Kategorie | Lyrik

Kein Abschied

Immer wieder Trauer
über das Verschwinden der Welt
Immer wieder Jubel
über die eine Ewigkeit
Immer wieder Ernüchterung
über den bunten Segen auf Abruf

Jeder wie er will und alles in einem
Nur scheinbar das Unterscheidbare
Jedem das ihm zugehörige Geschenk
welch unvorstellbare Gnade seit jeher

Das was bleibt
ist wenig und doch alles
so dass ich immer und immer
wieder mit Tagore sagen möchte
wenn der Tod kommt
dass ich in der Liebe gelebt habe
und nicht in der Zeit

So viel Glück von Moment
zu Moment wenn ich bin was
ich bin so viel zarte Fülle
in einer unverlorenen Welt

Simone Meller

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