Tag Archive | "Antlitz"

Schuld und Scham


Schuld und Scham heißt: ich darf nicht sein.
Schuld verlangt nach Strafe, Scham nach Verborgensein.
Liebe heilt Schuld und Scham.
Liebe straft nicht. Liebe verbirgt nicht.
Nur als sie spielte ergeben ihre Rolle im Menschenspiel.
Als sie ihr Gesicht zeigte als Schuld und Scham,
um von dir erkannt und erlöst zu werden,
obwohl sie keiner Erlösung bedarf.
Doch findest du erst Erlösung, wenn du sie erkennst.
Erkenne die Liebe auf deine Weise – immer wieder neu.

Simone Meller

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Besinnung


Lass all meine Tränen
nur eine Träne und
zwar in deinem Herzen
sein

Lass all meine Falten
nur eine Linie und
zwar in deinem Antlitz
sein

Lass all meine Ängste
nur ein Begehren und
zwar nach deiner Liebe
sein

Simone Meller
*

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Das Leid meiner Patienten


Was meine Patienten nicht erzählen können, muss ich erleben. So erleide ich in Auszügen ihr Schicksal, bringe es in mir zur Heilung und biete das sich dabei als hilfreich erweisende als Speise an. Manchmal genügt es auch, dass ich es erfahren habe und davon zu sprechen weiß. Immer geht es darum, mich berühren zu lassen vom Furchtbaren, ohne darin unterzugehen. Es sind meine Ich-Grenzen, die uns retten, denn sie ermöglichen mir aus einer tiefen Geborgenheit heraus eine Öffnung für das vermeintlich Fremde. Noch nie fand ich Fremdes in der Tiefe, wohl aber unüberwindbare Hilflosigkeit, die gemeinsam ausgehalten werden wollte. So sind die tapfersten Momente oft jene gewesen, in denen nichts mehr ging und ich meine Bereitschaft erklärte, die vollständige Lähmung durch das Leid zu erfahren. Wie von Zauberhand löste sich dann der Bann, wenn ich mein Erleben in Worte zu fassen begann. Es war, als ob ich etwas hatte sehen müssen, wovor zu oft die Augen verschlossen gewesen waren. Immer war es das Hässliche, ob es nun als entsetzliche Ohnmacht, Scham oder anders abscheulich daher kam und das mich fragte: Siehst du mich? Siehst du mich endlich? Endlich siehst du mich. Jetzt kann ich endlich sein. So schöpfen wir Hoffnung in der Tiefe und tragen sie in die Welt. Während wir das tun, verändert sich unser Antlitz und mit ihm das Antlitz der Welt.

Simone Meller

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Das Antlitz der Wirtschaft verändert sich


Für viele Menschen ist Business noch eine Art Parallelwelt, in der sie glauben, anders als sie selbst sein zu müssen. Eigentlich kann das niemand wirklich wollen. Denn wenn wir nicht das sind, was wir sind, stehen wir nicht in unserer vollen Kraft. Und welches Unternehmen wünscht sich nicht die volle Kraft seiner Mitarbeiter/innen? Es bedarf lediglich des Mutes, sich der durch Wahrhaftigkeit entstehenden kreativen Spannung zu stellen, und des Vertrauens, dass solche Prozesse durch Liebe getragen zum Wohle aller enden. Das ist der Kern meiner unternehmensberaterischen Arbeit, die ich sowohl an der Spitze von Organsationen als auch an deren Basis anbiete.

Wir erleben den Wandel einer Welt, in der immer öfter das Herz führt und der Verstand dient. Dies führt nicht zur völligen Auflösung von Strukturen, wohl aber zu deren Transformation auf zeitgemäße Schwingungsniveaus. Denken wird transrational und macht Platz für Kreativität und freudigen Erfolg, wie sie einer fortlaufenden Bewusstseinserweiterung entspringen. Kritik und Skepsis dürfen weiterhin sein, sind als Entwicklungsstimulanzien sogar ausdrücklich willkommen. Die Führung des Herzens meint keinesfalls die Ignoranz von Kopf und Bauch, sondern integriert deren Impulse harmonisch in ein neues Bewusstsein. Aus diesem erweiterten Bewusstsein können wichtige Geschäftsentscheidungen und betriebliche Prozessoptimierungen in Leichtkeit vollzogen werden, während sie zugleich an Sinn und Innovation gewinnen.

Eine Wirtschaft, in der es möglich geworden ist, auf einer bunt gemischten Wirtschaftstagung und anderen Kongressen Erfolg aus ganzheitlicher Sicht zu beleuchten, hat ihr Antlitz verändert. Es ist möglich, öffentlich über Liebe, Tod und Selbstverwirklichung zu sprechen. Es ist möglich, über die neue Balance von femininer und maskuliner Energie  und kosmische Gesetze wie Polarität und Resonanz zu sprechen. Lasst es uns so oft wie möglich tun! Wir erfahren, wie sich wirtschaftliches Handeln von Innen heraus erneuert, indem wir mit Beispielen vorangehen. Das Antlitz der Wirtschaft verändert sich auch weiterhin nur durch Menschen, die sich ein Herz fassen und ihre  beruflichen Verstecke verlassen. Sie verändert es durch lebensfrohe Vorreiter/innen, die sich wahrhaftig und liebevoll in Unternehmen einbringen. Wir verändern die Wirtschaft, indem wir die Veränderung sind.

Simone Meller

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