Tag Archive | "Anziehung"

wohin führt dich dein wort


du lebst in deinem warum
und dein handeln antwortet

dein ausgehendes wort
kreiert ankommendes wort

dein wort schafft antwort
wohin führt dich dein wort

simone meller

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Wer unterscheiden übt, entdeckt seine Schöpferkraft


Zwischen Wohl und Leid unterscheiden üben

Schöpferkraft hat ihren Ursprung in der Fähigkeit zur Unterscheidung. Jahrzehnte bevor ich das so formulieren konnte, begann sich allein durch Unterscheidungsfähigkeit mein Leben zu verändern. Einfach indem ich in jeder Situation neu zwischen Wohl und Leid zu unterscheiden lernte, also zwischen…

… meinem Widerstand gegen das, was mir nicht entspricht (Selbstfürsorge/Wohl) und
meinem Widerstand gegen das, was mir entspricht (Selbstsabotage/Leid).

… meiner Lust auf das, was mir entspricht (Ausrichtung auf Fülle/Wohl) und
meiner Lust auf das, was mir nicht entspricht (Ausrichtung auf Mangel/Leid).

Die Schwierigkeit liegt dabei nicht in der gegenständlichen Unterscheidung von Wohl und Leid, sondern in der Formulierung “was mir (nicht) entspricht”. Was mir gestern noch entsprochen hat (wahres Selbst), kann bereits heute unstimmig (falsches Selbst) und in neuer Form morgen wieder stimmig sein. Denn ich befinde mich im beständigen Wandel. Es gibt also keine harten Kriterien für die Unterscheidung, sondern das einzige, was mir hilft, ist so etwas wie ein Spürbewusstsein. Ich kann spüren, was meinem Wohl dient und was nicht. Ich unterteile meine Realität nicht per se in positive und negative Energie, denn es steht und fällt jeweils neu mit meiner Reife und Schwingung, welche Energie für mich positiv (hebend) oder negativ (senkend) sind.

Ich begleite Menschen beim  Üben dieser Unterscheidungen und damit beim Entdecken ihrer Schöpferkraft. Solange sie nicht situationsbezogen zwischen Wohl und Leid unterscheiden können, entscheiden sie sich mehr oder weniger für ihre bisherige Gewohnheiten und sind frustriert, dass es mit ihrer Schöpferkraft anscheinend nicht so weit her ist. Dabei wenden sie fortlaufend ihrer Schöpferkraft an! Nur kann nichts Neues entstehen, solange die (unbewussten) Entscheidungsmuster fortgeführt werden.

Sich über Entscheidungsgewohnheiten bewusst werden

Ob mal jemand ausgerechnet hat, wieviele Entscheidungen wir täglich treffen? Wieviel Prozent unserer Entscheidungen sind stimmig und wieviele unstimmig? Was bedeutet das für unser persönliches Resonanzfeld? Wir ziehen solche Menschen und Situationen an, in denen wir uns optimal spiegeln können. Wir erkennen uns im Spiegel, indem wir auf die in uns entstehednen Gefühle achten und liebevoll mit ihnen sind.

Mein Weg der Heilung und Entfaltung bestand in einer Veränderung meiner Entscheidungsgewohnheiten (s. Nein-Sagen). Ich lernte, mich immer öfter für mein stimmiges Wohl zu entscheiden. Dieses Prinzip nenne ich Selbstverwirklichung. Ich übe die Anwendung dieses einfachen Prinzips in allen Lebensbereichen. Dadurch hat sich mein Dasein grundlegend gewandelt und es wandelt sich weiterhin. Wie viele andere Menschen auch hatte ich eine schwierige Biografie. Doch verdanke ich ihr die Erfahrung meiner Schöpferkraft. Denn ohne das erfahrene Leid könnte ich das Leben in Wohligkeit nicht schätzen, vermöchte ich das Stimmige nicht vom Umstimmigen zu unterscheiden.

Ohne Unterscheidung keine bewusste Entscheidung

Nur dort, wo wir unterscheiden können, werden wir fähig zur bewussten Entscheidung. Wir treffen auf Scheidewege – Tag für Tag, Minute für Minute, Sekunde für Sekunde. Wir verfeinern unsere Fähigkeit zur bewussten Anwendung von Schöpferkraft, während uns Alles-was-ist beständig den Spiegel vorhält. Aber auch hier unterscheiden wieder wir, was wir darin sehen und was eben (noch) nicht. Wir sind frei. Wir dürfen wählen. Und jederzeit sind wir der Liebe wert – unabhängig davon, was wir wählen. Nie sind wir nicht auf unserem Weg.

