Kategorie | Klartext

Wir sind die Quelle

164037_R_K_by_Viola-Boxberger_pixelio.deEin Mensch, der glaubt, ein Medium zu brauchen, um mit der Quelle sprechen zu können, lebt in einer Welt der Dualität. In einer Welt, in der hier der Mensch und dort das Göttliche ist. Folglich braucht er einen Kanal. Das heißt nicht, dass Channelings schlecht sind, sondern beschreibt nur ein weiteres Übergangsstadium von der Dualität zur Non-Dualität. Bereits diese bewusste Rückverbindung, nämlich dass da noch etwas mehr ist, ist ein Fortschritt! Bei dieser Entwicklung können Channelings ein Hilfe sein, wenn sie – wie eine achtsame Psychotherapie – darauf ausgelegt sind, sich selbst im Laufe der Zeit überflüssig zu machen.

Ein Mensch, der erkennt, dass auch er Gott ist, kommt nicht mehr umhin, als die ganze Zeit über mit ihm zu kommunizieren. Das ist besonders, aber es macht ihn nicht zu etwas Besonderem. So muss er weder sich noch andere, die die Stimme der Quelle vernehmen, idealisieren. Spielerisch erfährt er sich in der Erkenntnis, die ihn ihm aufsteigt, und in der, die ihn durch andere erreicht. Wenn ALLE Information durch EINE Person flösse, wäre das Spiel der Dualität schlagartig vorbei. Deshalb sind menschliche Einheits- oder Erleuchtungserlebnisse auch stets zeitlich begrenzt. Wären sie von Dauer, sähen wir uns um die Erfahrung von Leben betrogen.

Text: Simone Meller | Foto: Pixelio, Viola Boxberger
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