Ich danke Heide Liebmann für die gelungene Rezension meines Buches “Salutogenese durch Selbstverwirklichung”, in der ich mich mit meinem gesellschaftliches Anliegen voll und ganz verstanden fühle. Das freut mich sehr! Besonders treffend fand ich folgende Passagen:
Andererseits finde ich das Buch auch spannend, weil ich mit vielen Beratern aus dem Gesundheitsbereich zusammenarbeite, die zwar aus Erfahrung um die Zusammenhänge zwischen Krankheit und Selbstentfremdung wissen. Doch bisher gerieten sie gegenüber den Vertretern der Schulmedizin häufig ins Hintertreffen, wenn es um die so genannte „Wissenschaftlichkeit“, also die „objektive“ Nachweisbarkeit von Heilmethoden ging. Mellers Buch hat – weil es eine Doktorarbeit ist – den Anspruch, wissenschaftliche Belege dafür zu liefern, dass wirklich jede Krankheit psychosomatisch ist. Und sie zeigt, dass die Gesundheitspsychologie selbst einem Glaubenssatz verfallen ist, der nicht wirklich wissenschaftlich ist, nämlich dem Leib-Seele-Dualismus.
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Die Salutogenese (von salus = Unverletzlichkeit, Heilung, Glück und „genos“ = Entstehung) orientiert sich an den statistischen Ausnahmen. Sie fragt, wie es Menschen gelingt, sich von schwersten Traumata zu erholen oder tödlichen Krankheiten ein Schnippchen zu schlagen. „Es sind die Einzelfälle, die darauf verweisen, dass die Grenzen des Möglichen nur in unserem Kopf existieren.“ Die Autorin plädiert dafür, sich gerade von diesen „Ausnahmen“ konstruktiv erschüttern zu lassen und sein bisheriges Weltbild und seine Denkmuster zu hinterfragen. Die Salutogenese interessiert sich konsequent für alles, was zum Gelingen von Gesundheit beiträgt. Mich erinnert das an den gern zitierten Satz: „Wer heilt, hat recht.“
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Wer ernsthaft an Heilung interessiert ist und nicht auf Louise-Hay-Niveau bleiben möchte (ohne deren Verdienste schmälern zu wollen), dem kann ich Simone Mellers Werk wirklich empfehlen. Man spürt, dass sie hier ein Thema gefunden hat (oder fand es sie?), dass wirklich „ihrs“ ist – sicher keine bequeme Entscheidung im herrschenden Wissenschaftsbetrieb.
Das Foto war eine besondere Freude
Eine Extra-Freude war mir das Foto, dass Heide Liebmann bei Pixelio aufgetrieben hat (s.o.). Der Fluss ist nicht nur passend, weil er seit Aaron Antonovsky für die Salutogenese steht. Die Steine erinnerten mich auch an meine ganz persönlichen Meilensteine, die ich nehmen musste, um den Mut zu entwickeln, Kapitel für Kapitel so zu schreiben, wie sie heute veröffentlicht sind: Nämlich entgegen der vorherrschenden Meinung im akademischen Mainstream, aber mit einem rational fundierten Brückenangebot (Integration der populären Fachkonzepte und Einbettung in eine abgeschwächte quantenphysikalische Theorie).
Auf diese Weise wird ein altes und bewährtes Gedankengut wissenschaftlich anschlussfähig. Jedenfalls für die (Gesundheits-)Wissenschaftler, die über diese Brücke gehen wollen. Seit meiner Disputation (das ist eine zweistündige, mündliche Prüfung in Form eines Vortrags mit anschließender hochschulöffentlicher Diskussion und sogenannter Verteidigung) kämpfe ich nicht mehr dafür. Viel zu anstrengend. Ich belasse es vielmehr bei Einladungen, die ich wiederholt und in verschiedenen Varianten ausspreche. Nämlich immer dann, wenn meine Seele mich anstupst.
Meine Bestimmung annehmen
In meinem Leben habe ich manches Mal mit meiner Brückenfunktion gehadert (ein bisschen erzähle ich z.B. hier und hier davon). Denn auf der Brücke über einem reißenden Fluss kann es gelegentlich recht ungemütlich und einsam sein, während sich an den beiden Ufern Menschenmassen tummeln, die von der jeweils anderen Seite des Flusses nichts wissen wollen. Zugleich KONNTE ich nie anders. Es war mir noch nie möglich, gegen meine Berufung zu handeln. Immer wenn ich es versuchte, gerieten Projekte in den Stillstand – so auch phasenweise meine Diss. Und immer wenn ich voll auf meiner Spur war, strömte eine Fülle in mein Leben, die im wahrsten Sinne des Wortes unfassbar ist…
Mit Berufung zur Brückenbauerin oder Pionierin (wie ich sonst gerne schreibe) meine ich übrigens nicht eine Bestimmung, die mir von einem autoritären Gott auferlegt wurde, sondern ganz im Sinne des Bewusstseins der Neuen Energie die Wahl meiner Seele. Meine Seele (verstanden als göttlicher Funken oder Teil der Einheit) hat dieses Leben mit der Absicht angetreten, seine Bestimmung u.a. dem Bauen von Brücken zuzuführen. Ich verknüpfe alles, was mir zwischen die Finger kommt. In Übereinstimmung mit diesem Plan erfahre ich jede erdenkliche kosmische Unterstützung.
Das von Heide Liebmann ausgesuchte Foto ist ein unbeabsichtiges Geschenk, von dessen Bedeutung sie nicht wissen konnte. Es ist eine Synchronizität, die mir als eine von vielen zeigt, dass sich für mich dieses Jahr ein 9jähriger Zyklus vollendet hat. Als Pionierin bin ich auf solche Synchronizitäten angewiesen, weil sie mir die Bestätigung schenken, dass ich genau jetzt an der richtigen Stelle stehe. Man könnte sie auch Geschenke meiner Seele nennen. Kein Mensch könnte mir diese Gewissheit geben, weil niemand meine Bestimmung kennt. Die wissen nur meine Seele und ich.
Jeder Mensch hat eine eigene Bestimmung, die er mit wachsendem Bewusstsein erfühlen kann. Jeder Mensch kann sich für die Geschenke seiner Seele öffnen, empfänglich werden für Synchronizitäten und allerlei Wunder. Das Schöne dabei ist, dass es jeder auf seine persönliche Weise und in seinem individuellen Tempo tun kann. Wir sind frei!
Ich spüre, dass es für mich in den nächsten 9 Jahren darum gehen wird, voller Freude und völlig unangestrengt all die Brücken zu Inseln auszubauen, so dass letztlich neues Festland entsteht. Ein Boden für Neues Bewusstsein, an dem derzeit auch viele andere Pioniere auf jeweils ihre Weise arbeiten. Ein Neues Bewusstsein, das unserer Kindern, Enkeln und Urenkeln so selbstverständlich und natürlich erscheinen wird, dass sie all unsere derzeitige Aufregung nicht mehr nachvollziehen können. Ich bin gespannt, was ich in 9 Jahren – also 2018 – dazu schreiben werde.
Simone Meller Foto: Dietmar Grummt, Pixelio
Übrigens habe ich es als Frankfurter Kind hier in Hamburg gut getroffen: Hamburg hat mit über 2.200 Brücken mehr davon als Venedig oder Amsterdam. Dieses Detail hat sich mir 1997 gleich eingeprägt, als ich dieses “Tor zur Welt”, wie Hamburg auch genannt wird, betrat.

