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Michael Jackson: Unerlöste Sehnsucht nach Liebe

TransformationIch finde es eine bemerkenswerte Synchronizität, dass mein Artikel über Selbstliebe (“Zur eigenen Seele Kuscheln gehen”) im Nachhinein mit dem Todestag von Michael Jackson zusammenfällt. (Unter Synchronizität versteht man nach Carl Gustav Jung das Zusammenfallen von Ereignissen, die in keinem kausalen Zusammenhang miteinander stehen, für den Betreffenden aber hochgradig Sinn ergeben. Mit den kosmischen Spielregeln lässt sich dies dadurch erklären, dass alles Energie und untrennbar miteinander verbunden ist. Auch naturwissenschaftlich ist dies plausibilisierbar durch Generalisierung des quantenphysikalischen Phänomens der Nicht-Lokalität. Dieses Argument zog auch Carl Gustav Jung in seinem regen Gedankenaustausch mit dem Physiker Wolfgang Pauli zur Unterstützung seiner Weltsicht heran. Eine zusammenfassende Darstellung dazu findet sich im Kapitel 3.2.3 meines Buches “Salutogenese durch Selbstverwirklichung”, der Veröffentlichung meiner Dissertationsschrift.)

So, nun zur Frage, wie sich für mich das Thema Selbstliebe und Michael Jackson sinnhaft verbinden. Ganz einfach: Michael Jackson ist ein Beispiel für unerlösten Selbsthass. Ich meine das beschreibend, nicht wertend. Und in voller Anerkennung dessen, wieviel Schweres sich seine Seele für dieses Leben zu transformieren vorgenommen hatte. Egal, ob ich auf seine, meine oder andere Biographien schaue (ohne dass die eine mit der anderen vergleichbar wäre!), oft denke ich: Was sind wir für mutige Seelen!

Ich habe Michael Jacksons Kunst zu wenig verfolgt und genossen, als dass ich mich darüber qualifizierend äußern könnte oder wollte. Aber die Informationen über sein Leben, die im Laufe der Jahre zu mir durchdrangen, lassen mich behaupten: Michael Jackson ist ein prominentes Künstlerbeispiel dafür, wie ein entsetzlicher Mangel an Liebe in der Kindheit zur Antriebsfeder für Kreativität, Streben nach Ruhm, unzähligen Schönheitsoperationen und -prozeduren, Reinszenierungen der erlittenen Traumata etc. führen kann. Sein Leben ist ein Beispiel dafür, dass ein niedriges und instabiles Selbstwertgefühl zu Höchstleistungen und Erfolg anspornen kann, aber dabei immer nur kompensiert und nicht geheilt wird. Deshalb reicht es auch nie aus! Dieses innere Auffüllen ist nur durch wachsende Selbstliebe möglich. Viele Künstler gehen diesen Weg der inneren Erlösung, der Transformation nicht oder nur unzureichend. Entsprechend häufig sind diese Leben durch diverse Abhängigkeiten von Alkohol, Drogen, Personen und exzessiven Handlungen gekennzeichnet – um das verlassene Innere Kind mit diesen “Pseudo-Ersatzeltern” ruhig zu stellen. Das Innere Kind verlangt jedoch nach wahrer Liebe… Michael Jackson konnte sich selbst nicht ausreichend lieben. Seine Seele hat im Spiel des Lebens eine intensive und für ihre Entwicklung wichtige Erfahrung in der Polarität “Täter-Opfer” gemacht und dafür zolle ich ihr meinen Respekt und mein tiefes Mitgefühl.

Damit habe ich kurz umrissen, in welcher Resonanz ich derzeit zum Tode von Michael Jackson stehe. An dieser Resonanz lässt sich noch ein weiteres Prinzip der kosmischen Spielregeln verdeutlichen, nämlich das Prinzip des energetischen Ausgleichs. Für meinen Geschmack fielen die schnellen, lauten, öffentlichen Reaktionen auf seinen Tod zu einseitig aus. Anders gesagt, mir fehlte eine Erläuterung dergestalt, wie ich sie hier skizziert habe. Das eine bedingte also das andere. Im Kosmos herrscht nie Ungleichgewicht, sondern Harmonie. Wir alle liefern ständig unsere kleinen Beiträge dazu. So, wie mich die Öffentlichkeit zu diesem Artikel “provozierte”, “provoziere” ich vielleicht andere zu bestimmten Äußerungen. Jede polare Energie findet im Universum immer ihren Ausgleich. Und auf diese Weise entwickeln wir uns alle immer weiter.

Simone Meller, Foto: Jürgen Acker, Pixelio

P.S.: Die genannten Prinzipien der Energie, der Resonanz, der Polarität, des energetischen Ausgleichs sind Bestandteil der kosmischen Spielregeln und können dort vertiefend nachgelesen werden.

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