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Klarheit im Herzen: Ich bin bei dir und bleibe bei mir


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1 Verantwortung in Freiheit

Mit einem geklärten Herzen kann ich mich intensiv auf Begegnungen einlassen, ohne mich in dir zu verlieren. Ich lasse den Wechsel von Nähe und Distanz zu, ohne dabei in emotionale Bedrängnis zu geraten. Ich suche in dir nicht mehr Mutter und Vater und stehe auch dir für solche Rollenzuweisungen nicht zur Verfügung (s. “Das ist doch völliger Quatsch” oder: Wege zum Frieden). Du und ich, wir sind nicht mehr abhängiges Kind, sondern mündige, freie Erwachsene. Wir sind frei, wir selbst zu sein und die Verantwortung dafür zu tragen. Unter einem mündigen, freien Erwachsenen verstehe ich eine in demokratischen Verhältnissen lebende volljährige Person, die körperlich und geistig in der Lage ist für ihr menschenwürdiges Dasein zu sorgen.

2 Mitfühlen und bei sich bleiben

Mit einem geklärten Herzen resoniere ich klärend auf das Leid der Welt. Ich lasse mich nicht in die Verantwortung für deine emotionalen Schmerzen ziehen (typische Phänomene dafür wären: Überforderung, Überverantwortung, Co-Abhängigkeit, Helfersyndrom, Angst vor Energiesaugern, Probleme mit Fremdenergie,  Besetzungen, Verausgabung, Burnout, narzisstischer Missbrauch etc.). Ich fühle zwar mit dir und achte deine Bedürfnisse, aber ohne in die Verantwortung ihrer Erfüllung zu gehen, indem ich bestimmte Dinge für dich (nicht mehr) sage oder tue. Ich dulde nicht die Auslagerung deiner Kraft bei mir, sondern begleite dich (sofern es dein Wunsch ist) beim Kommen in deine Kraft (Selbstklärung/Clearing). So werde ich dir und mir gerecht. Ich bin bei dir und bleibe bei mir.

3 Von der Symbiose zur Vereinigung

Mit einem geklärten Herzen kann ich Energien und Menschen begegnen, von denen ich mich früher aus Selbstschutz abgrenzen musste.  Ich bin ihnen gewachsen. Die Gefahr von gestern ist der Reichtum von heute. Es dient meinem Wachstum, dir zu begegnen, wie du bist. Der (neu) gelingende Kontakt mit dir bereichert mich, weil sich dort das Wort des freien Herzens erfüllt. Es ist ein inniger Moment, in dem sich das vereinigen darf, was sich zuvor in das Unterscheidbare hatte trennen müssen. Der Symbiose mutig entwachsen feiern wir schrittweise die Vereinigung der Herzen in dem einen Herz.

4 Freiwillig miteinander schwingen

Mit einem geklärten Herzen entfessle ich meine Beziehungen und lasse ihre wilde Schönheit frei. Warum? Weil ich sein darf. Weil Raum entsteht für dein Sein, du darfst eben mehr sein als eine rücksichtsvolle Kompensation meiner Persönlichkeitsstruktur, nämlich du selbst! Weil ich dich von mir unterscheiden und deine Sicht auf die Welt zunehmend unverzerrt wahrnehmen kann. Weil ich mit dir schwingen kann, ohne meine Schwingung zu verlieren. Weil das, was ich für dich sage und tue, kein Opfer mehr ist, sondern ein Geschenk! Mein Wunsch mit dir zu sein, wird nicht mehr von unbewusster Abhängigkeit getragen, sondern von bewusster Freiwilligkeit. Ich will dich nicht mehr verändern. Da ich mich liebe, wie ich bin, kann ich deine Liebe annehmen und dich lieben, wie du bist.

