibt es in mir noch Verbanntes zu entdecken. Vergebung geschieht von allein, wenn ich meine emotionalen Hausaufgaben gemacht habe. Dann fühle ich mich wieder wohl und frei. Deshalb sage ich: Ich vergebe mir und nicht dir zuliebe.
Simone Meller
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