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Von der Maßlosigkeit zur Angemessenheit

Maßlosigkeit (Perfektionismus, Sucht, Kontrollstreben, narzisstischer Missbrauch, Spiritual Bypassing, Workaholic, Helfersnydrom etc.) entsteht durch Unsicherheit.

Unsicherheit entsteht durch Mangelfixierung. Je mehr du darauf achtest, was du nicht bist, anstatt anzunehmen, was du bist, desto schwächer wirst du. Du verlässt deine Ich-bin-Kraft zugunsten Ich-bin-nicht.

Im Ich-bin-nicht bleibt nur noch die Orientierung am AUSSEN. Du siehst immer mehr Tolles bei anderen, was du nicht bist oder hast (s. Vergleichen ist Gift für die Seele).

Das teuflische Spiel endet sofort, wenn du einkehrst in dein Ich-bin-was-auch-immer-gerade-in-mir-ist. In der bedingungslosen Annahme deines wahren Selbst bist du wieder in deiner maximalen Kraft. Dort kannst du SPÜREN, findest du Orientierung in deinem INNEREN.

Wo bleibt da die Entwicklung? Führt solche Selbstannahme nicht nur in eine Sackgasse?

Es scheint paradox: Sobald du dich annimmst, wie du bist (gemeint ist eine liebevolle, keine resignative oder zynische Haltung), wandelt sich dein Sein. Ein neuer STIMMIGER Impuls oder eine neue Qualität zeigt sich in deinem Sein. Ganz natürlich und ganz von allein. Mühelos und leicht. Abrackern und Kämpfen müssen nicht sein.

Das heißt nicht, dass du ab jetzt Unterschiede zu anderen Menschen ausblendest. Im Gegenteil, all die wahrnehmbaren Unterschiede sind Geschenke. Mit ihrer Hilfe kannst du erkennen, was du bist. Gerade wenn jemand anders ist als du, egal ob er etwas macht, wovon du immer schon träumtest, oder etwas, was für dich völlig UNSTIMMIG ist, kannst du dich selbst sehr klar erkennen.

Du brauchst nicht nur Menschen, die dich bestätigen, sondern auch Begegnungen, an denen du dich stoßen und reiben kannst (s. Der Schatz der Einsamkeit). Habe Mut, dich zu unterscheiden.

Nimm es an. Nimm dich so an, wie du dich gerade wahrnimmst. Indem du das tust, kristallisiert sich dein nächster STIMMIGER Schritt heraus.

Deine Ich-bin-Kraft zu leben, bedeutet zu wagen individuell zu sein. Und in der nächsten Minute kann es bedeuten, wie alle anderen zu sein. Und schon im nächsten Moment kannst du darüber staunen, wie unterschiedlich du und die Menschen um dich herum sein können.

Es kann Freude machen, angemessen mit Unterschieden umzugehen.

Angemessenheit ensteht durch Selbstsicherheit.

Selbstsicherheit entsteht durch Verankerung in Liebe.

Verankerung in Liebe entsteht durch die Besinnung auf Ich-bin-was-auch-immer-gerade-in-mir-ist.

Du besinnst dich, wenn du ACHTSAM lebst. Minute für Minute.

Schön, dass du BIST.

Denn was wäre die Welt ohne DICH?

Simone Meller

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