5 Ausdehnung in die Fremde und erneute Klärung

Mit einem geklärten Herzen lasse ich mich ein auf das Abenteuer unbekannten Wachstums. Es wartet dort auf mich, wo ich ausziehe, um Anstoß zu nehmen an der  Welt. Wo mir unangenehme Empfindungen zu schaffen machen. In der Ausweitung meines Seins in die Fremde hinein, da bekomme ich es mit mir selbst zu tun! Das sind die neuen, dunklen Flecken meines sich ausdehnenden Herzens. Über meine Emotionen drängen sie zur rechten Zeit in mein Bewusstsein. In der Verantwortung für diese meine dunklen Flecken klage ich deren Klärung nicht bei dir ein, sondern treibe sie in mir voran. Bis ich der Welt erneut geklärten Herzens begegnen kann.

Text & Bild: Simone Meller

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reflexion über mein arbeiten mit dir


deinen weg nicht kennend
lasse ich mich ein auf begegnung
ich resoniere mit meiner art
auf deine impulse
spontan und voller vertrauen
dass sich in diesem tanz unserer seelen
alles weitere erhellt
so wenig wie möglich steuernd eingreifen
und mich doch meiner verantwortung stellen
für den prozess meine wahrheit mein sein mit dir
du sagst was du brauchst bist dein höchstes gebot
und ich begleite dich beim entdecken deiner antwort
du findest deinen weg wie ihn noch nie jemand ging
und gemeinsam erleben wir dein abenteuer von licht und finsternis
vier augen sehen mehr als zwei meine wahrnehmung dient wo du es wählst
an meinen impulsen kannst du dich reiben nähren erleben was ansteht
und immer wieder: was willst du jetzt?
und ich schwinge mit der antwort die kommt zu dir
werde zeugin ihrer integration und gehe dazu in resonanz
der tanz geht weiter solange du es willst
unfehlbar keine(r) von uns doch vollkommen jeder augenblick
genauso wie der himmel ihn schickt

simone meller

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selbstgespräch am wegesrand


am anfang meines spirituellen weges
standen fragmentierte heilige momente
sie fügten sich nach und nach zu einer gewissheit
mich in etwas “höherem” geborgen zu fühlen
wenn ich mich dafür entscheide

es folgte ein wachsendes einheitsbewusstsein
mit all den abenteuerlichen implikationen die das
für meinen alltag mein tägliches leben hatte

es folgte das erleben der einheit
als einen pol der polarität
von dualität und nondualität
und ein hintersteigen dieser polarität

hin zu einem gewahrsein
für das ich kaum worte habe

danach war alles wie vor beginn meines weges
den ich nicht mehr spirituell nennen muss
zugleich ist alles anders als zuvor
weil mein kampf erlösung fand

simone meller

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Von hilfreichen Drachen


Mitunter die größten Hilfen auf meiner Abenteuerreise Leben sind mir die Drachen, weil sich mir bei deren Anblick reflexartig das Herz schließt. Und es genau in diesem Moment wieder zu öffnen, ermöglicht eine vollständige Wandlung der Situation. In dem Augenblick, wo es geschieht, erkenne ich im Drachen meinen mir begegnenden Gott. Ich erfahre mein Dunkles und mein Helles in einem Sein (s. Vier Varianten über die Gesichter der Liebe).

Der Drache ist voller Kraft und Ausdauer. Er lässt sich weder scheinheilig in Liebe ertränken noch mit einer rosaroten Nuckelflasche abspeisen (s. Die Schönheit und das Biest). Er will uns begegnen. Diese Begegnung beginnt und endet in Wahrhaftigkeit. Auf diesem Weg durchlaufen wir eine  Transformation, sie geschieht im heiligen Raum der Bezogenheit, der Begegnung des Göttlichen mit sich selbst.

Ich wünsche dir, dass du dich bei dem leisesten wie auch dem tiefsten Schmerz rasch daran erinnerst, dein Herz zu öffnen. Der Schmerz hört sofort auf, weil er in Liebe geborgen und gewandelt wird. Geschieht das nicht, so sei willkommen im Club der Schummler e.V. ;-) . Dein Drache ist unbestechlich. Eure Begegnung beginnt und endet in Wahrhaftigkeit (s. Die Schönheit der Wahrhaftigkeit). Er will in dein Herz. Lässt du ihn voll und ganz herein? Ich wünsche es dir. Denn indem du es wagst, erfährst du die Größe und Weite deines Herzens.

Simone Meller
Foto: Rike/pixelio.de

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