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Was ist Neue Energie?

398762_R_by_www.filawelt.com_pixelio.deIch lese oder höre relativ selten Channelings, also mediale Durchsagen für bestimmte Gruppen. Ab und zu ist es sehr schön und bewegend, auf diese Weise eine Bestätigung oder einen Impuls zu bekommen. Überwiegend verlasse ich mich auf mich selbst, auf meine Intuition, auf meine Verbindung zur Quelle und auf meine eigene Wahrnehmung der Botschaften aus der geistigen Welt. Im gelegentlichen Abgleich der erfahrenen Führung durch mein Herz mit Gruppen-Channelings (ausführlich: hier)  stellte ich auf  mein Leben zurückschauend fest:

Die Neue Energie ist das, was in der Tiefe meines Herzens drängt und um Worte ringt, sie ist das, was durch mich geboren werden möchte. Ich bin mein Weg. Ich bin Neue Energie.

Und: Es fühlt sich viel wahrhaftiger an, diese Energie in mir zu finden (und in meine Worte zu kleiden) als in fremden Channelings (so tief sie mich manchmal auch berühren).

Während ich das schreibe, meldet sich ein innerer Anteil in mir, der das anmaßend, arrogant und selbstherrlich findet. Er tarnt sich als Ich-habe-Angst-davor-ANDERE-könnten-das-denken. Eine Projektion. Die Rücknahme dieser Projektion bedeutet, die volle VERANTWORTUNG dafür zu übernehmen, dass ein Teil von MIR solches Reden anmaßend, arrogant und selbstherrlich findet. Zu spüren, wie ein Teil von mir… immer noch… zur Selbstabwertung neigt. Es ist die Angst vor dem Licht. “Angst vor” – das ist immer Projektion, also Illusion. Was ist es dann in Wahrheit? Wie diese Projektion eigenverantwortlich zurücknehmen? Es ist der Teil von mir, der sich allen bisherigen Erfahrungen zum Trotz noch als getrennt vom Göttlichen (oder wie auch immer du die Quelle von allem nennen möchtest) erlebt. Ich seufze. Seufzen ist Atmen. Ein Teil von mir klammert an Dualität. Ich atme tiefer. Liebevoll schließe ich diesen ungeborgenen Teil in meine Arme, lasse Transformation geschehen.

Gleichzeitig spürte ich im Schreiben meiner Ich-Bin-Sätze meine Verbundenheit zu Jeshua (oft Jesus Christus genannt). Seine Botschaft lautete ähnlich, nämlich dass er ein Weg zu Gott ist, ja, dass auch er Gott ist. Damit stellte er sich nicht über die anderen Menschen, sondern wollte sie ermutigen und einladen, es ihm gleich zu tun, selbst zum Weg zu werden. Die Einladung der damaligen Zeit war, zu erkennen, dass jeder Mensch bereits DER Weg IST.

Insofern gibt es so viele Wege zur Quelle wie es Menschen gibt. Dafür steht das Foto oben links als Symbol, aber es zeigt nicht, dass die Menschen nach etwas greifen, was IN ihnen ist. Dies zu erkennen und konsequent in allen Lebensbereichen zu leben, das ist Neues Bewusstsein.

Das menschliche Massenbewusstsein war lange Zeit nicht reif für dieses Geschenk, sondern benutzte Jeshua für seine kollektiven Projektionen. Zuerst nagelte man ihn als arroganten Unruhestifter ans Kreuz. Später wurde er durch die verschiedenen christlichen Religionen kommerzialisiert, d.h. künstlich erhöht und als über uns stehend dargestellt. Die Kirchenanhänger durften das Göttliche nicht als etwas ganz natürlich IN ihnen Seiendes ERFAHREN, sondern waren darauf zurückgeworfen, an etwas AUSSERHALB ihrer selbst Liegendes zu GLAUBEN. In seinem Namen wurden Kriege der Angst geführt und als Liebe zu Gott vermarktet.

Ich lebe in einer Zeit, in der ich solche Gedanken öffentlich äußern darf, ohne den Galgen, die Zwangsjacke oder das Fegefeuer fürchten zu müssen. Ich bin dankbar für dieses Geschenk, in einer Demokratie leben zu dürfen. Danke für dieses Geschenk, erleben zu dürfen, wie immer mehr Menschen aus ihren Verstecken kommen und es natürlicher wird, darüber zu sprechen, dass wir  Teil einer göttlichen Selbsterfahrung sind.

Text: Simone Meller | Foto: Filawelt.com via Pixelio
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