Posted on 06 September 2010. Tags: Alte Energie, Arbeit, Arbeitsprozesse, Beruf, Chance, Coaching, Evolution, Genuss, Geschenk, Gewebe des Lebens, Hoffnung, Mangel, Mitte, Neue Energie, Neues Bewusstsein, Nutzen, Ping Pong, Politik, Resonanz, Seelenplan, Selbstverwirklichung, Stecker, Übergang, Unternehmen, Wandel, Wirtschaft, Zwischenraum
Wenn das Alte Platz macht
Immer wenn etwas versiegt, ist das ein Zeichen dafür, dass Raum für Neues entsteht. Egal ob das im Bereich Arbeit, Liebe, Finanzen, Freundschaft, Gesundheit, Fitness etc. passiert. Das Alte zieht sich zurück und gibt den Platz frei für das, was kommen möchte.
In meiner eigenen Entwicklung habe ich das oft so erlebt, als ob mir der Stecker gezogen wurde. Damit war ich zwar einverstanden gewesen, nicht jedoch mit dem gefühlten Zwischenraum zwischen meinem alten und meinem neuen Leben. Oftmals schien es mir unerträglich lang zu dauern, bis die neue Verstöpselung stand. Manches Mal habe ich mich gefragt, warum dieser oder jener Übergang nicht sanfter (in Wahrheit meinte ich: unauffälliger) über die Bühne gehen konnte. Doch hätte ich ihn dann überhaupt bemerkt geschweige denn vollzogen?
Im Zwischenraum gibt es nur zwei Gefahren. Die erste besteht darin, mangels “guter Hoffnung” wieder enttäuscht zum alten Stecker, also zur bisherigen Lebensweise zu greifen. Die zweite Gefahr besteht darin, in realitätsfernes Wunschdenken zu verfallen, sich auf “falsche Hoffnungen” zu versteifen und den Anschluss an das Neue vielleicht zu verpassen. Jenseits dieser Extreme, die beide dem Mangelbewusstsein zuzuordnen sind, gibt es einen liebevollen Weg der Mitte. Dort wird den Herzenswünsche die Treue gehalten und eine Angst nach der anderen transformiert. Im Kern ist es das, was ich Selbstverwirklichung nenne. Und im Zweifel gilt: Nicht warten, sondern leben!
Im Zwischenraum findet dein Seelenplan Luft zum Atmen
Mittlerweile habe ich gelernt, diesen Zwischenraum weitgehend zu genießen. Er schenkt mir Zeit, Luft und Energie, um mich weiter gemäß meinem Seelenplan zu entwickeln. Ich hadere weniger “Warum kann denn nicht jetzt…”, sondern frage öfter “Was ist dank der besonderen Situation jetzt möglich? Wozu werde ich gerade eingeladen?”. Da purzelt’s dann regelmäßig Geschenke, sofern ich sie anerkenne und nicht dem unangemessenen (besserwisserischen!) Anspruch opfere, dass jetzt eigentlich etwas ganz anderes stattfinden müsste.
Ich begleite Menschen beim “Umstöpseln” in die Neue Energie – eine Metapher für scheinbar unstete Prozesse der Selbstverwirklichung. Ich weiß, dass es mit einmal “Umstöpseln” nicht getan ist. Besonders herausfordernd kann der Wandel in beruflicher Hinsicht verlaufen (s. Coaching für Selbstverwirklichung im Business). Einerseits hängt das eigene Leben von einer steten Quelle der Geldeinnahme ab, andererseits mögen viele Menschen ihre kostbare Lebenszeit nicht mehr um jeden Preis verkaufen. Ist eine solche Situation nun ein unlösbarer Patt, ein heikler Spagat oder eine im wahrsten Sinne des Wortes unvorstellbare Chance auf Selbstverwirklichung? Das ist zunächst eine Frage der individuellen Perspektive. Aus meiner Sicht läuft die Zeit der Doppelleben (Arbeiten für ein Leben “danach”) kollektiv laaangsam auf ein Ende zu. Was aus höherer Perspektive ein evolutionärer Schritt der Menschheit ist, verteilt sich in tausenden von Mustern auf unsere täglichen, berufsbezogenen Entscheidungen und die der nachfolgenden Generationen. Wir alle entwickeln uns permanent weiter, doch arbeiten wir nicht immer parallel an den gleichen Themen. Auf diese Weise können wir uns in unserer Unterschiedlichkeit erfahren und zugleich optimal voneinander lernen.
