Beim Schreiben von “Ein wahrer Traum von Frau und Mann” fiel mir das Buch “Leben im Licht” von Shakti Gawain ein. Da sich meine Lokführerin ihr so seelenverwandt fühlt, fand der Schaffner auch sofort die richtige Stelle (S. 108-109, Ullstein-Auflage November 2004):
“Die weibliche Kraft unserer Intuition, die Kraft unseres höheren Selbst, ist immer in unserem Innern vorhanden. Es hängt von unserer männlichen Energie ab, was wir mit dieser Kraft machen. Entweder wir bekämpfen, blockieren und kontrollieren sie (…), oder wir geben uns dieser Kraft hin, öffnen uns für sie und lernen, sie zu unterstützen und mit ihr zu fließen. Für jeden Einzelnen wie auch im Ganzen findet eine Veränderung in der Einstellung gegenüber der Intuition statt. (…) Die Kraft der femininen Energie erwacht in unserer Welt. Wenn sie in unserem eigenen Innern lebendig wird und wir sie annehmen und uns ihr hingeben, dann wird das ‘alte Männliche’ in uns transformiert. Es wird durch die innere Frau noch einmal wiedergeboren als der ‘neue’ Mann, der im Vertrauen und der Liebe zu ihr vollkommen aufgeht. Er muss wachsen, um so stark zu werden wie sie, so dass sie die Liebenden sein können, als die sie gedacht sind. (…) Die Geburt des ‘neuen Mannes geht einher mit der Geburt des Neuen Zeitalters. Die neue Welt entsteht in unserem Innern und nimmt in unserer Umwelt Gestalt an. Der neue Mann (die physische Welt) wird in seiner ganzen Vollkommenheit aus der weiblichen Kraft (der spirituellen Energie des Kosmos) erschaffen.”
Ich möchte hinzufügen, dass mit dieser Neugeburt der Kampf der Geschlechter aufhört. Erlöste Frauen und Männer, also solche die ihre inneren Frauen und Männer neu geboren haben, haben unweigerlich auch dem jeweils anderen Geschlecht vergeben. Beide Prozesse sind meiner Erfahrung nach untrennbar miteinander verbunden.
Wer sich selbst heilt, heilt eine ganze Welt.
Es ist die Rückkehr von Adam und Eva ins Paradies. Aus dem sie nie verstoßen wurden. Sondern sie verließen es, um Erkenntnis darüber zu gewinnen, wer sie sind. Aus der Einheit (Paradies) kommend wählten sie Dualität (Erdenleben). Sie durchliefen die Erfahrung von Polarität und plötzlich – Jahrtausende später – stehen sie sich gegenüber: Wiedervereinigung. Was für ein Wiedersehen! Was für ein Fest! Dualität kehrt heim.