Simone Meller

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Von der Flucht in die Stille


Ich erzähle hier von der Flucht in die Stille und ihrem unermesslichen Leid.

Zunächst beschreibe ich Phänomene der Stille und deren positive Wirkung. Während viele Menschen vor der Stille ausweichen (z.B. stundenlang ihr Meditationskissen umkreisen oder immer neue Ablenkungen finden), gibt es eben auch Menschen, die den  Seins-Zustand der Stille über alle Maßen bevorzugen und sich möglichst oft  dorthin flüchten.

Ursache dafür sind Traumata, deren Transformation noch nicht gewagt wird. Die Transformation kann erst dann riskiert werden, wenn ausreichend Liebe vorhanden ist. Es bedarf der inneren, sammelnden Erfahrung, pure Liebe zu sein, und einer äußeren Begleitung, die kompromisslos auf Liebe ausgerichtet ist. So entwickelt sich aus der Flucht in die Stille eine heilsame Stille, in der das Sprechen gelernt wird.

Ich unterscheide zwischen äußerer und innerer Stille. Bei der Inneren Stille nehme ich behelfsweise eine weitere Differenzierung vor:

a) Stille im Seelenmeer

b) Stille im geistigen Reich

c) stillste aller Stillen (Nichts)

Auch wenn ich erfahren habe, dass manchmal alles eins ist, sind  diese Unterscheidungen hilfreich im Auf und Ab des Menschenspiels.

zu a) Für das “Grobe” im Alltag genügt oft ein Eintauchen in das Seelenmeer. Sofort strömt mehr Liebe in die Situation, und sie wandelt sich binnen Sekunden. Diese Stille erfährt man besonders nach einem schmerzlichen Transformationsprozess als nährend. Diese Stille erdet zudem, da sie die Einheit zwischen uns und unserer Seele (ganz hier auf der Erde sein) verstärkt.

zu b) Wenn ich durcheinander bin und nach Klarheit strebe, sinke ich tiefer, nämlich in das geistige Reich hinein und lehne mich an das Tor zur ewigen Stille. Im Bewusstsein des Nichts an meinem Rücken lasse ich mich ein auf Bilder, Worte, Klänge, Gefühle etc. im geistigen Reich. Es ist hier sehr still, aber nicht völlig still. Die Stille ähnelt der in einem Theater, während auf der Bühne die Inszenierung erfolgt. Hier finde ich Klärung und Führung. Manchmal ist etwas angebracht, was ich vorläufig als “Intensivierung” bezeichnen möchte, dann löse ich mich im SEIN auf. Spätestens jetzt bin ich wieder kristallklar.

zu c) Mit bestimmten Prozessen durchschreite ich im Finale das Tor zur ewigen Stille und gelange im Nichts an. In vielen meiner Texte beschreibe ich es als Einfaltung der Welt, so wie sich eine aufziehbare Klappkarte zusammen faltet. Dort erfahre ich mich als Nichts, als Alles, als Weite, als Ewigkeit, als pure Essenz von Liebe. Dort zu sein, ist extrem wohltuend und regenerierend. Dort passiert etwas, was ich mit Reset umschreibe.

Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Geschichte die Erfahrung der Stillsten aller Stillen (c) vor allen anderen Lebenserfahrungen bevorzugen. Nur dort fühlen sie sich ganz und geborgen. Dort wollen sie so oft wie möglich sein, auch wenn die Erfordernisse des Alltags andere sind. Leben zeichnet sich dadurch aus, dass wir nicht ständig in Stille sind, sondern Dualität und Polarität erfahren. Sie neigen also dazu, ihre nächsten anstehenden Schritte im Menschenspiel zu überspringen (eine Variante des “spiritual bypassing”, s. Punkt 2 dieses Artikels). Häufig sind das Menschen, die zu Beginn ihres Lebens (meist im vorsprachlichen Bereich) eine solche Gewalt und psychische Vernichtung erlebt haben, dass sie davon nichts mehr wissen und nur zurück ins kosmische Nichts wollen. Mein Mitgefühl für diese Menschen ist groß.

