Posted on 26 Dezember 2010. Tags: Ausdruck, Auseinandersetzung, Clearing, Dienen, Entwicklung, Feiern, Gleichwertigkeit, Herz, Hier & Jetzt, Klarheit, leicht, Sein, spirituelles Erwachsenwerden, Stimmigkeit, Wachstum, Weite, Werden, wortlos, Zyklus
Worte und Verhaltensweisen, die mir gestern noch dienten und mein Herz weiter werden ließen, dienen mir schon heute nicht mehr. Sie versperren mir sogar die Tür. So darf ich das, was ich gestern noch als neueste Errungenschaft meines Werdens feierte, schon heute eingehen lassen in die Annalen meines Herzens. Auch wenn mir mein Heute mehr dient als mein Gestern, sind beide gleichwertige Seins-Ausdrücke von Simone. Ohne Gestern kein Heute. Was gestern meiner Klärung (Clearing) diente, endet in seiner Nützlichkeit dort, wo Klärung eintrat (geklärtes Sein).
Alles was sich klärt, geht wortlos in meinem Sein auf. Dann ist es leichter, zu sein, was ich bin, als es es zu er-klären. Dann kommt es einem Fallen ins Gestern gleich, wenn ich erneut das Alte bemühe. Dann spüre ich ein Brett im Herzen, wo eben noch Weite war. Doch sobald ich mich auf mein neu gewordenes Sein verlasse, weitet sich mein Herz. Und sofort strömt schon wieder Neues ein. Damit beginnt ein erneuter Zyklus der klärenden Auseinandersetzung, was mir entspricht und was mir nicht mehr entspricht. Klären – Sein. Klären – Sein. Klären – Sein. So werde ich zwischen gestern und morgen immer wieder das, was ich jeweils heute bin.
Text: Simone Meller | Foto: gpalm, Pixelio
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Posted on 12 Juli 2010. Tags: Abwertung, Achtung, Alte Energie, Atmen, Auseinandersetzung, Befriedung, Beruf, Bewertung, Beziehungsabbrüche, Dualität, Einheit, Einladung, extrem, Fremdheit, Freude, Frieden, Friedhöflichkeit, Gefühl, Gemeinsamkeiten, Geringschätzung, Gleichmacherei, Grandiosität, Idealisierung, Konflikt, Leben, Lernen, Liebe, Mitte, Neue Energie, Nondualität, Ping Pong, Polarität, sich stellen, Spiritualität, Streit, Symbiose, Transformation, Überforderung, Überheblichkeit, Unternehmen, Unterscheidung, Verachtung, Verantwortung, Werteabwägung, Wunder, Zwietracht
Wie kann man nur so sein! So legen wir gerne Maß an an dem, der uns aus der Ruhe bringt. Jeder private oder berufliche Konflikt hat mit zwischenmenschlichen Unterschieden zu tun. Doch konfliktverursachend sind nicht die Unterschiede, sondern unsere Unfähigkeit, sie zu ertragen. Sei es zu Hause oder in der Firma.
Da können wir helle und dunkle Seiten an uns erleben. In der einen Situation gehen wir liebevoll mit Unterschieden zwischen uns und anderen um. Doch schon im nächsten Moment finden wir uns überfordert von der Fremdheit des anderen in einem handfesten Streit wieder oder kehren um des lieben Frieden Willens die Unterschiede unter den Teppich.
Zwei beliebte Ausweichmanöver im Konflikt
Wenn wir Unterschiede als bedrohlich erleben und uns diesem inneren Thema nicht stellen möchten, haben wir zwei Möglichkeiten zum Ausweichen:
- Nivellieren von Unterschieden und Streben nach Symbiose (“Befriedung”)
- Bewerten der Unterschiede und Abbrechen des Kontakts (“Zwietracht”)
Damit sind zwei extreme Pole beschrieben, über die zu reflektieren sich lohnt. Gerade in dieser Zeit, da so viele spirituell orientierte Menschen davon sprechen, in der Neuen Energie würden Bewertungen aufhören. Bewertungen hören erst dann auf, wenn wir uns klar machen, was wir gewohnheitsmäßig mit Bewertung wegzumachen versuchen, nämlich die wahrhaftige Aus-ein-ander-Setzung mit uns und unserem Gegen-Über.
Nur eine bemerkte Bewertung kann transformiert werden
Viele Menschen, die die Ebene der Bewertung (“Zwietracht”) überwinden möchten, stellen sich nicht dieser Auseinandersetzung, sondern kippen einfach nur in das andere Extrem (“Befriedung”) und halten dies fälschlicherweise für Einheit und überwundene Dualität. Sie wähnen sich in der Neuen Energie, dabei sind sie am gegenüberliegenden Pol schon wieder in der Alten Energie gelandet. Noch haben sie nicht gelernt, die Bewertung zu transformieren, sondern nur sie zu vermeiden. Das ist nicht schlimm, sondern typisch Mensch.
Ich möchte mit diesen Zeilen für Klarheit werben, wo sich derzeit viele verwirren. Ich möchte dazu ermutigen, sich Konflikten zu stellen. Sich der Aufgabe zu stellen, die Unterschiede zwischen dir und mir auszuhalten, während wir gleichzeitig auf gemeinsamen Grund stehen.
