Transformation von Religion

Ich nahm gestern abend alle Religionen der Welt in mein Herz, blickte himmelwärts und spürte, was in meinem Innersten geschah.

Nach und nach schaue ich die Filme, die sich mir innerlich zeigen, nehme daraus erwachsende Erkenntnis wiederum in mein Herz.

Erkenntnis entsteht nicht durch Worte, sondern nur durch Erfahrung. Worte sind Ordnungshelfer, um die Vielfalt von Erfahrungen zu sortieren.

Frieden beginnt in absichtsloser Begegnung.

Frieden beginnt hier und jetzt, wenn ich in mir selbst ruhe.

Dieses Selbst, in dem ich ruhe, ist mal kleiner, mal größer. Wichtiger als das Ausmaß der damit bezeichneten Bewusstseinsweite ist, dass ich in mir selbst RUHE.

Ruhe ich in mir selbst, genüge ich mir selbst. Ich brauche keine Bestätigung durch Menschen, Geistwesen und Umstände. Ich brauche keine Verbündeten, keine Feindbilder und kein Idol. Weder muss ich siegen noch verlieren, denn ich ruhe in mir selbst.

Ich bin weiterhin all meine Überzeugungen und Gefühle und stehe zu meinem derzeitigen Sein. Ich bewahre meine IDENTITÄT (die je nach Bewusstseinsweite mal mehr, mal weniger Seins-Aspekte integriert), allerdings ohne die Absicht, andere zu verändern. Denn ich vertraue, dass aus dieser freien Begegnung heraus mein, dein, unser Wachstum in völliger Leichtigkeit geschieht (s. Miteinander sein)

Einheitsbewusstsein kann nicht gemacht, sondern nur durch inneren Frieden erreicht werden. Der äußere Frieden folgt uns, denn er ist das Spiegelbild unseres Bewusstseins.

Würde in diesem Moment jeder Mensch auf der Welt in sich ruhen, wären augenblicklich sämtliche Kriege und Konflikte beendet.

Manchmal falle ich aus dieser Ruhe heraus und fühle den Unterschied. Ich erinnere mich und kehre zu mir selbst zurück.

Simone Meller

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3 Kommentare zu “Transformation von Religion”

  1. Scmid 17 April 2010 um 10:35 #

    Hallo liebe Simone,

    Ein schönes Thema und ja ich kann es nicht lernen. Ich kann es nur erfahren.

    Transfomation meiner selbst

    mit allen äußeren Aspekten, die zu mir kommen. Ich erzwinge sie nicht und ich weiche ihnen auch nicht aus.

    Im eigentlichen Sinne bedeutet es, die Natur des Geistes zu erkennen, der über den Verstand hinaus geht und der die Brücke schlägt in der Wahrnehmung und dem Bewusstsein zum Sein, zur Quelle unserer Existenz. Das muss erst einmal gar nicht weiter definiert sein.

    Die Möglichkeiten, um in irgendeiner Form die Verbindung zum Sein zu bekommen, sind so vielfältig, wie Menschen existieren und dennoch gibt es eigentlich nur einen Weg und der Weg führt hindurch durch alle Techniken, Praktiken, Lehr- und Glaubensgebäude, hindurch durch Theorien und Konzepte, solange hindurch, bis nichts mehr davon übrig ist, dass alle Urteile aufhören, dass die Zeit wegfällt und bis dann nur noch Stille ist, die Stille des Seins, die bilderlose Stille.

    Dann erkenne ich, dass ich nicht aufgehört habe zu sein, sondern dass ich dort erst anfange zu sein. Diese umwälzende Erfahrung verändert jeden, der sie gemacht hat, von Grund auf und richtet seine gesamte Existenz neu aus.

    Das kann ich feiern, mit einer Flasche Sekt, mit einer Party, oder in der würdigsten Form mit Dankbarkeit, denn das ist die Bestätigung an das Ganze und Danke öffnet jede Tür, Danke ist der Universalschlüssel.

    Diese Erfahrung, die eigene Quelle, die allumfassende Quelle, die allumfassende Liebe, das Licht und die Weisheit zu sein und es zu wissen und es zu spüren ist absolut selbstverständlich. Es ist alltäglich für den, der diesen Prozess jeden Tag wieder geht, immer wieder, immer wenn ein Gefühl des Abgeschiedenseins, des Nichtwohlfühlens, des Urteilens, der Irritation auftritt.
    Wer diesen Weg immer wieder geht, sich immer wieder verankert, für den wird dies eine selbstverständliche Aktion, wenn ich es denn als Aktion überhaupt betrachten möchte.

    Einmal erfahren zu haben, dass ich allumfassendes Sein bin, ist nicht immer gleichbedeutend damit, dass dieses Empfinden permanent bei mir bleibt – mit Bewusstsein bei mir bleibt. Diesen ersten kostbaren Moment in Erinnerung zu behalten ist wichtig, aber dann kommt eine neuer Moment und der ist genauso wichtig und eigentlich noch wichtiger, weil es nie aufhört.

    Es zählt nur das Bewusstsein und dann ist es auch völlig egal, mit wem ich es gerade zu tun habe, weil in dem allumfassenden Bewusstsein verankert, sehe ich dieses allumfassende Bewusstsein in jeden, den ich begegne. Ich sehe seine Einmaligkeit und gleichzeitig seine vollkommene immer dagewesene Übereinstimmung und das Verschmolzensein mit dem Sein.

    Wenn die letzte Trennungsbarriere verschwunden ist, wenn ich mich nicht mehr gemüßigt fühle sie aufzubauen, diese Barrieren, dann spüre ich, dass ich allumfassende Liebe tief innen und außen und überall bin und ich kann die Früchte meines Sein in innerer Harmonie betrachten.

    liebe Grüße
    Reiner

  2. Dr. Simone Meller 17 April 2010 um 12:23 #

    Lieber Reiner,

    in mir ruhend begrüße ich dich und deine Gedanken. Ich nehme deine Worte, deine Art deine Erfahrungen zu ordnen, in mein Herz. Ich spüre Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ich fühle, wie ich mich an deiner Herangehensweise reibe. Transformation geschieht… geschieht weiter auch nach Absenden dieser Antwort.

    In mir ruhend lasse ich deinen Ansatz stehen, lasse ich meinen Ansatz stehen. Du bist du, ich bin ich. Ich atme tief und weich. Frieden.

    In mir ruhend nehme ich das Geschenk von Dualität an, in dem wir unsere Polarität fruchtbar auf dem Weg zur Einheit erfahren dürfen.

    In mir ruhend danke ich dir und mir für diese Begegnung, die mich Frieden üben lässt.

    Von Herzen
    Simone

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