Persönliche Zeichen für deine anstehende berufliche Veränderung
Es gibt persönliche Zeichen, die darauf hinweisen, dass es für dich an der Zeit sein könnte, den Wandel auch in deinen Beruf oder dein derzeitiges Arbeitsfeld hereinzulassen. Zum Beispiel bist du bei der Arbeit schnell erschöpft, du fühlst dich verkleidet und musst dich zu bestimmten Verhaltensweisen zwingen. Es ist das Versiegen deiner Alten Energie. Immer wieder hast du Visionen davon, was du gerne anders machen würdest, und du fühlst dich frisch, aktiviert und voller Tatendrang, wenn du mit etwas in Berührung kommst, das in diese Richtung weist. Das ist das Einströmen der Neuen Energie. Je mehr Menschen dieser Neuen Energie vertrauen, desto deutlich sichtbarer wandelt sich das Antlitz der Wirtschaft. Ein komplexes System wie unsere Wirtschaft verändert sich weniger durch das (politische) Drehen bestimmter Stellschrauben, als durch Neues Bewusstsein der wirtschaftenden Menschen. Jeder, der sich ein Herz fasst und um seiner selbst willen etwas Neues wagt, bahnt Wege und zieht andere allmählich mit.
Doch es gibt eben auch diese Phasen im oben beschriebenen Zwischenraum. Das Alte ist fort, das Neue noch nicht greifbar nah. Unsicherheit über die nächsten Schritte entsteht. Zwischen Hoffnung und Neubeginn fragst du dich, ob du wirklich noch auf Kurs bist und zwar auf deinem Kurs!
In solchen Übergangsprozessen, in denen es um wichtige Weichenstellungen für dein zukünftiges (Arbeits-)Leben geht, kann Coaching eine Wohltat sein. Wenn dir ein Projekt vorschwebt, dessen Nutzen sich gegenüber der Unternehmensleitung argumentieren lässt, wird dir vielleicht ein Einzelcoaching bezahlt. Seid Ihr mehrere Gleichgesinnte, kann ein zugeschnittenes Gruppencoaching (z.B. in Anlehnung an diese Veranstaltung) noch ökonomischer sein. Falls du dein Coaching selbst finanzierst, weil es unter Umständen auf ein Verlassen der Firma hinauslaufen könnte oder weil du bereits selbstständig bist, so will ich dir sagen, dass ich dir aus genau diesem Grund seit neuestem die Mehrwertsteuer schenke. Alles über mein überregionales Coaching und das neue Preissystem erfährst du hier.
Wir verändern das Gewebe des Lebens
Sollten sich unsere Wege im Operativen nicht kreuzen, so haben sie es zumindest auf einer anderen Ebene bereits getan. Denn ich schreibe dir, und du liest meine Worte. Du und ich – wir stehen zueinander in einer ganz bestimmten Resonanz. Wir beide sind Teile eines Musters in der menschlichen Evolution. Wir folgen dem, was uns jeweils richtig erscheint und verändern auf diese Weise das Gewebe des Lebens. Entsprechendes geschieht bei dir zu Hause, in der Firma, beim Sport etc.. Machen wir uns diese unendliche Vielfalt der Resonanzen bewusst, so erscheint es doch weniger erstaunlich, dass wir manchmal im Zwischenraum hängen, sondern vielmehr höchst bemerkenswert, wie oft die Umstöpselung von der Alten in die Neue Energie reibungslos klappt! Komm, lass uns dies feiern – und die Zwischenräume genießen, wie sie sich ergeben. Sie sind Stationen in deinem Seelenplan: Halte inne, stelle Weichen und fahr zur rechten Zeit mit voller Kraft voraus!
