Seit Ende November ist mein Buch “Salutogenese durch Selbstverwirklichung” im Handel erhältlich. Damit geht für mich ein sechsjähriger Prozess zu Ende. Berufsbegleitend und aus eigenen Mitteln finanziert (ich LIEBE meine Chefin
!) habe ich fünf Jahre an meiner Dissertation gearbeitet. Ich kenne jede Arbeitsblockade, jede Konzentrationsstörung und die Versuchung alles hinzuschmeißen. Ich erinnere mich an Momente der Verzweiflung und an Momente des Triumphs, wenn sich ein weiteres Kapitel zusammgefügt hatte. Auch dieses ausklingende Jahr war voller Wachstumsaufgaben: die Abgabe der Arbeit, die hochschulöffentliche Prüfung an der Universität, die Auseinandersetzungen mit dem Verlag. Von all den erfahrenen technischen Widrigkeiten will ich hier lieber schweigen. Nun blicke ich staunend auf die sechs Jahre hinter mir und das Produkt in Form eines Buches vor mir. Ich bin zutiefst glücklich über jeden Zentimeter, den ich innerlich gewachsen bin, und rufe allen Menschen Mut zu, die gerade vor einer schwierigen (Lebens-)Aufgabe stehen: Bleibt dran, es ist der Mühe wert!
Inhaltlich ist mein Buch ein Brückenschlag zwischen Praxis und Wissenschaft. Es rechtfertigt aus wissenschaftlicher Sicht die Praktiker im Gesundheitswesen, die schon längst einen ganzheitlich-integrativen Weg beschreiten. Den akademischen Mainstream regt es zur Weitung der Forschungsperspektive an. Ich untermauere die Annahme, dass jede (!) Krankheit psychosomatisch ist und Heilung durch Selbstverwirklichung geschieht. Um diese beeindruckende Einheit von Leib und Seele rational nachvollziehbar zu machen, argumentiere ich mit Ergebnissen aus der Quantenphysik. Außerdem verdeutliche ich am Nationalsozialismus, dass unsere Vorstellung von Gesundheit immer an Normen gebunden ist und wir als Gesellschaft vor der Aufgabe kollektiver Heilung stehen. Dieser Heilungsprozess findet seinen Ausgangspunkt in uns selbst – hier und jetzt.
Simone Meller





Liebe Simone, ganz herzlichen Glückwunsch! Das eigene Buch in den Händen zu halten, ist etwas ganz Besonderes, das kann ich gut nachfühlen! Und Deine Thesen klingen sehr interessant und bestätigen, was ich auch aus eigener Erfahrung mit meinen Heilprozessen kenne.
Danke für deine Glückwünsche, liebe Heide! Und du sprichst es an: Unsere alltägliche Erfahrung ist dem wissenschaftlichen Nachweis voraus…
Hallo Frau Meller,
auch von mir herzlichen Glückwunsch! Da haben Sie sich ja gleich selber ein schönes (Vor)-Weihnachtsgeschenk bereitet
Auf Ihr Buch weise ich in meiner BücherWiki-Rubrik hin:
http://www.wikiservice.at/buecher/wiki.cgi?MellerSimone
Viel Erfolg wünscht Ihnen
Ralf Hellbart
Ich vergaß
hier stelle ich es auch vor:
http://forum-gesundheit.blogspot.com/2008/12/salutogenese-durch-selbstverwirklichung.html
Lieber Herr Hellbart,
haben Sie ganz herzlichen Dank für Ihre Glückwünsche und Ihre prompte Unterstützung bei der Verbreitung des Buches! Ich habe mich sehr über dieses Adventsgeschenk gefreut!
Liebe Frau Meller,
auch von mir HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, ich bin echt total stolz auf Sie! 6 Jahre haben Sie daran gearbeitet? Genau so lange kennen wir uns schon , es ist sehr beeindruckend, was Sie alles geleistet haben und ich kann mir vorstellen, dass es unglaublich sein muss, sein eigenes Buch in den Händen zu halten…
An dieser STelle nochmals FROHE WEIHNACHTEN und alles Liebe!
Viele Grüße von mir und Lucy,
Natascha K.
Ihre Äußerung „Ich untermauere die Annahme, dass jede (!) Krankheit psychosomatisch ist und Heilung durch Selbstverwirklichung geschieht.“ macht sehr viel Hoffnung, lässt aber in mir auch viele Fragen hochkommen. Vermutlich haben Sie sich diesen Fragen in Ihrem Buch zu diesem Thema ausführlich geäußert und wenn ich es gelesen hätte, wären möglicherweise keine oder wenige Fragen dazu offen.
