Lauf durch das Feuer
Ins Feuer trete ein,
mach dich auf –
lass Flammen rein,
auf auf auf!
Sieh, es lodert, es züngelt, es brennt
das Alte, das dich vom Neuen trennt!
Es stirbt den Flammentod, den heißen
zu schmelzen in glühenden Kreisen
berstend tosend zerbricht die überlebte Last.
Schmelzen kann nun, was losgelassen du hast.
Die Hitze nur scheinbar dich zitternd versengt
dort wo noch klammernd mit Angst vermengt.
Dämonen kleben und hängen jaulend an dir
lauf einfach los, lauf durch das Feuer zu mir!
Zwischen roter Glut und heißem Ascheregen
wird geläutert dein neues Leben, welch Segen.
Simone in Erinnerung an 09-010-09
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Wenige Tage nach Entstehung dieses Gedichts entdeckte ich die CD “Surrender” von Satyaa & Pari mit dem gleichnamigen Chant, das ich derzeit nicht oft genug hören kann (Hörproben gibt es beim Ongnamo-Versand).
Die Energie des Chants ist wesentlich sanfter als die meiner eigenen Zeilen, weil darin dass Vertrauen größer als die Angst ist.
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Surrender
I hear the silence calling me
So softly calling me to what
I have always beenI am burning and burning
in your grace
I am burning and burning…I surrender to this mystery
Awaken to the beauty…Satyaa & Pari
Noch nie bin ich ohne Angst durch das Feuer gelaufen, aber hinterher wusste ich immer: Ich hätte keine Angst zu haben brauchen. Nur wäre es ohne Angst überhaupt noch notwendig, durch das Feuer zu laufen? Eben nicht. Ich bin hier auf Erden, um das Leben in seinen Polaritäten zu erfahren. Angst und Vertrauen sind zwei Pole ein- und derselben Energie. Ich darf erfahren, wie es sich anfühlt, zwischen diesen Polaritäten spiralförmig hin- und her zu wechseln. In diesen Tagen genieße ich es, sanft und stetig zu brennen… : “I am burning and burning/ in your grace/ I am burning and burning…”
Text: Simone Meller – Foto: pixelio, Zaubervogel