Erst in der Mitte kann das Aushalten von Unterschieden gelernt werden. Zwischen “Befriedung” und “Zwietracht” führt ein schmaler Grat durch die Polarität in die Einheit. In der Mitte darf jeder sein, wie er ist. Da gibt es gewährenden Platz für die Unterschiede genauso wie Raum lassende Freude über Gemeinsamkeiten.
Verantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen
In der Mitte enden Konflikte, weil jeder Verantwortung für seine Gefühle übernimmt und für sich sorgt. Weil er das liebevoll tut, ist es nicht zum Schaden des anderen, sondern dient dessen Wachstum genauso wie dem eigenen.
Die Mitte ist nicht rechnerisch zu ermitteln. Auch ist sie kein Kompromiss. Sie ist ein Ort der gemäßigten Polarität und der heimfindenden Dualität. Weder vermeidet sie, was ist, noch verstärkt sie, was trennt. Sie lebt in Liebe, was zu leben ist.
In der Mitte bestehen Werte und Wertungen in fließender Weise fort: Nein, diese Vorgehensweise liegt mir nicht. Ja, diese Entscheidung stimmt mit meinen ethischen Vorstellungen überein. Nein, so möchte ich nicht leben. Ja, das gefällt mir sehr. – Das alles darf weiterhin sein und ist etwas völlig anderes, als wenn ich mich oder andere bewerte.
In der Mitte enden Idealisierung und Verachtung
In der Mitte enden Überhebung und Abwertung, Idealisierung und Geringschätzung, Grandiosität und Verachtung. In der Mitte enden Gleichmacherei, Friedhöflichkeit und fromme Verhaltenskodices. In der Mitte werden Polarität und Dualität in gegenseitiger Achtung gelebt und immer wieder auf die eine Liebe ausgerichtet.
In der Mitte atmet das Bewusstsein für das Wunder des Lebens, das ohne Polarität und Dualität nicht möglich wäre.
In der Mitte darfst du weiterhin du selbst und deinen Werten treu sein. In der Mitte darfst du nonduale Erfahrungen sammeln und dein duales Leben lieben.
Die eine Liebe ist überall. In der Mitte und an den Extremen. Doch erst in der Mitte lässt du sie zu. In der Mitte nimmst du mehr und mehr von dieser Liebe an. Du machst den Unterschied.
Du bist der Unterschied zwischen gestern und morgen
Du bist der Unterschied zwischen Neuer und Alter Energie. In tausenden von Entscheidungen Tag für Tag. Sei nachsichtig mit dir. Denn es gibt keinen Grund, streng oder besonders schnell zu sein. Wir alle sind auf dem Weg. Und dieser Weg heißt Leben.
Unterschiede gehören zum Leben. Sie sind eine Einladung uns selbst zu erfahren (s. Von der Bewertung zur Unterscheidung). Nehmen wir die Einladung an. Jetzt.
Text: Simone Meller
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Posted on 03 April 2010. Tags: Ablenkung, Auseinandersetzung, Erde, extrem, ganz, Geist, Heilen, heim, Herausforderung, Himmel, Lärm, lebenstüchtig, Materie, Meister, Menschenspiel, Mitte, Sein, sich stellen, spiritual bypassing, Stille, Typen, Vermeidung
Es gibt ein gemeinsames Thema zwischen dem, der übermäßig Ablenkung (“Lärm”) und dem, der übermäßig Stille sucht: Beide vermeiden die Auseinandersetzung mit sich selbst. Beide haben Schwierigkeiten, ganz auf der Erde zu SEIN. Während sich der erste Typ in den Fangärmen der Materie verliert, neigt der zweite Typ zum Entschweben ins Geistige (Spiritual Bypassing). Beide versuchen auf ihre Weise, der Herausforderung “Lebenstüchtigkeit” zu entkommen. Auch Mischformen sind weit verbreitet, d.h. Menschen fallen von dem einen Extrem ins andere. Das Ziel für alle drei Typen besteht darin, zu einer gesunden Mitte zu finden: Sich aufgespannt zwischen Himmel und Erde dem Menschenspiel zu stellen. Durch Meisterung all der anstehenden Lebensaufgaben entsteht eine Heimfindung zu sich selbst.
Simone Meller
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Posted on 16 Februar 2010. Tags: Angst, Auseinandersetzung, Authentizität, Begegnung, Beziehung, Fairness, Frieden, Kampf, Konflikt, Konfrontation, Krieg, Liebe, Macht, Mächtigkeit, Menschenspiel, Neues Bewusstsein, Pioniere, Vergebung, Wertschätzung

Du hältst mich hin, spielst Spiele der Macht
daran habe ich dir begegnend nicht gedacht
Mein Spiel der Fairness hast du verkannt
Mächtigkeit in Liebe noch unbekannt
Nicht Krieg, sondern Klären in Frieden
berührt Ressourcen bislang gemieden
Ich schau den Themen aufrecht ins Gesicht
vermeide Aus-ein-ander-Setzung nicht
Mühsam die Arbeit, pures Gold der Lohn
verblassen ängstliche Worte aus Hohn
Komm, ich lade dich gerne wieder ein
treten wir gemeinsam in Neues hinein
Simone Meller
Posted in Lyrik