Text: Simone Meller | Fotos: Gabi Schoenemann, Ingo Heemeier, Kurt Michel, Pixelio
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Posted on 12 Juli 2010. Tags: Abwertung, Achtung, Alte Energie, Atmen, Auseinandersetzung, Befriedung, Beruf, Bewertung, Beziehungsabbrüche, Dualität, Einheit, Einladung, extrem, Fremdheit, Freude, Frieden, Friedhöflichkeit, Gefühl, Gemeinsamkeiten, Geringschätzung, Gleichmacherei, Grandiosität, Idealisierung, Konflikt, Leben, Lernen, Liebe, Mitte, Neue Energie, Nondualität, Ping Pong, Polarität, sich stellen, Spiritualität, Streit, Symbiose, Transformation, Überforderung, Überheblichkeit, Unternehmen, Unterscheidung, Verachtung, Verantwortung, Werteabwägung, Wunder, Zwietracht
Wie kann man nur so sein! So legen wir gerne Maß an an dem, der uns aus der Ruhe bringt. Jeder private oder berufliche Konflikt hat mit zwischenmenschlichen Unterschieden zu tun. Doch konfliktverursachend sind nicht die Unterschiede, sondern unsere Unfähigkeit, sie zu ertragen. Sei es zu Hause oder in der Firma.
Da können wir helle und dunkle Seiten an uns erleben. In der einen Situation gehen wir liebevoll mit Unterschieden zwischen uns und anderen um. Doch schon im nächsten Moment finden wir uns überfordert von der Fremdheit des anderen in einem handfesten Streit wieder oder kehren um des lieben Frieden Willens die Unterschiede unter den Teppich.
Zwei beliebte Ausweichmanöver im Konflikt
Wenn wir Unterschiede als bedrohlich erleben und uns diesem inneren Thema nicht stellen möchten, haben wir zwei Möglichkeiten zum Ausweichen:
- Nivellieren von Unterschieden und Streben nach Symbiose (“Befriedung”)
- Bewerten der Unterschiede und Abbrechen des Kontakts (“Zwietracht”)
Damit sind zwei extreme Pole beschrieben, über die zu reflektieren sich lohnt. Gerade in dieser Zeit, da so viele spirituell orientierte Menschen davon sprechen, in der Neuen Energie würden Bewertungen aufhören. Bewertungen hören erst dann auf, wenn wir uns klar machen, was wir gewohnheitsmäßig mit Bewertung wegzumachen versuchen, nämlich die wahrhaftige Aus-ein-ander-Setzung mit uns und unserem Gegen-Über.
Nur eine bemerkte Bewertung kann transformiert werden
Viele Menschen, die die Ebene der Bewertung (“Zwietracht”) überwinden möchten, stellen sich nicht dieser Auseinandersetzung, sondern kippen einfach nur in das andere Extrem (“Befriedung”) und halten dies fälschlicherweise für Einheit und überwundene Dualität. Sie wähnen sich in der Neuen Energie, dabei sind sie am gegenüberliegenden Pol schon wieder in der Alten Energie gelandet. Noch haben sie nicht gelernt, die Bewertung zu transformieren, sondern nur sie zu vermeiden. Das ist nicht schlimm, sondern typisch Mensch.
Ich möchte mit diesen Zeilen für Klarheit werben, wo sich derzeit viele verwirren. Ich möchte dazu ermutigen, sich Konflikten zu stellen. Sich der Aufgabe zu stellen, die Unterschiede zwischen dir und mir auszuhalten, während wir gleichzeitig auf gemeinsamen Grund stehen.
Erst in der Mitte kann das Aushalten von Unterschieden gelernt werden. Zwischen “Befriedung” und “Zwietracht” führt ein schmaler Grat durch die Polarität in die Einheit. In der Mitte darf jeder sein, wie er ist. Da gibt es gewährenden Platz für die Unterschiede genauso wie Raum lassende Freude über Gemeinsamkeiten.
Verantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen
In der Mitte enden Konflikte, weil jeder Verantwortung für seine Gefühle übernimmt und für sich sorgt. Weil er das liebevoll tut, ist es nicht zum Schaden des anderen, sondern dient dessen Wachstum genauso wie dem eigenen.
Die Mitte ist nicht rechnerisch zu ermitteln. Auch ist sie kein Kompromiss. Sie ist ein Ort der gemäßigten Polarität und der heimfindenden Dualität. Weder vermeidet sie, was ist, noch verstärkt sie, was trennt. Sie lebt in Liebe, was zu leben ist.
In der Mitte bestehen Werte und Wertungen in fließender Weise fort: Nein, diese Vorgehensweise liegt mir nicht. Ja, diese Entscheidung stimmt mit meinen ethischen Vorstellungen überein. Nein, so möchte ich nicht leben. Ja, das gefällt mir sehr. – Das alles darf weiterhin sein und ist etwas völlig anderes, als wenn ich mich oder andere bewerte.