Sicher gibt es deutliche wissenschaftliche und empirische Hinweise, die Sie zu dieser Annahme bringen und ich vermute, dass Sie damit nicht zum Ausdruck bringen möchten, dass jede Krankheit (in jedem Falle!) auch geheilt werden wird, wenn jemand mit der Selbstverwirklichung beginnt. Möglicherweise schliessen Sie damit durchaus auch ein, dass eine jahrzehntelange Selbstentfremdung auch zu irreparablen Störungen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. So stark, dass die verbleibende Lebenszeit eventuell nicht mehr ausreicht, durch auch noch so umfassende und weitgehende Selbstverwirklichung zu einer Heilung zu kommen. Dann gibt es Krankheiten, die mit dem Erbgut weitergegeben werden, somit aus frühe-ren Generationen kommen. Können beschädigte Gene, die eine Krankheit bedingen, durch Selbstverwirklichung aufgelöst werden? Und dann gibt es ja auch Beispiele von Menschen, die in einem sehr hohen Maße selbstverwirklicht sind und dennoch sehr krank sind. Beispielsweise leidet der bekannte amerikanische Philosoph Ken Wilber unter der Krankheit „Myalgic Encephalomyelitis“ (nach meinen Recherchen wohl eine üble Mischung aus Multiple Sklerose, AIDS, Alzheimer, Arthritis und Epilepsie also einer sehr seltsamen und gefährlichen Autoimmunerkrankung). Dieser Mensch ist in hohem Maße selbstverwirklicht (körperlich, geistig, seelisch und spirituell) und leidet dennoch an einer solch extremen Krankheit. In wie weit sind wir als Menschen in solchen Fällen für unsere Krankheiten verantwortlich? Können wir etwas dafür tun, dass künftig Bedingungen in unserem Leben herrschen, die eine Verschlimmerung unserer Krankheitssymptome verhindern und eventuell sogar zu einer Besserung führen? Das ist wirklich ein sehr spannendes Thema!
Rainer Barth
Lieber Herr Barth,
ich danke Ihnen für Ihre treffsicheren Überlegungen. Sie sprechen wesentliche und heikle Punkte an, die ich in meiner Dissertation ausführlich und differenziert erörtere. Dort wertschätze ich durchaus die Schulmedizin, weil sie Leben retten kann und so manchmal überhaupt erst Lebenszeit für die eigentliche Heilung gewonnen wird. Mir geht es nicht um eine Idealisierung von Gesundheit, sondern um einen befreiten Blick auf Gesundheit, Krankheit und Sterben.
Krankheit ist ein legitimer Lebensausdruck, sie ist ein Freund auf unserem Weg der Selbstverwirklichung. Manchmal auch über Generationen hinweg (menschliche Evolution). Ich erläutere, dass selbst im Sterben noch heilende Erkenntnis stattfinden kann.
Ich wählte den Begriff “psychosomatisch”, um den Anschluss an den wissenschaftlichen Mainstream zu sichern. Zudem reflektiere ich herleitend, wie merkwürdig es ist, dass oft nur die Krankheiten als psychosomatisch bezeichnet werden, für die es keinen medizinische Befund gibt (Thema “Diskrepanz zwischen Befund und Befinden”). Ich gehe mit C.G. Jung (“unus mundus”) von einer gemeinsamen Herkunft von Geist und Materie aus, was sich quantenphysikalisch und erkenntnistheoretisch plausibilisieren, aber nicht beweisen lässt.
Ich lege dar, dass sich Salutogenese differenziert durch Selbstverwirklichung beschreiben lässt. Doch nicht alles, was nach Selbstverwirklichung aussieht, ist auch Selbstverwirklichung. Ich zitiere hierzu aus meinem Einleitungskapitel:
Das “wahre Selbst” ist der Dreh- und Angelpunkt meiner Konzeption von Selbstverwirklichung. Verwirkliche ich mein “falsches Selbst” (also das, was meiner Wahrnehmung nach andere von mir erwarten) rutsche ich in die Selbstentfremdung.
Das “wahre Selbst” ist keinesfalls gegenständlich zu sehen, sondern als ein steter Strom von innerer Wahrheit, die sich von Moment zu Moment verändert (s. dazu auch letzter Absatz von:Was Schmerz ist). Es entspricht der spiralförmigen Entwicklung, die nicht in der Diss, sondern hier beschrieben habe. Das falsche Selbst zieht nach “unten” (Schwingungsverringerung), das wahre Selbst nach “oben” (Schwingungserhöhung).
Mit herzlichen Grüßen
Simone Meller