Wohin trägst du mich, du lieber Wind
Was wartet auf mein Herz so weit
Alles ist geleert, ich bin bereit
Stehe hier als nacktes Erdenkind
Berührt von Einsamkeit im Zwischenraum
Mein altes Leben ist verbrannt
das neue fremd und unbekannt
Nippe am Kelch vom stillen Vertrau’n
Lehne atmend im Wind, forme Fragen
Ohne Worte, während mein Leben verweht
Wo fliegt es hin, wie es nun weitergeht
Es sind die Böen, die treu mich tragen
Keiner weiß, mein Herz empfängt es leise
Sind es hundert, sind es tausend Zeichen
Fordern Raum, alles Alte musste weichen
Entfaltung in unbekannt-vertrauter Weise
Bergend umfängt mich wilder, kosender Wind
Treibt mich weiter und weiter auf hohen Wogen
Reitend erhascht mein Blick den großen Bogen
Gezeichnet im ewigen Wind vom nackten Erdenkind


