Tag Archive | "absichtslos"

Ich bringe dich nicht zum Weinen oder zum Lachen


ich bringe dich nicht
zum weinen oder zum lachen
mit mir darfst du
jede erfahrung in liebe machen

gern lausche ich mit
was tief in deinem herzen klingt
wenn meine seele mit
deiner ein liedchen in stille singt

manchmal möchte ich
dir gerne was schönes schenken
was kann ich geben
ohne von dir zu mir zu lenken

ich halte den mund
bis das herz hebt zu sprechen an
ich lasse die gesten
bis das herz setzt zum handeln an

mich berührt dein sein
auf vertraut wie fremde weise
suche nach wegen
zu schließen immer neue kreise

simone

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Du kannst mir nichts schenken


du kannst mir nichts schenken
doch der ausdruck deines seins
ist mir geschenk für mein ich bin

simone meller

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Ich habe dir nichts zu geben


ich habe dir nichts zu geben
ich habe dir nichts zu wünschen
ich habe dir nichts zu lehren
begegnen will ich dir und
alles schmecken was ich dabei koste

ich will dich nicht retten
ich will dich nicht heilen
ich will dich nicht verändern
begegnen will ich dir und
alles ertragen was ich dabei finde

ich will dich nicht ausbilden
ich will dich nicht erziehen
ich will dich nicht optimieren
begegnen will ich dir und
alles erlösen was in mir nach liebe verlangt

simone meller

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Langzeitarbeitslosigkeit darf sein (Sternenklar II)


Die erste Projektphase von Sternenklar war vor allem eine persönliche Kärungshilfe. Sie hat anstehende Entwicklungen meiner Persönlichkeit katalysiert. Ich habe mich über vier Monate lang mit dem Thema Arbeitslosigkeit und dem dazu ins Leben gerufenen Projekt auseinandergesetzt. So groß die inneren Ausläufer dabei waren, äußerlich war es in gewohnter Weise ein weitgehend unsichtbarer Transformationsprozess, dessen Resultate still in mein tägliches Handeln und in meine Blogbeiträge einflossen.

Wenn du heute oder zu einem späteren Zeitpunkt Lust auf solche Selbsterfahrung verspürst, dann kannst du dich in deinem persönlichen Rhythmus für das Thema Langzeitarbeitslosigkeit öffnen und beobachten, was geschieht. Damit du dich in dieser Öffnung nicht selbst verlierst und vom Mitgefühl ins Mitleid fällst, empfehle ich die Beachtung der im September 2010 veröffentlichten Herzensprinzipien. Sternenklar ist weder ein politisches noch ein caritatives Projekt. Es trägt auch keine pädagogische oder reformerische Handschrift, sondern setzt sein Vertrauen in die Eigenverantwortlichkeit eines jeden Menschen. Sternenklar ist ein Projekt der bedingungslos freigebenden Liebe, in dem alle Beteiligten üben können, bei sich zu bleiben (s. Klarheit im Herzen: Ich bin bei dir und bleibe bei mir).

Sternenklar rettet andere Menschen nicht, sondern begegnet ihnen absichtslos. Sternenklar bekämpft nicht die Langzeitarbeitslosigkeit, sondern bejaht sie als einen möglichen Seins-Ausdruck. Langzeitarbeitslosigkeit und mit ihr einhergehende Probleme wie Drogen- und Alkoholabhängigkeit, Verschuldung, Wohnungslosigkeit, Krankheit, mangelnde Deutschkenntnisse dürfen sein. Sternenklar zementiert diesen Seins-Ausdruck nicht, sondern begegnet ihm sanft und ohne Veränderungsdruck. Sternenklar ist ein Projekt der natürlichen Wandlung, in dem Reste von Helfersyndrom, Rettungsethos und Weltverbesserungstendenzen heilen können. Sternenklar steht für freiwillige Begegnung und in dieser natürlichen Ausdehnung von Herzenslust gibt es keinen Grund, persönliche Grenzen zu überschreiten.

Ich verfüge nicht über die Qualitäten einer Sozialarbeiterin oder eines Fallmanagers. Deshalb bin ich froh, dass es diese Fachleute und viele mehr gibt. Auch existieren bereits viele Angebote für Arbeitslose. Sternenklar tritt nicht in Konkurrenz zu Fachleuten und (über-)regionalen Angeboten, sondern ergänzt diese durch absichtslose Begegnung. Sternenklar ist ein Projekt der Hoffnung, das die Dunkelheit erträgt. Sternenklar ist eine kreative Ausdehnung, die sich in das Fremde hinein wagt. Sternenklar ist ein freudiges Wagnis für alle, die zu einem für sie persönlich angemessenen Zeitpunkt dabei sein wollen. Es gibt keinen Grund zur Eile.

Simone Meller

Fortsetzung lesen? Sternenklar sein

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