Zugleich hat es einen Sinn, dass diese früh und so massiv verletzten Menschen diese Erfahrung machten. Ihre Seelen wählten die brachiale Gewalt, um sie transformieren zu lernen. Allerdings fühlt sich irdisch manches schlimmer an, als sich die Seele dies bei der Planung ihres Lebens vorstellte. So tendiert das menschliche Ego in diesen Fällen zur Flucht in das Nichts, das dann paradoxerweise oft nicht mehr das ewige Nichts (c), sondern ein abgespaltenes Pseudo-Nichts ist, wo eine neue Welt kreiert wird. (Es ist leichter, diesen Unterschied zu fühlen, als ihn in Worten zu beschreiben.)

Diese Menschen vermeiden die Konfrontation mit ihrem Schatten, weil sie von der Angst gesteuert werden, ein zweites Mal am lebendigen Leib zu sterben. Sie versuchen, am Leid vorbei einen Bypass zurück in den Spirit zu legen. Dabei verkennen sie, dass auch das hiesige Leid und alle anderen Varianten des Menschenspiels Spirit sind. Spiritual bypassing beschreibt nur ein Phänomen, denn in Wahrheit kann es nicht funktionieren, weil die kosmische Ordnung auch hier wirkt: Über das Resonanzprinzip zieht der innere Schatten äußeren Schatten an. Probleme und Herausforderungen im Außen nehmen zu und fordern heraus, sich dem innerlich abgespaltenen Schattenthema zu stellen (s. Kosmische Gesetze).

In dieser nun einsetzenden Konfrontation kommen dem hier beschriebenen “Bypasser-Typ” seine stabilisierenden Erfahrungen im Nichts zugute. Nach unermesslicher Erschütterung am Anfangs seines Lebens hat er dort in der Stillsten aller Stillen Ruhe, Kraft und Vertrauen getankt. All das braucht er in maximaler Ausprägung, um sich seinen Traumata stellen zu können, ohne ein weiteres Mal zu sterben. In archetypischen Bildern ausgedrückt lernt er, allen Teufelsaspekten des Seins ins Gesicht zu schauen. Indem er den hässlichen Fratzen begegnet, beginnt er, sein persönliches Menschenspiel zu durchschauen. Er erinnert sich an seinen Seelenplan und findet neuen Mut für die nächsten Spiele. Er beginnt, sich zu erden. Er beginnt, den Himmel auf die Erde zu holen.

Das hier Beschriebene geschieht nicht nur einmal, sondern viele, viele Male. Jeder dieser Schritte gelingt nur in liebevoller Begleitung. Anderenfalls kommt es zur Retraumatisierung, und der Prozess wird abgebrochen. Sanftheit, Geduld und Angemessenheit sind hier gefragt. Die Prozesse dürfen jederzeit unterbrochen werden. Im Gegensatz zum eskalierenden Abbruch stabilisiert eine bewusst herbeigeführte Unterbrechung die Person. Die scheinbare Pause bereitet den Boden für die nächsten Schritte.

So phantastisch all die Stillen sind und zur Heilung beitragen: Für früh verletzte Menschen ist das SPRECHEN Medizin. “Der Mensch wird am Du zum Ich”, brachte es Martin Buber brillant auf den Punkt. Genau das haben diese hochgradig traumatisierten Menschen nachzuholen: Sich einzulassen auf ein spirituelles Wesen aus Fleisch und Blut, nämlich auf einen Menschen. Also auf die Spezies, die am Anfangs ihres Lebens vernichtend einwirkte. Um zu heilen, müssen sie das tun, was sie am Lebensanfang zu lassen lernten: Vertrauen. Die zwischenzeitlich gemachte Erfahrung des wunderschönen ewigen Nichts hilft ihnen, sich dem allerschlimmsten und einst scheinbar ewig währenden Nichts (nämlich totale Verlassenheit) zu stellen.

Ihre spirituelle Erfahrung ermöglicht ihnen, ihre menschliche Erfahrung ins Herz zu nehmen und zu erkennen, dass alles, einschließlich des entsetzlichen Lebensanfangs mit seinen fatalen Folgen für das weitere Leben, ein gigantisches und trotzdem ernst  zu nehmendes Spiel ist. Zugleich erspart ihnen diese immer öfter wiederkehrende Erkenntnis NICHT, sich den nächsten schmerzlichen Aspekten zu stellen. Transformation ist und bleibt ein Prozess, egal wie weit die eigene Erkenntnis bereits reicht. Im Menschenspiel gibt es keine Abkürzungen. “Es kommt alles wieder, was nicht bis zum Ende gelitten und gelöst wird”, formulierte Hermann Hesse so treffend.