In der Mitte enden Idealisierung und Verachtung
In der Mitte enden Überhebung und Abwertung, Idealisierung und Geringschätzung, Grandiosität und Verachtung. In der Mitte enden Gleichmacherei, Friedhöflichkeit und fromme Verhaltenskodices. In der Mitte werden Polarität und Dualität in gegenseitiger Achtung gelebt und immer wieder auf die eine Liebe ausgerichtet.
In der Mitte atmet das Bewusstsein für das Wunder des Lebens, das ohne Polarität und Dualität nicht möglich wäre.
In der Mitte darfst du weiterhin du selbst und deinen Werten treu sein. In der Mitte darfst du nonduale Erfahrungen sammeln und dein duales Leben lieben.
Die eine Liebe ist überall. In der Mitte und an den Extremen. Doch erst in der Mitte lässt du sie zu. In der Mitte nimmst du mehr und mehr von dieser Liebe an. Du machst den Unterschied.
Du bist der Unterschied zwischen gestern und morgen
Du bist der Unterschied zwischen Neuer und Alter Energie. In tausenden von Entscheidungen Tag für Tag. Sei nachsichtig mit dir. Denn es gibt keinen Grund, streng oder besonders schnell zu sein. Wir alle sind auf dem Weg. Und dieser Weg heißt Leben.
Unterschiede gehören zum Leben. Sie sind eine Einladung uns selbst zu erfahren (s. Von der Bewertung zur Unterscheidung). Nehmen wir die Einladung an. Jetzt.
Text: Simone Meller
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Posted on 06 Juni 2010. Tags: Alles & Nichts, Alte Energie, Angst, Ausdruck, Blüte, Dualität, Einfaltung, Einheit, Entwicklung, Erde, Erfahrung, Erkenntnis, Erotikblüte, Herz, Himmel, Hölle, Integration, Kampf, Kosmos, Leben, Liebe, Neue Energie, Normalität, objektiv, Orgasmus, Phänomen, Polarität, Quelle, Realität, Stimmigkeit, subjektiv, Wahrheit, Welt, Zyklus
In fünf Zeilen fasse ich meine bisherigen Texte über Realität und Erkenntnis, Alte und Neue Energie, Ein- und Entfaltungen sowie Himmel und Hölle zusammen. Die Struktur ist vorläufig, wie sie sich phänomenologisch aus meinen Erfahrungen ergibt.

- Normalität : Alles scheint eindeutig : Realität ist nicht hinterfragbar : sicherer Erkenntnisrahmen
- Alte Energie : Hölle auf Erden : Extrem auseinander gefallene Polarität und Dualität : Angst führt
- Neue Energie : Himmel auf Erden : In die Vereinigung findende Polarität und Dualität : Liebe führt
- Einfaltung : Verschwinden der Welt : Zergehen von Polarität und Dualität : Alles sinkt ins Nichts
- Entfaltung : Alles ist wieder da : Nichts ist wie es war : Integration ins Leben und neuer Zyklus
Realitäten des Lebens sind Blüten des Lebens. Jedes der fünf Bilder zeigt ein- und diesselbe Blüte. So sind auch die beschriebenen Realitäten nichts als Ausdrücke ein- und derselben Quelle. Kein Ausdruck (und damit keine Realität) ist objektiv wahrer als der (die) andere. Für die persönliche Entwicklung zählt allein die subjektive Stimmigkeit, die ich gerne als Wahrheit des Herzens bezeichne.
Text & Bilder: Simone Meller
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Posted on 01 Juni 2010. Tags: Alte Energie, Annahme, Auflösung, Demut, Demütigung, Erde, Erfahrung, Erhabene, Fragen, Geist, Himmel, Ich, Menschenspiel, Mystik, Neue Energie, Polarität, Überheblichkeit, Unterscheidung
Wer es als demütigend erlebt, nach einer mystischen Auflösungserfahrung zurück ins Irdische zu kehren, neigt zu einer Überhebung seiner selbst. Er spielt das Entweder-Oder-Spiel der Alten Energie. Erst in der Annahme beider Erfahrungen, also der des Erhabenen und der der Demut, vereinigen sich Himmel und Erde. Sie vereinigen sich im Ich als einen wahrnehmenden, wollenden und ablassenden Geist. Das ist Neue Energie.
Fühlst du den Unterschied zwischen der Erfahrung des Erhabenen und der Überhebung?
Fühlst du den Unterschied zwischen der Erfahrung der Demütigung und der Demut?
Simone Meller
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