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Gewahrsein entfacht die Lust am saftigen Leben

Das Nichts ist nicht wichtiger als Alles. Es ist der Gegenpol vom Alles. Im Laufe unserer Bewusstseinsentwicklung erreichen wir diesen erquickenden Pol viele Male und haben ihn jedes Mal wieder zu verlassen. Wieder und wieder haben wir kreisförmig durch die Polarität “Alles – Nichts” zu schwingen, während wir dem entgegenwachsen, was wir immer schon waren. Beides, Alles und Nichts sind menschliche Zustände. Dahinter schimmert jedoch als einzig bleibendes etwas durch, was mir in seiner Erfahrung unübersteigbar scheint und was nach und nach mein gesamtes Leben erhellen kann: Gewahrsein. Innerhalb dessen manifestiert sich die Bandbreite sämtlicher erfahrbarer Zustände zwischen den Polen Alles und Nichts, Dualität und Einheit, Geist und Materie etc.. Aus diesem Gewahrsein heraus  verliert das Streben nach bestimmten Polen an Bedeutung, ohne dass die jeweiligen Zustände deshalb bedeutungslos würde. Ich betone: Das eben Gesagte gilt auch für die Erfahrung von nondualen Zuständen!

Aus diesem Gewahrsein heraus ist es gleich-gültig, wie ich lebe, wie du lebst, wie er, sie, es leben… Deshalb mache ich anderen keine Lösungen und lebe selbst nach Herzenslust mein Menschsein auf Erden. Gewahrsein der Beliebigkeit befreit, ohne dogmatische Kälte oder zynische Herzlosigkeit zu bewirken. Denn eine Orientierung besteht fort: Das einzige Kriterium für Richtungsentscheidungen, das mir seit meinem spirituellen Coming-out geblieben ist, ist die Lust. Meine Lust führt mich von einer Freude zur nächsten, sie hilft mir unangenehme Zustände zu transformieren und leitet mich auf so spielerische Weise durch die Stationen meines Seelenplans, dass mein Leben leicht geworden ist und ich nur noch eines kann: Meine Kraft ausdrücken. Selbstausdruck pur. Ich pulse und quelle über und erfahre dabei eine Wandlung nach der nächsten. Ich treffe auf Menschen, manche tanzen mit mir, andere ziehen kopfschüttelnd weiter.

Auf meinem Weg der Selbstverwirklichung gelangte ich in die Fülle. Ich bin dankbar, dass ich mit der ansteckenden Weitergabe dieser Erfahrung mein Geld verdienen – mich weiter selbstverwirklichen – darf. Das ist weder Privileg noch Augenwischerei! Es ist das Ergebnis konsequenter Schattenarbeit, der Konfrontation mit den dunklen Seiten in mir, der Auflösung von Selbstblockaden, eine nach der anderen. So wurde eine permanente Ausdehnung möglich, die ohne Anstrengung und in Leichtigkeit geschieht und geschieht und geschieht.

Da ich bei meinen Kunden aus Dienst an der Sache weniger Worte loswerde als in mir entstehen, fließt ein Teil über in diesen Blog und erreicht eine wachsende Zahl mir unbekannter Menschen. Auch dieses Geheimnisvolle ist wieder so spannend! Vor allem, wenn Leser/innen nach einiger Zeit einen Namen oder ein Gesicht bekommen. Wieviel Inspiration und Freude gelangt durch Feedback, Fragen, Kommentare, Zuschriften und kritische Äußerungen herein! Ich danke euch!

Noch eines möchte ich hier teilen: Wenn es jetzt schon so toll ist, wie soll das noch werden, wenn sich auch die Reste lösen?! Ich bin weiterhin munter am Transformieren. Es ist mein Leid, das mich diesen Weg lehrte. Es ist meine Lust, die mich anfeuert, zu sein, was ich bin.

Wem der erste Absatz zu pointiert ist, kann hier ausführlich nachlesen:

Text und Bild: Simone Meller

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