Gibt es auch keine Abkürzungen, so existiert doch ein Weg, der auch das Entsetzlichste annehmbar macht: Es ist der Weg der Liebe. Er führt jeden Seins-Aspekt heim. Von dort kommen wir. Dorthin gehen wir zurück. Von DORT sind wir nie getrennt, auch wenn wir HIER sind. Liebe führt nicht am Leid vorbei, sondern mitten hindurch. Mit dem Herzen kann ich Leid nicht wegmachen – in der Liebe darf es SEIN und von innen heraus Wandlung erfahren.

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Text: Simone Meller | Foto: Pixelio, Jürgen Nieen

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Was ist Liebe?


Kein Wort bringt mehr Missverständnisse ans Licht als die Liebe. Vor kurzem schrieb ich auf persönliche Weise über die gängigen Verwechslungen der Liebe mit Abhängigkeit, Leiden, Erotik, Sexualität und Prostitution. Mir fällt es nicht leicht, das Wesen der Liebe in Worte zu fassen. Meine Versuche münden in Lyrik, aber selten in Klartext. Deshalb freue ich mich sehr, hier einen  klärenden Gastbeitrag von Reiner Schmid veröffentlichen zu dürfen. Möge er mehr Licht in die Verwirrungen rund um die Liebe bringen. Simone Meller, Foto: Pixelio, Sonja Winzer

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Die romantische Liebe im Kontext der allumfassenden Liebe

Die romantische Liebe ist etwas, was sich fast jeder wünscht, nämlich eine erfüllte Liebesbeziehung mit einem anderen Menschen. Was hat so eine erfüllte Liebebeziehung mit einer Liebesbeziehung mit der absoluten, allumfassenden Liebe zu tun, die wir sind? Über diese romantische Beziehung sind Bücher geschrieben worden, Geschichten, Filme gemacht worden. Sie ist vielfach gleichgesetzt worden mit sexueller Anziehung, jemandem die Wünsche von den Augen abzulesen, jemanden auf den Händen zu tragen, alles gemeinsam zu tun. Das sind natürlich Klischees und trotzdem ist tief in vielen gerade der Wunsch, die Sehnsucht nach so einer Beziehung vorhanden. Dies ist eigentlich der Wunsch nach Verschmelzung mit einem anderen Menschen, obwohl das nur das äußere Bild ist. Die allumfassende Liebe ist niemals teilbar. Sie ist nicht etwas, was wir für jemanden empfinden.

Allumfassende Liebe ist das, was wir sind. Sie ist das, was in uns atmet und denkt und fühlt. Sie ist schlicht das, was das ganze Leben überhaupt erst möglich macht. Dies allumfassende Liebe auf romantische Beziehungen zu reduzieren ist die Sonne auf eine gelbe Scheibe reduzieren, wie sie auf Kinderbildern erscheint.

Die allumfassende Liebe ist die Antriebskraft, die allem inne wohnt. Antriebskraft wohnt in allem, was wir aus vollstem Herzen tun. Sie wohnt aber auch in allen Dingen, die wir auch aus anderen Beweggründen tun, weil wir ja letztlich immer dort hin zur Liebe wollen.

Die Frage ist nun, wie komme ich denn zu einer erfüllen Liebesbeziehung, die im Einklang mit meinem ganzen Sein, also der allumfassenden Liebe steht? Da ich bereits die allumfassende Liebe bin, gilt es meinen Fokus genau darauf zu richten. In der Erkenntnis, das wachzurufen in meinem Bewusstsein, was sowieso da ist, stärke ich den spürbaren Einfluss auf meine Leben. Je mehr Raum ich der allumfassenden Liebe gebe, desto mehr durchdringt sie mein gesamtes Sein, desto mehr kann sie sich in meinem Leben entfalten. Dazu gehört Vertrauen. Vertrauen bedeutet, alle scheinbaren, sichtbaren Ereignisse, Handlungen und Geschehnisse zu durchdringen, zu durchschauen, auf den Kern der Dinge zu schauen, ohne mich ablenken zu lassen von ihren Illusionen. Schaue ich durch den Schleier dieser äußeren Scheinwelt, schaue ich immer auf die allumfassende Liebe, und das ist die Aufgabe, die ich habe, um die wahre Liebe in meinem Leben zum Grundton, zur Grundlage zu machen. Dieses Fundament ermöglicht es erst, ein stabiles Haus darauf zu bauen, das Haus einer Beziehung, die auch äußeren Erdbeben, Stürmen und Gewittern standhält. Bin ich verankert in der allumfassenden Liebe, so kann ich diese in jedem Menschen wahrnehmen. Es ist die Spiegelung meiner eigenen Existenz. Ich erkenne so auch, dass der Nächste identisch ist mit mir, was unseren Wesenskern angeht. Die Aussage „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist genau dies.

