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Wie sich das Ego selbst erlöst

Natürlich hat sich das Ich (“Ego”) zu transzendieren. Doch wer es abzustreifen versucht, bevor er Gott in sich und sich in Gott fand, wird enttäuscht suchen, während Gott in ihm und er in Gott ist.

Der bewusste Heimweg geht nur über das Ich. Das Ich regiert über sein Bewusstsein, das sich verschließen, stetig oder sprunghaft erweitern kann (s. Ohne Ego keine Einheit).

So vielfältig dir die geistige Welt auch erscheint, alle energetischen Phänomene sind Aspekte eines Seins, die sich begegnen, weil man mit einer Hand nicht klatschen kann. Auf dem Weg zur Einheit geht es weder darum, sich die bunte Dualität zu verbieten, noch sie zu halten. Bist du achtsam, kannst du ihr natürliches Steigen und Sinken wahrnehmen (s. Achtsamkeit für Stadien spirituellen Wachstums).

Doch was auch immer du im multidimensionalen Raum erlebst, immer bist du es, der deine Energien bewegt, und zwar durch das gesamte Spektrum der Polarität.

Ja, das hat seine unbequemen Seiten. Denn es bedeutet Verantwortung für Licht und Schatten zu übernehmen. Es bedeutet, in dir das Göttliche und das Teuflische zu finden. Der Teufel ist kein Feind Gottes. Beide sind zwei Seiten einer Medaille.

Wenn du bereit bist, in die dunkle Nacht deiner Seele einzutauchen, entdeckst du im tiefsten Punkt der Finsternis das Licht. Es ist die Begegnung mit dem Bösen in dir und das Durchschauen dieses Schöpfungsaspektes.  Es ist die Erkenntnis, dass du dein Erlöser – dein Christus – bist. Es ist deine Heimkehr zur Quelle. Es ist ein Prozess, der jeden Tag ist. Es ist ein Prozess, der solange ist, bis du nicht mehr bist.

Simone Meller

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