Oh Königin, wie eine Feder ziehst du dahin.
Kein Suchen, kein Halten
Kein: Kannst du mich sehn?
Leicht wie eine Feder flatterst du im Wind
verwehend die Frage: Wo die anderen sind?
Oh du anmutiges Geschöpf auf deiner Spur
vertraue, vertraue, vertraue du nur.
Eine Fülle, die Worte nicht kennt
und jedes, jedes Danke sprengt.
Segen
senkt sich
hernieder
auf dein Gefieder.
Oh du Sternchen am Firmament
bewahr dir Demut im Happy End.
Du folgtest der Sonne, sie lud dich ein
neun Jahre des Wachstums sollten es sein
Der Schatten folgte dem Licht, du wichest nicht.
Oh du strahlende Blume, zärtlich von Elfen umringt,
jauchze im Reigen und feier’ beschwingt!
Am Himmel prangt die fließende Acht
die Zahl, die dich einst hervorgebracht.
Erfüllt ist nun alles, der Schlüssel bei dir
zum Segen gereiche er denen, die hier –
Jubel, jubel, oh sieh, das Tor geht auf!
Tanz’, tanz’, tanze hindurch im himmlischen Lauf.
Oh Königin, dein Schrei durchklingt die Nacht
gibt Kunde sie wurde vom Tage gemacht
zu spüren die siegende Kraft des Lichts – in allertiefster Finsternis.
Oh höre du nur: ‘s ist vollendet.
Simone Meller
Foto: Marion, Pixelio