Das Einswerden im Bewusstsein der allumfassenden Liebe hat seinen materiellen Ausdruck in dem Wunsch eins zu werden mit einem anderen Menschen. Wenn dies aus freien Stücken in der freien Unschuld der Liebe passiert, so ist es das Ideal, nach dem alle streben. So wird die Unendlichkeit der allumfassenden Liebe spürbar im körperlichen Akt und werden wir hinausgetragen aus unserer äußeren Empfindung in die Gleichzeitigkeit der Weite und der Schönheit der wahren Liebe.

Die Anziehung, die zwischen zwei Menschen vor sich geht, kann ich einteilen, so glaube ich wenigsten, nach gemeinsamen Eigenschaften, nach Aussehen, nach Interessen, wonach auch immer. Letztlich spielt aber die Schwingung des momentanen SoSeins eine viel größere Rolle. Wenn ich eingetuned bin auf die absolute Liebe, so kann mir leicht ein Partner über den Weg laufen, der auf der selben Frequenz schwingt. Das ist sozusagen die Korrespondenz der Seelen auf einer gewissen Ebene, so können sie miteinander kommunizieren. In der absoluten Offenheit ziehe ich leichter die Offenheit an, als aus einer Disposition der Angst oder Wut heraus.

Das tägliche Ritual des sich Verankerns und Einschwingens auf die absolute Liebe ermöglicht Begegnungen mit Menschen, die auch auf dieser Frequenz liegen und sich bewusst darauf ausgerichtet haben. Das ist das Ziel, sich in Gemeinsamkeit auf die absolute Liebe einzuschwingen und diese durch alles, was wir tun, denken und fühlen, wirksam werden zu lassen. So entsteht diese tiefe Befriedigung, die Freude und das Gefühl, des eins Seins, des Zusammengehörens. Es ist nur die äußere Spiegelung dessen, was wir bereits sind. Aus dieser Spiegelung erwachsen all diese Freundlichkeiten, die jeden Tag immer wieder zu einer Bestätigung der Ausrichtung auf die wahre Liebe machen.

Informationen zu hören und sie umsetzen zu können, sind manchmal zwei verschiedene Dinge. Mancher muss dabei gründlicher vorgehen, weil die Tendenz da ist, von dieser Linie wieder abzuschweifen. Oder es fehlt das Vertrauen. Beides schwächt die Intention, die Absicht, in der wahren Liebe verankert zu bleiben.

Es ist wichtig, in der wahren Liebe verankert zu bleiben, weil sie die Basis ist, für alles, was im Äußeren passiert. Ich bin nicht verankert in der Liebe, also kann sich im Äußeren diese Spiegelung der wahren Liebe in einer absolut erfüllten Beziehung, die passgenau für mich da ist, nicht wirklich erfüllen.

Es geht erst einmal um eine Liebesbeziehung mit der Liebe selbst. Mit der wahren Liebe, die der Urgrund unseres Seins ist. Erst daraus kann sich als logische Folge des verankert Seins in der wahren Liebe die Entsprechung im Außen zeigen. Dazu gehört das Vertrauen. Das Vertrauen ist der Katalysator. Ohne Vertrauen kann die Entfaltung der Liebe nicht wirklich vonstatten gehen. Die Liebe ist wie eine Saat, die nicht wirklich aufgehen kann, wenn sie nicht durch das Vertrauen begossen wird. Die Saat der Liebe braucht Nahrung. Die Nahrung ist Vertrauen. Der Boden, in dem diese Saat sich entfaltet, ist unser wahres Selbst.

Reiner Schmid

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